Kölsches Pils und Prosecco aus dem Hahn im Zappes

© Nicola Dreksler

Hin und wieder gibt es diese Momente am Büdchen, an denen man einfach keine Lust mehr auf süffiges Kölsch hat, sondern sich eher nach einem herben Pils sehnt. Genauso erging es Maxi und Nico, die im Jahr 2020 feststellten, dass es einfach zu wenig leckeres Pils in den Kölner Büdchen gibt. Ein paar Bier später waren sie fest davon überzeugt, den Biermarkt zu revolutionieren und ihn bunter zu gestalten.

Dass das nicht nur irgendein betrunkenes Gefasel war, zeigt sich heute: Denn mittlerweile gibt es ihr eigenes Bier das kölsche Pils Zappes – an circa 30 Kölner Verkaufsstellen, der Großteil davon sind Büdchen. In ihrer App und auf der Website findet ihr sogar eine Map, auf der ihr checken könnt, wo das nächste Zappes euren Pils-Durst stillt.

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Ein ganz besonderer Ort ist erst kürzlich dazu gekommen: das Zappes. Denn Nico und Maxi etablieren ihre Pilsmarke nicht nur gerade ziemlich erfolgreich auf dem Kölner Biermarkt, sondern haben Anfang Juni auch die Türen zu ihrer eigenen Kneipe geöffnet. Eigentlich wollten sie das damalige „Tante Gertruud“ nur für ein paar Wochen mieten – doch dann wurde ihnen angeboten, den Laden komplett zu übernehmen.

So nahm die Zappes-Revolution ihren Lauf. Das hübsche Lokal an der Roonstraße Ecke Lützowstraße haben sie komplett umgestaltet und mit Möbeln aus der Minhafaktur und der Möbelkiste vom Dabberg und Pflanzen von Mooii eingerichtet. Das absolute Highlight ist ganz klar der große Außenbereich, der sich über zwei Straßen verteilt: Fast 70 Gäste können sie hier bewirten.

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Die Karte ist überschaubar – an erster Stelle steht natürlich ihr Bio-Pils, das übrigens in Hürth und einer weiteren Brauerei gebraut wird. Das Zappes bekommt ihr Kölsch-getreu in 0,2-Liter-Gläsern serviert – schließlich simma hier ja immer noch in Kölle. Und außerdem sind Nico und Maxi selbst große Fans von dem Konzept, dass man ein neues Bier bekommt, sobald das alte leer ist.

Der Name Zappes kommt nicht von ungefähr – im Brauhaus ist "der Zappes" derjenige, der zapft. In ihrer eigenen Kneipe kann es aber auch schon mal vorkommen, das nicht nur Pils, sondern auch Prosecco gezapft wird. Richtig gehört: denn auch der Schaumwein kommt hier aus dem Hahn. Die beiden verfügen nämlich über sechs Zapfhähne – da war es nur die logische Schlussfolgerung, auch den Prosecco für den Aperol zu zapfen. Wir sind jetzt schon große Fans!

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Und damit ihr beim Trinken auch eine gute Grundlage habt, wird es im Zappes bald schon ein paar Kleinigkeiten zu essen geben. Unter anderem soll es dann Treberbrot geben. Treber sind Rückstände des Braumalzes, aus denen man wunderbar ein fluffiges Brot mit knusprigem Rand herstellen kann. Dafür arbeiten die beiden mit dem Neobiota zusammen, denn zu den Broten soll es auch leckere Dipps geben.

Bis dahin könnt ihr erstmal auf der herrlichen Terrasse Platz nehmen – ab dieser Woche wird hier übrigens auch die EM übertragen. Dazu ein paar Zappes – und der Kölner Sommer kann beginnen.

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Besonderheit: Im Zappes bekommt ihr kölsches Pils und Prosecco aus dem Zapfhahn.

Mit wem: mit deinen Freund*innen für ein bis drölf Zappes

Preise: Zappes Bio Pils (0,2l) 2 Euro, Aperol Spritz 6 Euro, Fritz-Getränke 2 Euro

Zappes | Roonstraße 71, 50674 Köln | täglich ab 17 Uhr | Mehr Info

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