11 Tipps und Anlaufstellen, um Tieren zu helfen

Wer aufmerksam durch die Straßen Kölns spaziert, hat vielleicht schon mal das ein oder andere hilfsbedürftige Tierchen entdeckt. Gerade im Sommer gilt es, aufzupassen: Wenn die Schattenplätze am Aachener Weiher rar sind und das Schwitzen kein Ende nimmt, dann ist nicht nur uns heiß. Für die Tiere da draußen kann die Hitze echt gefährlich werden. Und auch eure Haustiere brauchen dringend Abkühlung. Wir haben 11 Tipps für euch, wie ihr Tieren helfen könnt und welche Anlaufstellen es in Köln gibt.

1. Eichhörnchen

© Lisa Bachmann

Die süßen orangenen Tierchen auf den Bäumen brauchen unsere Hilfe. Und ihnen zu helfen, ist supereasy! Stellt einfach Wasserschalen auf eurem Balkon oder im Garten auf. Passt auf, dass die nicht gerade am Lieblingsplatz der Nachbarskatze stehen. Wechselt jeden Tag das Wasser und reinigt die Schale, damit sich keine Bakterien bilden. Und dann werden die Eichhörnchen immer wieder zu euch kommen, versprochen.

Anlaufstelle im Notfall: Private Eichhörnchenhilfe Bergisch Gladbach | Kontakt: 01590-3077565 | Mehr Info

2. Insekten

Auch den kleinen Krabbeltierchen macht die Trockenheit zu schaffen. Große Wasserschalen sind für Insekten aber gefährlich. Dort können sie zwar rein krabbeln, kommen aber nicht mehr raus und ertrinken. Stellt für sie also flache Schalen mit Steinchen darin auf. Dann können sie problemlos rein und wieder raus krabbeln.

3. Hunde

© Christin Otto

Bei Hunden müsst ihr an heißen Tagen ganz besonders aufpassen. Geht auf keinen Fall in der Mittagshitze mit ihnen spazieren. Der Boden heizt sich an manchen Sommertagen so sehr auf, dass sich eure liebsten Wegbegleiter die Pfötchen verbrennen können. Geht also lieber morgens oder abends mit ihnen raus. Das ist nicht nur für eure Hundis angenehmer, sondern auch für euch.

Anlaufstelle im Notfall: Tierheim Köln-Dellbrück | Kontakt: 0221-684926 | Mehr Info

4. Katzen

Bei so einer Hitze liegen eure flauschigen Vierbeiner meistens nur faul an ihrem Lieblingsplatz rum. Ihnen ist einfach zu warm. Ihr könnt sie ein bisschen abkühlen, indem ihr das Fell immer wieder anfeuchtet. Klar, Katzen sind wasserscheu, aber wenn ihr ein kaltes, nasses Tuch nehmt und es auf den Boden legt, wird es nicht lange dauern, bis eure Katze darauf Platz nimmt. Alternativ könnt ihr sie auch damit zudecken.

Anlaufstelle im Notfall: Katzenschutzbund Köln e.V. | Kontakt: 02234-996484 | Mehr Info

5. Halsbandsittiche

© Pixabay

Wir lieben unsere grünen Halsbandsittiche. Genau wie einige andere Tiere haben sie keine Schweißdrüsen und können nicht schwitzen. Aber auch hier können wir mit keinen Tricks helfen. Stellt zum Trinken und zum Baden eine Wasserschale auf euren Balkon oder eure Terrasse. Wichtig ist ein schattiges Plätzchen, damit sie nicht permanent der Hitze ausgesetzt sind.

Anlaufstelle im Notfall: Wildvogelhilfe Rheinland | Kontakt: 02243-8473555 | Mehr Info

6. Igel

Mit ihren kleinen, kurzen Füßchen krabbeln Igel direkt am Boden entlang – deshalb brauchen sie natürlich eine flache Wasserschale, damit sie daraus trinken können. Aber Vorsicht: Igel vertragen keine Milch, auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig zu halten scheint – also gebt ihnen auch keine. Sie können den Milchzucker nicht verdauen und im schlimmsten Fall sogar daran sterben.

Anlaufstelle im Notfall: Igelschutz-Interessengemeinschaft e.V. | Kontakt: 0202-603403 | Mehr Info

7. Vögel

© Joshua J. Cotten | Unsplash

Wir lieben Freibäder – Vögel lieben Vogelbäder. Und das könnt ihr ihnen super einfach aufbauen. Nehmt einen Blumentopfuntersetzer und befüllt ihn mit Wasser. Das war‘s! Die Vögel können sich darin pflegen und abkühlen. Unter ihrem Federkleid wird es ihnen nämlich ganz schnell ziemlich heiß.

Anlaufstelle im Notfall: Wildvogelhilfe Rheinland | Kontakt: 02243-8473555 | Mehr Info

8. Mäuse, Meerschweinchen & Co.

Euren Meerschweinchen, Kaninchen oder Mäusen zu Hause wird auch ordentlich heiß. Dass ihr den Käfig aus der prallen Sonne stellt, sollte klar sein, oder? Für die Extra-Abkühlung könnt ihr ein Kühlpack oder eine Wasserflasche in oder an den Käfig legen. Passt aber auf: Wenn das Kühlpack aus dem Tiefkühler kommt, wickelt es in ein Geschirrtuch ein, damit sich die kleinen Nager nicht verletzen. Wenn ihr ein hilfsbedürftiges Tierchen in freier Wildbahn entdeckt, wendet euch am besten an Menschen, die sich damit auskennen – zum Beispiel die Nagerrettung Köln.

Anlaufstelle im Notfall: Nagerrettung Köln

9. Bienen & Hummeln

© Unsplash

Wasser ist für Bienen und Wespen lebensnotwendig. Auch für sie könnt ihr eine Tränke bauen. Nehmt einen flachen Teller mit Wasser und legt kleine Zweige als Landeplatz rein. Bienen trinken das Wasser übrigens nicht nur, sondern brauchen es auch, um ihren Bienenstock zu kühlen.

10. Tauben

Ratet mal, was unsere Kölner Stadttauben zum Abkühlen brauchen. Richtig: Wasser, was sonst. Für sie tut es eine große Schale, aus der die Tauben trinken und sich abkühlen können. Stellt sie an einen sicheren und schattigen Ort, damit sich das Wasser nicht aufheizt oder die Tauben in Gefahr vor anderen Tieren sind. Auch für verletzte Tauben, die Hilfe benötigen, gibt es in Köln eine eigene Anlaufstelle.

Anlaufstelle im Notfall: Kölner Taubenhilfe e.V. | Kontakt: 0177-4041067 | Mehr Info

11. Noch mehr Tipps & Anlaufstellen

© Margarita Kosior | Unsplash

Tiere, die in einer Notsituation sind, brauchen schnelle Hilfe. Das Wichtigste ist also, dass ihr aufmerksam bleibt und euch auch um wilde Tiere kümmert. Seid dabei aber vorsichtig und beobachtet, ob ein Tier wirklich hilfsbedürftig ist. Falls ihr ein Tier findet, dass sich aus einer Gefahrensituation nicht selbst befreien kann, könnt ihr euch an den Tiernotruf wenden.

Wenn ihr euch noch weiter informieren möchtet, schaut auf der Seite vom Tierheim Dellbrück vorbei – das Team hat eine Liste mit Tipps zum Umgang mit Wildtieren und weiteren Anlaufstellen zusammengestellt.

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