11 Restaurants und Cafés, die im Sommer 2021 eröffnet haben

Rein wettertechnisch betrachtet, war der Sommer 2021 garantiert nicht der beste aller Zeiten. Doch aus Food-Sicht hat es uns wohl selten so viel Vergnügen bereitet, auf den Terrassen der Stadt zu sitzen und dabei massenweise leckeres Essen und süffige Drinks zu vernichten. Schließlich hatten wir, Corona sei Dank, so einiges nachzuholen. Also haben wir jede Sonnenstunde genutzt, um unter freiem Himmel zu schlemmen und zu genießen.

Umso schöner, dass die Zahl der Möglichkeiten auch in diesem Sommer noch einmal größer geworden ist, denn die Kölner Gastro hat wieder einige Neueröffnungen gesehen. Zeit also für einen kleinen Rückblick! Hier kommen 11 Restaurants und Cafés, die im Sommer 2021 eröffnet haben:

1

© Christin Otto Tony's Tacos bringt Tacoporn nach Nippes

Richtig gute Taco-Dealer sind in Köln noch immer Mangelware. Die besten ihrer Zunft – Tacos los Carnales und Dos Pedros – bringen Mexiko zu uns, keine Frage. Doch sie sind Food-Vagabunden, deren Trucks nicht immer zur Stelle sind, wenn der Heißhunger kickt. Genau diese Lücke schließt sich nun. Denn dort, wo früher die Heimatsünde ihr Nippeser Zuhause hatte, ist jetzt Tony's Tacos eingezogen – und der serviert Tacos, die geschmacklich zweifelsohne in der Liga der Besten mitspielen. Der Baja Fish Taco mit gebackenem Kabeljau ist eine echte Granate, aber auch die Veggie-Variante mit fermentiertem Kaktus oder mit Süßkartoffel-Mole können wir wärmstens empfehlen. Wer sich ungern die Finger schmutzig macht, kann Fisch, Schmorfleisch und Süßkartoffel-Mole auch als Burrito oder Burrito Bowl ordern. Lecker wird's so oder so.

2

© Carolin Franz Naanizza im Haldi Spoon in Mülheim

Das Rad wird in der Gastro nur selten neu erfunden. Umso überraschender, dass wir ausgerechnet auf der Schäl Sick – der ja gerne mal nachgesagt wird, sie hinke mit allem ein bisschen hinterher – etwas entdeckt haben, das wir so noch nicht kannten. "Naanizza" lautet das Zauberwort. Genau die gibt es bei Haldi Spoon in Mülheim. Der neue Hotspot für indisches Streetfood serviert seine leckeren Currys nämlich nicht nur klassisch im Schälchen mit Reis, sondern eben auch auf besagter Kreuzung aus Naanbrot und Pizza. Zugegeben: Die Idee, eine Pizza mit Blumenkohl, Kartoffeln, Currysoße und Paneerkäse zu belegen, klingt zunächst seltsam, stellt sich in der Umsetzung aber als wunderbar fluffige und dazu noch überaus köstliche Angelegenheit heraus. Unsere Empfehlung: Gönnt euch die Naanizza mit Aloo Gobi, ihr werdet es nicht bereuen! Sollte euch indische Pizza doch zu experimentell sein, werdet ihr mit dem würzigen Tikka Masala aber genauso happy.

3

© Christin Otto Croissants und Co. bei Goodchild im Agnesviertel

Wer auf der Suche nach den besten Croissants der Stadt ist, der sollte diesen Geheimtipp definitiv austesten: Goodchild im Agnesviertel. Ob nun klassisch, mit Schokolade oder Mandeln – die Croissants von Goodchild sind einfach nur himmlisch. Von außen schön knusprig und im Inneren herrlich fluffig und buttrig – wie in Frankreich eben. Der flüssige Kern des Mandelcroissants besteht übrigens nicht aus Marzipan, sondern aus einer selbstgemachten Mandelcreme, die einfach nur zum Reinlegen ist. Zusätzlich gibt es köstliche Törtchen und Tartelettes. Zu euren Leckereien könnt ihr euch natürlich auch Kaffee bestellen – die Bohnen stammen aus der Rösterei Vier in Düsseldorf und sind geschmacklich ebenfalls ein Träumchen.

4

© Christin Otto Veganes Sushi und Fish Tatar bei Udum

Dort, wo früher das Well Being zu Hause war, ist ein neuer Mieter eingezogen, der ebenfalls auf vegane Leckerbissen setzt. Das Udum punktet mit einer riesigen Auswahl, die von veganen "Chicken" Wings und knusprig gebackenen "Shrimps" bis hin zu Bao Buns und Bowls reicht. Als absolutes Highlight erweisen sich aber die Sushi-Röllchen und das "Fish Tatar". Beidem merkt man kaum an, dass dafür kein Tier sterben musste. Der vegane Lachs auf Tapioka-Basis kommt dem schwimmenden Pendant in Sachen Konsistenz und Geschmack nämlich so nah, dass man sich ernsthaft fragen muss: Wozu überhaupt noch Fisch essen? Dazu ist all das auch noch so fotogen – da zücken garantiert nicht nur Food-Blogger*innen die Kamera. Wetten?!

5

© Christin Otto Patisserie vom Feinsten im Sonntags

Vom Pop-up zum eigenen Café – diesen Sprung haben Julian und Inga mit ihrer Patisserie Sonntags gewagt. Während des Lockdowns haben die beiden den Kölner*innen vor allem die Wochenenden mit ihrem Fensterverkauf im Zimmermann's versüßt – nun sorgen sie im eigenen Laden in Sülz auch unter der Woche für zuckersüße Glücksmomente. Die Zimtschnecken gehören ohne Frage zu den besten der Stadt, aber auch die köstlichen Cookies, die Cannele de Bordeaux, die Cupkeks und die Macarons in verschiedenen Geschmacksrichtungen sind jede Sünde wert.

6

© Nicola Dreksler Dicke Tortenstücke und grazile Tartelettes im Café Osterspey

Nachdem das Osterspey in Sülz jahrelang verschwunden war, ist das Traditionscafé an der Luxemburger Straße nun zurück – und dank der Konditor-Meister*innen Lea und Kevin weht nun ein neuer, süßer Wind. Die beiden backen alles selbst und täglich frisch. Neben Sahne-, Baiser-, Eissplitter- und Buttercremetorten bekommt ihr hier auch Obst- und Schokotörtchen, Zitronen-Tartelettes, Croissants, Pain au Chocolat und vieles mehr. Die Auswahl ist so groß, dass man sich kaum entscheiden kann – hinzukommt, dass die kleinen und großen süßen Sünden auch noch verdammt gut schmecken. 

7

© Christin Otto Kaffee und malaysische Teilchen im Ain Café

Ehrenfeld ist um ein Café reicher und um ein besonders gemütliches noch dazu. Das Ain Café an der Ecke zur Senefelder Straße punktet nicht nur mit einer besonders bunten Fassade, sondern auch mit chicem Interieur, bei dem warme Holztöne und gemütliche Sitzecken auf jede Menge Pflanzen treffen. Selbst auf den Fensterbänken darf man es sich gemütlich machen und beim Blick nach draußen seinen Kaffee schlürfen. Für den kleinen Hunger bietet das Ain eine bunte Teilchen-Auswahl an, bei der auch der malaysische Background von Inhaberin Ain zum Tragen kommt, die das Café zusammen mit ihrem Mann Tobias führt. Neben Klassikern wie Croissants und Bananenbrot bekommt ihr hier nämlich auch Kuih Bakar – eine Art grüne Pudding-Schnitte – und orientalisch gefüllte Teignester. Und falls es euch langweilig wird: Direkt neben dem Eingang steht ein Bücherschrank, in dem sich bestimmt etwas Lektüre findet.

8

© Christin Otto Specialty Coffee bei Blooming Coffee

Nur einen Katzensprung vom Neumarkt entfernt gibt es eine neue Adresse für erstklassigen Kaffee. Das Café von blooming coffee ist zwar kaum größer als ein geräumiges WG-Zimmer, dafür aber so minimalistisch chic, dass man sich ein bisschen fühlt wie in einem dieser hippen Läden in Amsterdam oder Berlin. Der Kaffee überzeugt Fans gut gebrühter Bohnen garantiert: schonend geröstet, fair, nachhaltig – und vor allem richtig lecker. Perfekt zum Wachwerden und Runterkommen zugleich, denn dank der versteckten Lage trinkt man seinen Kaffee bei blooming coffee auch mitten in der City fernab vom Trubel.

9

© Christin Otto Bunte Poké- und Smoothie-Bowls bei Bowltastic

Wer von bunten Bowls gar nicht genug kriegen kann, für den gibt es seit dem Sommer 2021 eine weitere Adresse für bunte Schüsselkost: Das Bowltastic serviert an der Hohe Pforte nicht nur Poké Bowls, die einen gesunden Lunch hermachen. Auch Smoothiebowls könnt ihr hier verputzen und die eignen sich bekanntlich hervorragend als fruchtig-frischer Start in den Tag. Egal, ob süß oder herzhaft – eure Bowls könnt ihr euch im Bowltastic nach Wunsch zusammenstellen lassen. Wer nicht lange überlegen will, kann sich aber auch einfach für eine der Signature Bowls entscheiden. Für den süßen Abschluss empfiehlt sich übrigens das Mochi-Eis.

10

© Aix Simple Soulfood Kitchen im Aix in Braunsfeld

Mit dem Köski Royal ist es Charlotte Mieß-Paulssen schon einmal gelungen, dem beschaulichen Braunsfeld etwas mehr Leben einzuhauchen. Im Sommer 2021 hat sie nachgelegt und am Clarenbachplatz ihr erstes eigenes Bistro eröffnet. Optisch ist der Laden ebenso ein Hingucker wie ihr Köski auch. Kulinarisch hat sich die quirlige Kölnerin im Aix nun "Simple Soulfood Kitchen" auf die Fahnen geschrieben. Wegen der kleinen Küche gibt es zwar keine aufwendig gekochten a-la-carte-Gerichte, dafür aber lunchtaugliche Bowls mit Hummus und Salat. Auch auf Kaffee und Kuchen könnt ihr hier vorbeischauen.

11

© Marx & Engels Im Burgerparadies bei Marx & Engels

Direkt an der Venloer Straße liegt die neue Heimat von Marx & Engels – ein echtes Paradies für Burger-Fans. Viele kennen den Laden wahrscheinlich schon aus der Zeit, als er noch an den Ringen zu finden war. Für die leckeren Burger dürften die ehemaligen Stammgäste aber auch nach Ehrenfeld tingeln. Schließlich wird Qualität und Regionalität bei Marx & Engels großgeschrieben: Die Burger-Buns kommen vom Bio-Bäcker, das Rindfleisch stammt aus nachhaltiger Zucht. Hausgemachte Saucen und frische Beilagen runden das Konzept ab. Vegetarische und vegane Burger gibt es natürlich auch. Dazu dürft ihr euch über ein Frittenangebot freuen, das keine Wünsche offen lässt: Süßkartoffelpommes, Chili Parmesan Pommes, Handmade Pommes oder doch lieber Trüffel Pommes? Ihr habt die Wahl!

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