11 Touristen-Highlights, die man auch als Kölner*in besuchen sollte

Während viele Kölner*innen den Sommerurlaub in der eigenen Stadt erst durch für sich entdeckt haben, müssen wir sagen: Wir sind die letzten Jahre in den warmen Monaten nie weggefahren, denn der Sommer in Köln ist schon etwas ganz Besonderes. Damit sich das Ganze aber doch ein wenig nach echtem Urlaub anfühlt, solltet ihr nicht immer an den gleichen Spots im Grüngürtel abhängen, sondern eure Stadt vielleicht mal mit unbescholtenen Touristen-Augen sehen.

Denn es gibt einige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die uns zwar irgendwie ständig begegnen, aber in all der Selbstverständlichkeit einfach untergehen. Legt also eure Skepsis gegenüber Touristen-Spots ab und macht euch auf zur Hohenzollernbrücke, trinkt ein Kölsch im Gaffel am Dom, streift durch das Museum Ludwig und ackert euch mal wieder über mehr als 500 Stufen bis hoch zum Dom.

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© Christin Otto Über 533 Stufen bis zur Spitze des Kölner Doms

Was zeigt man seinem Besuch, wenn er in Köln ist? Den Dom natürlich! Dabei lautete die Devise: Nicht einfach nur rein, sondern auch mal rauf gehen! Denn bei 533 Stufen – so viele sind es bis zur Spitze des Südturms – trainiert man nicht nur die Oberschenkel, sondern wird oben auch noch mit einer hervorragenden Aussicht über Köln belohnt. Das ist nicht nur was für Köln-Besucher – das sollte auch jede*r Kölner*in mal gemacht haben. Kleine Warnung jedoch: Schwindelfrei solltet ihr am besten schon sein, denn die Gittertreppe für das letzte Stück bis ganz nach oben hat es in sich.

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© Nicola Dreksler Tropisch schön in der Flora und dem Botanischen Garten

Jährlich kommen mehr als eine Millionen Menschen in die Flora und den anliegenden Botanischen Garten. Kein Wunder: Auf über elf Hektar könnt ihr hier 12.000 Pflanzenarten aus aller Welt bestaunen. Hinzu kommen englische Gärten, Springbrunnen und Gewächshäuser, die subtropische Pflanzen beheimaten. Vor allem der Wintergartenpalast hat etwas Majestätisches. Im Frühling könnt ihr hier den Krokussen beim Wachsen zuschauen. Es gibt viel zu sehen – und zu riechen. Die zahlreichen Duftpflanzen sind besonders für Blinde interessant. Falls euch bei all den Eindrücken der Hunger überkommt, empfehlen wir einen Besuch im Dank Augusta.

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© Celina Albertz | Unsplash Mit der Seilbahn über den Rhein gondeln

Als die Gondeln der Kölner Seilbahn im Juli 2017 plötzlich stehen blieben und 75 Fahrgäste von Höhenrettern befreit werden mussten, sorgte das bundesweit für Aufsehen. Danach war erstmal lange Zeit Schluss mit der lustigen Gondelei über den Rhein. Inzwischen ist aber alles wieder sicher und das Bergungskonzept für Notfälle wurde überarbeitet. Also können wir (hoffentlich) wieder ganz beruhigt einsteigen und bei der Fahrt von Riehl nach Deutz den Blick über die Stadt genießen. Zum Glück – schließlich hat man von da oben einen tollen Blick auf Köln, den Dom und die, nun ja, auch auf die Nackideis in der Claudius Therme. Bei regelmäßigen Specials wie der "Kölner Nacht der Seilbahn" oder der "Herbstnachtfahrt" darf sogar bis Mitternacht gefahren werden, sodass ihr die Lichter der Stadt von eurer Gondel aus beobachten könnt.

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© Christin Otto Die Aussicht auf dem Kölntriangle genießen

Wer die wohl beste Aussicht über Köln und auf den Dom genießen will, der muss nur die Hohenzollernbrücke in Richtung Deutz überqueren. Dort steht es nämlich – das 2005 fertiggestellte Bürohochhaus "KölnTriangle", das seither die Deutzer Skyline prägt. Mit über 100 Metern Höhe liegt das Gebäude quasi auf Augenhöhe mit dem Kölner Dom, den man vom obersten Stockwerk aus auch bestens bewundern kann. Drei Euro kostet die Fahrt zur Aussichtsplattform – mit dem Fahrstuhl und somit ohne endloses Treppensteigen. Fans von DSDS kennen die Plattform vielleicht aus dem Fernsehen, denn da wurde in mehreren Staffeln das Casting durchgeführt. Dabei gibt es hier eigentlich nur einen Superstar: diese Aussicht! Wer zum Sonnenuntergang am liebsten auch noch ein leckeres Essen serviert bekommt, der sollte im KölnSky-Restaurant einen Platz reservieren.

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© Christin Otto Am Altstadt-Rheinufer entlang flanieren

Am Rheinufer in der Altstadt entlang zu flanieren, mag wie ein Touri-Ding klingen, aber auch die Kölner*innen genießen das Flair bei schönem Wetter gerne. Da tollen Kinder im Wasserspielplatz, auf den Wiesenflächen des Rheingartens wird gelesen und sich gesonnt, auf der Mauer an der Fankenwerft trinken Freund*innen gemeinsam ein Büdchen-Bier und in den Gasthäusern am Buttermarkt wird gegessen und Kölsch getrunken. All das mit Groß St. Martin und den wunderschönen bunten Altstadt-Häuschen im Rücken.

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© Pixabay Im Schatten der Kranhäuser am Rheinauhafen spazieren

Neben dem Dom sind auch die Kranhäuser am Rheinauhafen längst zum Wahrzeichen der Stadt und bekanntem Teil der Kölner Skyline geworden. Kein Wunder also, dass es Besucher*innen dorthin zieht und sich manch eine*r fragt, wie wohl das Apartment von Poldi aussieht und wie der Blick da oben so ist. Wir würden mal behaupten: Bestimmt erstklassig. Schließlich ist auch der Blick von unten schon richtig gut. So direkt am Rhein, im Schatten der Kranhäuser zu flanieren – das lässt auch kölsche Herzen höher schlagen. Und als echte*r Kölner*in weiß man natürlich auch, wo man am besten eine Pause einlegt: im Johann Schäfer Biergarten mit Fritten, Rippchen und Südstadt Pils.

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© Christin Otto Auf Entdeckungstour im Museum Ludwig

Wenn das Wetter nicht zum Draußensein animiert, ist ein Museumsbesuch die perfekte Alternative. In Köln empfiehlt sich da natürlich das Museum Ludwig, denn hier jagt ein Superlativ den nächsten. Die umfangreichste Pop Art Sammlung Europas, die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, eine der besten Sammlungen zum deutschen Expressionismus und eine der international bedeutendsten Sammlungen zur Fotografie sind hier zu finden. Kein Wunder also, dass das Museum Ludwig nicht nur zu den berühmtesten, sondern auch den beliebtesten Ausstellungshäusern der Stadt gehört.

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Immer was los im Gaffel am Dom

Aufgrund der Lage ist im Gaffel am Dom immer Betrieb. Sieben Tage die Woche wird hier Kölsch gezapft, was das Zeug hält. An einer der zahlreichen Tischen findet man eigentlich immer einen Platz. Wer am Wochenende oder abends kommt, sollte bisschen Glück mitbringen. Ansonsten gibt es hier leckeres Gaffel und natürlich zahlreiche deftige Speisen. Aber auch Vegetarier*innen kommen auf ihre Kosten. Zudem gibt es verschiedene Events – auch Fußballspiele werden gezeigt.

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© Christin Otto Mit dem Schiff über den Rhein schippern

Mit dem Schiff über den Rhein schippern – das mag sich vielleicht anhören wie Tourikram. Tatsächlich bringt das aber selbst dann Spaß, wenn man schon seit Ewigkeiten in Köln wohnt. Egal, ob nun die einstündige Panoramafahrt entlang der Altstadt-Rheinpromenade oder doch die längere Tour bis ins Siebengebirge – vom Wasser aus lässt sich Köln hervorragend aus anderer Perspektive entdecken. Übrigens: Wer seinen Geburtstag auf dem KD-Schiff verbringt, bekommt für sich und eine Begleitperson eine Ermäßigung in Höhe von 50% auf alle Panorama- und Linienfahrten. Die ermäßigten Tickets müssen am Tag des Geburtstages am KD Ticket Office erworben werden.

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© Florian Wehde | Unsplash Liebesschlösser zählen auf der Hohenzollernbrücke

Die Hohenzollernbrücke steuert wahrscheinlich jeder Touri bei einem Köln-Besuch an. Klar, allein die schiere Masse ist schon ziemlich beeindruckend. Hinzukommt, dass das Ganze ein super Fotomotiv ist und auch die Inschriften der Schlösser haben mitunter großen Unterhaltungswert. Wer ganz viel Zeit mitgebracht hat, kann sich ja mal daran versuchen, all die Schlösser zu zählen. Über Kölns berühmteste Brücke zu spazieren, ist übrigens nicht nur was für Touris. Auch für Kölner*innen ist der Anblick bezaubernd – und damit meinen wir nicht nur die Liebesschlösser, sondern vor allem die tolle Sicht auf den Rhein und die Altstadt.

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© Christin Otto Den Dom vom Rheinboulevard aus beobachten

Das Gute an der Schäl Sick? Man kann hervorragend auf den Dom gucken – und das am besten vom Rheinboulevard aus. Die Treppenstufen am Rhein sorgen öfters mal für Schlagzeilen. Fest steht aber: Hier kann man echt gut chillen. Die Sonne scheint bis zum Abend und wenn die Abendsonne den Dom plötzlich in Rosarot taucht, dann ist das fast zu schön, um schäl zu sein. Ob in einer Gruppe oder alleine mit einem guten Buch: Am Rheinboulevard lässt es sich aushalten. Und falls es doch mal zu kalt sein sollte, um den ganzen Abend draußen zu sitzen, dann sucht euch doch einfach ein Plätzchen im Grissini direkt am Rheinboulevard – durch die große Fensterfront verliert ihr den Dom selbst bei Essen und Drinks nie aus den Augen.

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