11 Club-Typen, die ihr in Köln beim Feiern trefft

© Sam Mar | Unsplash

Durch die Corona-Pandemie sind die Clubs und wir Kölner*innen in eine echte On-Off-Beziehung geraten. Mal sind wir unzertrennlich, mal konnten wir uns monatelang nicht sehen. Wenn wir dann aber mal in den Clubs unterwegs sind, begegnen uns endlich wieder die vielen feierwütigen Kölner*innen, die ihren Traum vom Kölner Nachtleben definitiv auf unterschiedliche Weise interpretieren. Da wäre zum einen das Ringe-Publikum, dann die "Am-Büdchen-Hängenbleiber*innen" und natürlich diejenigen, die eigentlich den ganzen Abend nur ihrem geschlossenen Lieblingsclub hinterhertrauern, während sie stattdessen in einem zweitklassigen Ersatz tanzen müssen. Wir haben die 11 Kölner Club-Typen und ihre Eigenarten für euch aufgeschrieben.

1. Das Ringepublikum

Wenn die Frise nach zwei Stunden endlich sitzt, alle Hemden gebügelt sind, die Schuhe für den Clubaufenthalt poliert wurden und das fette Auto vorfährt, wissen wir alle: It’s Ringe-Time! Whoop! Der Tisch ist reserviert, die erste Flasche Schampus wird schon herangetragen, und was ist das? Tischfeuerwerk? Mega! Was für die einen das absolute Highlight der Woche ist, ist für andere der reinste Horror. Naja, Letztere können ja weiterhin das tun, was am Wochenende sowieso für viele an der Tagesordnung steht: einen großen Bogen um die Ringe machen.

2. Am-Büdchen-hängenBleiber*innen

© Matze Hielscher

Diese besondere Spezies trefft ihr definitiv nicht im Club, sondern höchstens auf dem Weg zur Party – oder eben auf dem Heimweg. Man könnte meinen, die Büdchenfanatiker*innen könnten sich einfach nicht losreißen und würden es deshalb nicht bis in den Club schaffen – wenn sie ehrlich sind, ist ihnen das entspannte Chillen unter freiem Himmel aber sowieso viel lieber. Da kann man schließlich das Partyvolk beobachten, mit den Büdchenbesitzer*innen schnacken und überhaupt ist das Kölsch auch viel billiger als im Club! 

3. Technolover

Während sie und ihre gepuderten Näschen im Odonien oder im Gewölbe Stammgäste sind, würden Technolover ihr Geld lieber verbrennen, statt auf den Ringen feiern zu gehen. Feierngehen ist für sie kein kommunikatives Abendvergnügen, sondern eine spirituelle Erfahrung. Die Reinigung der Seele quasi! Sprecht ihr sie auf der Tanzfläche an, erntet ihr böse Blicke – wir sind hier schließlich nicht, um miteinander zu reden, ok? Also lasst es am besten, macht eure Augen zu und genießt die Tunes von diesem unfassbar angesagten DJ aus Berlin. Den kennt ihr nicht? Oh man!

4. Hauptsache Trash

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Trash Island, Trashpop – was auch immer, Hauptsache Trash! Während ihr noch euren Geldbeutel und Schlüssel sucht, stehen die Trashfans schon komplett betrunken und mit dem Signature-Neon-Stirnband um den Kopf in der Tür und warten darauf, dass es endlich zur absoluten Eskalations-90er-Sause losgeht. Wann läuft Cher? Haben wir "I'm blue, da ba dee, da ba dey" schon verpasst? Oh mein Gott, ist das "Barbie Girl"?

5. Altstadt-Tourist*innen

Der Lieblingsclub aller Tourist*innen ist definitiv eins der Brauhäuser in der Altstadt. Wie, Brauhäuser sollen keine Clubs sein? Na da kennt ihr die Leute aus der Eifel, dem Bergischen und Co. aber nicht! Schließlich treffen die sich zum Schunkeln, Mitgröhlen und vor allem zum Kölsch-Tanken am liebsten in der urigen Altstadt. Hier gilt: Solange der Köbes noch ein Kölsch bringt, wird weitergetrunken! Oft trifft man diese Menschen übrigens in Verbindung mit einer anderen, ganz besonderen Spezies: Junggesell*innen. Rette sich, wer kann!

6. Nachtrauer*innen

© Heinz Gaul

„Oh man, nichts kommt an das Underground ran“, „Erinnert ihr euch noch an die Papierfabrik“, „Wieso hat jetzt auch noch das Heinz Gaul zugemacht“, „Früher war alles besser“ – wenn du diese Sätze schon mal gehört hast, bist du beim Feiern wohl auf Clubnachtrauer*innen gestoßen. Kein Wunder, davon gibts in Köln schließlich eine ganze Menge. Immer, wenn uns ein Club so richtig ans Herz gewachsen ist, wird der nämlich aus irgendwelchen Gründen – meistens Bauprojekten – geschlossen. Diese Club-Typen verbringen die Zeit auf Partys seitdem damit, ihre liebsten Erinnerungen aufleben zu lassen – oder einfach nur darüber zu lästern, wie scheiße die Clubauswahl doch geworden ist. 

7. Ballermann-Ultras

Es gibt nur ein Gas – Vollgas! Diejenigen, die an Karneval lieber Mickie Krause als Brings hören und jedes Jahr den obligatorischen Sommerurlaub in Malle buchen, sind auch in Kölle an einer ganz bestimmten Stelle anzutreffen: natürlich in der Klapsmühle. Freibier oder Drinks für 50 Cent, ein kleines Fässchen zum Geburtstag und noch dazu Ballermann-Feeling das ganze Jahr über. Was könnte es Schöneres geben? Naja, für manche Kölner*innen wohl: so einiges.

8. Zülpi-Saufis

© Nicola Dreksler

Eigentlich hatten sie so viele Pläne – und dann sind sie doch wieder auf der Zülpicher Straße hängengeblieben. In der Shotsbar sind mal wieder zwei, drei Kurze zu viel geflossen, beim "Späti" am Zülpicher Platz war einfach sooo gute Stimmung und dann kommen sie auch noch auf die glorreiche Idee, im Museum ihre musikalischen Talente beim Karaoke auszupacken? Klar, dass da keine Zeit mehr für den Club bleibt.

9. Secret-Raver*innen

Wenn ihr nicht selbst zu diesem Völkchen gehört, bekommt ihr die Secret-Raver*innen wohl eher nicht zu Gesicht. Denn sie sind offensichtlich: bei Secret Raves. Irgendwo im Wald, unter Brücken oder in alten Ruinen schleppen sie ihre fetten Boxen übers Feld und halten aufmerksam Ausschau nach dem ersten Blaulicht. Sie sind wahrscheinlich die exzessivsten aller Feiermäuse, denn selbst von Lockdowns und Pandemien lassen sie sich nicht abhalten. Ihr fragt euch, ob eure Freund*innen vielleicht heimlich zu dieser Gruppe gehören? An jeder Menge Whatsapp-Gruppen, in denen ausschließlich Standorte verschickt werden, werdet ihr es erkennen.

10. Gruppen-Manager*innen

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Sie haben schon die ganze Woche über die besten Partys ausgecheckt – am besten natürlich immer mit Hilfe ihres liebsten Stadtmagazins. Mit einem perfekten Prio-Plan und den Top-Vorschlägen fürs Wochenende wollen sie in der Whatsapp-Gruppe endlich in die Partyplanung starten – allerdings haben sie die Rechnung ohne ihre entscheidungsunfreudigen Freund*innen gemacht. Der eine will ins Belgische, die andere lieber nach Ehrenfeld und dann will auch noch jemand ins Bootshaus? Kein leichter Job!

11. Die belgischen Hipster

Im Einheitslook mit hochgekrempelter Hose und freien Öhrchen unter der Mütze ziehen sie abends durchs Belgische, bevor sie sich für einen Club auf der Aachener Straße entscheiden oder im Sixpack versacken. Falls ihr Single seid, erkennt ihr sie vermutlich schon daran, dass ihr jeden einzelnen von ihnen schon hundertmal auf Tinder gesehen habt – Tindern ist nämlich neben dem Pflegen ihrer Coolness ihre zweitliebste Beschäftigung. Ob ihr sie jetzt auch ansprecht? Naja, müsst ihr selbst wissen!

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