11 Dinge, die ihr mit wenig Geld in der Innenstadt machen könnt

Die Innenstädte deutscher Metropolen gehören wohl immer zu den teuersten Pflastern – das gilt auch für Köln. Nicht nur die Mieten sind im Zentrum hoch, auch beim Shoppen, Essen und Ausgehen kann man schnell viele Scheine loswerden. Wer eher knapp bei Kasse ist, muss aber nicht zwingend einen großen Bogen um die Innenstadt machen. Schließlich könnt ihr dort auch ohne dickes Bankkonto viel erleben. Wir haben uns mal nach kostengünstigen Möglichkeiten in der City umgeschaut und haben 11 Tipps für Sparfüchse zusammengetragen.

© Christin Otto

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Onigiris und mehr kaufen bei Tains in der Innenstadt

Das Quincy-Einkaufszentrum an der Breite Straße hat einen neuen Mieter: den Asiamarkt Tains. Dort findet ihr nicht nur eine riesige Auswahl an asiatischen Lebensmitteln, sondern könnt euch direkt auch noch einen Snack für zwischendurch mitnehmen. Wie wäre es also mit dem beliebtesten japanischen Pausensnack – einem Onigiri? Die kleinen Reisdreiecke sind von einem knusprigen Noriblatt ummantelt und mit unterschiedlichen Dingen wie zum Beispiel Thunfisch gefüllt. Im Tains bekommt ihr die leckeren Snacks für schmale 2,50 Euro. Wer etwas mehr Geld übrig hat, kann an der im Laden integrierten Frischetheke aber auch Sushi kaufen.

© Rheinisches Bildarchiv, Köln/ Chrysant Scheewe

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Freier Eintritt zu den Museen am Köln-Tag

Köln hat jede Menge tolle Museen und spannende Ausstellungen zu bieten. Wer sich den Eintritt in die städtischen Häuser gerade nicht leisten kann oder will, muss nur auf den sogenannten Köln-Tag warten. Jeden ersten Donnerstag im Monat (außer an Feiertagen) haben nämlich alle Kölner*innen freien Eintritt zu den Ständigen Sammlungen. Einfach Personalausweis mitbringen, fertig. Das Beste: Die Museen sind am Köln-Tag bis 22 Uhr geöffnet.

© Frites Belgique

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Frites Belgique – belgische Fritten an der Hohe Straße

Wenn euch bei einer Shopping-Tour in der Innenstadt der Heißhunger überkommt, findet ihr bei Frites Belgique ebenso heiße Abhilfe. Der kleine Imbiss an der Hohe Straße versorgt euch mit original belgischen Pommes – hausgemacht aus frischen Kartoffeln und doppelt frittiert. Ebenfalls hausgemacht sind die vielen verschiedenen Saucen, die ihr zu euren Pommes bestellen könnt. Klassiker wie Spezial, Joppie- und Erdnusssauce sind natürlich auch dabei.

© Holger Talinski

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Kostprobe beim Kölner Philharmonie Lunch

Ziemlich schade, dass kurzfristige Karten zu klassischen Konzerten oft recht teuer sind, wenn man nicht gerade einen Studiausweis vorzeigen kann. Aber Moment, da war doch was: Beim Kölner Philharmonie Lunch gibt es zwar kein Essen, dafür aber eine saftige Portion Klassik, ohne Frack und ohne Eintritt. An ausgewählten Donnerstagen öffnen die Pforten um Punkt 12 Uhr zum 30-minütigen Probenbesuch. Zu hören gibt’s das hauseigene Gürzenich-Orchester, das WDR Sinfonieorchester Köln sowie wechselnde Solist*innen und Ensembles – die perfekte Kostprobe für musikhungrige Klassik-Fans und die, die es noch werden wollen.

© billow926 | Unsplash

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Think Twice – Second-Hand-Mode hoch zwei

Gleich zwei Mal in Köln vertreten – und das in bester Lage – ist das Think Twice. Den Second-Hand-Store findet ihr nämlich nicht nur an der Ehrenstraße mitten in der Kölner City, sondern nun auch an der Severinstraße in der Südstadt. Das Konzept jedoch ist in beiden Filialen dasselbe: Gebrauchter, aber schöner Kleidung ein zweites Leben schenken – weil es nicht nur nachhaltiger ist, sondern auch Spaß macht. Denn hier könnt ihr nach Lust und Laune stöbern, tolle Einzelteile ergattern – und das auch noch zu echt günstigen Preisen.

© Rievkoochebud

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Ab zur Rievkoochebud in der Salzgasse

Die Altstadt ist nur was für Touris? Denkste! In Sachen Reibekuchen findet sich in der Salzgasse, also unweit vom Heumarkt, ein echtes Highlight: Kölner*innen, die hier schon mal in die frischen, knusprigen Reibekuchen gebissen haben, kommen ins Schwärmen. Dazu gibt's selbst gemachte Soßen und Dips wie Knoblauchcreme, Kräuterquark, Apfelmus oder einen Honig-Chili-Dip. Außerdem könnt ihr eure Küchlein natürlich auch mit Preiselbeeren oder Räucherlachs toppen lassen. Eine kleine Portion mit vier Reibekuchen bekommt ihr schon für 3,50 Euro.

© Christin Otto

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Bücherschnäppchen in der Innenstadt bei BUNT

Wer auf der Suche nach günstigem neuen Lesestoff ist, sollte bei BUNT vorbeischauen. Denn neben aktuellen Büchern verkauft der Laden preisreduzierte Bücher, Restauflagen, Sonderausgaben und Mängelexemplare. Bunt ist gleich zweimal in Köln zu finden – an der Breite Straße mitten in der Innenstadt und auf der Venloer Straße in Ehrenfeld. Das Besondere: nach Bedarf kauft BUNT auch gut erhaltene Bücher an.

© Unsplash

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Den Dom von innen bestaunen

Sich den Dom mal von innen anzusehen, ist längst nicht nur was für Touris. Auch Kölner*innen sollten immer mal wieder einen Blick nach drinnen werfen. Nicht nur, weil man sich dort bei Hitze wunderbar abkühlen kann, sondern auch, weil im Dom einige Highlights warten wie zum Beispiel das Gerhard-Richter-Fenster. Nichts für heiße Tage, aber sonst trotzdem immer wieder ein Erlebnis: die Turmbesteigung. 533 Stufen müsst ihr dafür hinter euch bringen, belohnt werdet ihr aber mit einem herrlichen Blick über Köln. Den Dicken Pitter – die Glocke des Doms – trefft ihr auf eurem Weg auch noch.

© Christin Otto

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Vietnamesisch schlemmen im Chum Chay

Das vielleicht beste Veggie-Restaurant Kölns findet ihr versteckt in einem Hinterhof am Friesenwall. Koch Toni ist kein Unbekannter. Im Lu am Zülpicher Platz hat er zuvor bereits bewiesen, dass ihm in Sachen vietnamesischer Küche niemand so schnell etwas vormacht. Im Chum Chay setzt er nun voll und ganz auf vegetarische Küche. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Absolutes Comfort Food zu günstigen Preisen. Die Hauptgerichte kosten unter zehn Euro. Wer's cremig mag, sollte die Reisnudeln mit gelbem Curry (Bun Ca Ri) probieren, Suppen-Liebhaber*innen ordern am besten eine Pho und wer Tofu liebt, sollte unbedingt unser Lieblingsgericht probieren: den panierten Bio-Tofu mit Zitronengras-Kokos-Sauce (Bun Dau Sot Dua). Bei schönem Wetter könnt ihr hier übrigens auch wunderbar draußen unter Sonnenschirmen essen.

© Christin Otto

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Selbstbedienung im Rex am Ring

Das Rex am Ring ist ein Kölner Traditionskino. 1928 wurde es eröffnet – damals noch unter dem Namen „Lichtspiele des Westens“. 2014 dann die Schließung. Drei Jahre dauerte es, bis das Rex 2017 den Betrieb wieder aufnahm – modernisiert und mit neuer Technik ausgestattet. Heute gibt es hier sieben Säle und Snacks aus dem Selbstbedienungs-Bereich. Kino ohne großes Drumrum eben – dafür aber günstiger als viele Konkurrenten. Wer Schnäppchen liebt, geht am besten donnerstags ins Rex – dann ist Kino-Tag und Tickets sind mit 4,50 Euro besonders preiswert. 

© Christin Otto

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Jazz in der Altstadt: Papa Joe’s Jazzlokal

Wer Fan von abendlicher Live-Musik ist, sollte bei Papa Joe's in der Altstadt vorbeischauen. In Papa Joe’s Jazzlokal "Em Streckstrump" am Buttermarkt spielen jeden Abend wechselnde Jazzbands, sonntags sogar zwei. Und das seit 45 Jahren. Die Getränkepreise sind hier zwar nicht die günstigsten, dafür ist der Eintritt frei – also bekommt ihr hier sozusagen Konzerte zum Schnäppchenpreis. Übrigens hat "Papa Joe" – damit ist die kölsche Legende Joe Buschmann gemeint – gleich zwei Jazzmusik-Locations in Köln gegründet: Die zweite Location – der Biersalon "Klimperkasten" – liegt direkt um die Ecke am Heumarkt und ist vor allem für seine Sammlung altmodischer Musikinstrumente bekannt, die nach Münzeinwurf von selbst spielen. 

  • Em Streckstrump Buttermarkt 37, 50667 Köln
  • Em Streckstrump: Freitag: 17–2 Uhr, Samstag: 11–2 Uhr , Klimperkasten: Freitag – Samstag: ab 19.30 Uhr
  • Eintritt frei

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