Pförtnerhäuschen, Schwimmbad, Büdchen: 11 Food-Spots an außergewöhnlichen Orten

Wenn Büdchen, Pförtnerhäuschen oder sogar alte Schwimmbäder und Feuerwachen ihren ursprünglichen Zweck verlieren, heißt das noch lange nicht, dass diese Orte verlassen vor sich hin rotten müssen. Im Gegenteil: Oft sind es gerade diese besonderen Orte, die mit ihrem außergewöhnlichen Ambiente wie gemacht sind für die Gastro. Gegessen wird schließlich immer. Köln macht es vor: eine Rooftop-Bar auf einem ehemaligen Wasserturm, eine Salatbar im einstigen Kiosk oder ein Café im früheren Friseursalon – all das hat unsere Stadt zu bieten und wenn ihr uns fragt, sollte es noch viel mehr solcher Food-Spots an ungewöhnlichen Orten geben.

© Nicola Dreksler

1
Radix & Anima: Kaffee im ehemaligen Pförtnerhäuschen

Radix & Anima – das ist ein ehemaliges Pförtnerhäuschen in Mülheim, das in ein kunterbuntes Café verwandelt wurde. Vorbeischauen könnt ihr auf erstklassigen Specialty Coffee sowie hausgemachte Kuchen und Bananenbrot. Übrigens ist das Essen hier nicht nur vegan, sondern auch frei von Industriezucker. Gesüßt wird stattdessen mit natürlichen Zutaten wie Datteln. Auf der hübschen Terrasse könnt ihr wunderbar die Sonne genießen.

© Christin Otto

2
KWB im Stadtpalais – dinieren im ehemaligen Schwimmbad

Ein Restaurant in einem ehemaligen Schwimmbad? Das gibt es in Köln tatsächlich – und zwar in Deutz. Das KWB im Stadtpalais punktet aber nicht nur mit außergewöhnlichem Ambiente, sondern auch mit feiner, bodenständiger Küche. Freuen dürft ihr euch auf saisonale und regionale Gerichte wie Wild im Herbst und Winter, Forelle aus dem Bergischen Land, aber auch Vegetarisches wie gefüllte Kartoffeltaschen.

© Wolfgang Schiffbauer

3
Nosh Deli – Kölns kleinste (vegane) Salatbar

Was man aus einem alten Büdchen alles machen kann? Eine Salatbar zum Beispiel! Genau das hat sich auch Abu gedacht und das Nosh Deli in einem ehemaligen Kiosk in Sülz eröffnet. Auf sechs Quadratmetern habt ihr hier die Wahl zwischen mindestens sechs verschiedenen, wechselnden veganen Salaten und vier unterschiedlichen Veggie-Balls im Wrap – aus Spinat, Brokkoli, Rote Beete oder einem Kräuter-Mix –, die alle von Abus Mutter hausgemacht sind. Außerdem gibt's Kaffee der Kölner Rösterei Zwoo. Lieben wir!

© Pixabay

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Essen mit Aussicht auf dem Bootshaus Alte Liebe

Es heißt "Alte Liebe rostet nicht". Kölns "Alte Liebe" – ein Bootshaus an der kölschen Riviera in Rodenkirchen – hat allerdings schon einiges mitgemacht. Zwei Brände und eine Kollision hat das schwimmende Restaurant schon hinter sich und wurde immer wieder neu aufgebaut. Zum Glück. Denn so können wir auf der rot-weiß-gestreiften Perle noch immer die Seele baumeln lassen, bei Bier und einem Essen den Blick über den Rhein genießen und uns fühlen wie im Urlaub.

© Marienburger Büdchen

5
Pizza, Kaffee und gemischte Tüte am Marienburger Büdchen

Getarnt als Kiosk bietet das Marienburger Büdchen am idyllischen Südpark längst nicht mehr nur Kaffee, Zeitungen und Kölsch an, sondern auch richtig leckere neapolitanische Pizza in unterschiedlichsten Kreationen. Von Margherita über Pizza mit Thunfisch und Trüffelcreme bis hin zur "Veganchen" oder "Himmel un Ääd" – samt Blutwurst und Apfel – ist hier für jeden Geschmack was dabei. Kaffee – mit Bohnen der Rösterei Ernst –, gemischte Tüten und andere Büdchen-Essentials gibt's hier aber natürlich weiterhin auch.

  • Marienburger Büdchen Am Südpark 0, 50968 Köln
  • Montag – Sonntag: 8–20 Uhr, Pizza: Dienstag – Sonntag: 12–15 Uhr und 16–20 Uhr
© Maxim Abramov | Unsplash

6
Kaffeepause im ehemaligen Friseursalon bei Van Dyck

Eine Espressobar in einem ehemaligen Friseursalon – das findet ihr an der Körnerstraße in Ehrenfeld. Inzwischen bekommt man hier zwar keinen Haarschnitt mehr, sondern richtig guten Kaffee. Doch der 50er-Jahre-Charme des ehemaligen "Figaro von Ihrefeld" weht hier immer noch. Die Architekt*innen haben sich bei der Gestaltung der Räume nämlich von der Vergangenheit des Ladens inspirieren lassen. Zu Cappuccino, Flat White und Co. bekommt ihr in minimalistischem Ambiente auch leckere kleine Naschereien wie Zimtschnecken, Pasteis de Nata und Kuchen. Richtig super: Alle Rohkaffees, die Van Dyck röstet, stammen aus fairem Handel und biologischem Anbau.

© Christin Otto

7
Bar und Hotel in Europas ehemals höchstem Wasserturm

Das Wasserturm Hotel Cologne – der Name lässt es schon vermuten – befindet sich in einer ganz besonderen Location: Europas ehemals höchstem Wasserturm. Während die 150 Jahre alten Gemäuer früher als Wasserspeicher dienten, findet ihr hier nun nicht nur eine elf Meter hohe Lobby und edle Suiten, sondern noch ein weiteres Schmuckstück: die Bar Botanik auf der Dachterrasse. Mit einem fabelhaften Blick über die Stadt könnt ihr hier über den Dächern Kölns spritzige Cocktails mit erlesenen Botanicals und ausgesuchten Spirituosen schlürfen. Ergänzt wird das Ganze durch eine Speisekarte mit regionalen Leckereien, die perfekt auf das Getränkeangebot abgestimmt sind.

© Christin Otto

8
Wein, Spritz und Dinnete im Vince & Vio

Einen perfekten Spot für Day Drinking und laue Sommerabende findet ihr neuerdings in Neuehrenfeld: Das Vince & Vio ist in die ehemalige Apotheke an der Iltisstraße eingezogen und serviert dort süffige Weine und Spritz-Getränke. Dazu gibt es schwäbische Dinnete – das sind lecker belegte Dinkelteigfladen, die der italienischen Pinsa ähneln. Auf der herrlichen Terrasse könnt ihr all das wunderbar in der Sonne genießen. Einziges Manko für die Lauffaulen unter euch: Im Vince & Vio ist Selbstbedienung.

  • Vince & Vio Iltisstraße 15, 50825 Köln
  • Montag, Mittwoch, Donnerstag: 11.30–21 Uhr, Freitag – Samstag: 11.30–22 Uhr, Sonntag: 11.30–21 Uhr
© Christin Otto

9
Tor 1 – das besondere Café am Clouth-Quartier

Das Tor 1 am Clouth-Quatier in Nippes sticht sofort ins Auge, denn die Location dieses Cafés ist eine ganz besondere: Es befindet sich in einem ehemaligen Pförtnerhäuschen. Das sieht nicht nur von außen hübsch aus – auch drinnen wurde alles wunderschön hergerichtet. Morgens wird hier ein simples, aber günstiges Frühstücksbuffet für 11,90 Euro angeboten. Mittags gibt es wechselnde Lunch-Gerichte, nachmittags Kaffee und Kuchen und abends werden Tapas serviert. Unser Tipp für den Sommer: Bestellt euch einen Aperol Spritz oder einen anderen süffigen Drink, setzt euch auf die hübsche Terrasse und genießt die Sonne an diesem besonderen Ort!

© Christin Otto

10
Schön Kaffee in d'r Kopp in der Kaffeebud

Kölsche Büdchen-Kultur trifft auf Third-Wave-Coffee: Was dabei herauskommt, wenn sich ein ehemaliger Kiosk in ein Café verwandelt, könnt ihr euch in der Kaffeebud Ehrenfeld anschauen. Klein, aber gemütlich ist es hier. Und: Der Kaffee schmeckt hervorragend. Ob ihr den am liebsten handgefiltert, aus der AeroPress oder klassisch aus der Siebträgermaschine trinkt, könnt ihr selbst entscheiden. In Sachen Bohnen setzt die Kaffeebud auf die Kölner Rösterei Heilandt. "Schön Kaffee in d'r Kopp", steht an der Wand – eine Aufforderung, der man hier gerne nachkommt. Dazu bestellt ihr am besten etwas aus der Kuchenvitrine – selbst gebacken und lecker sind die süßen Leckereien hier. Unbedingt probieren solltet ihr den Carrot Cake.

© Christin Otto

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Günstig lunchen in der Kantine am Oberlandesgericht

Köln hat leider nicht mehr viele schöne alte Gebäude aber eines, das glücklicherweise beide Weltkriege überstanden hat, ist das Oberlandesgericht am Reichensbergerplatz – und darin verbirgt sich ein echter Geheimtipp. Im obersten Stockwerk des pompösen, dem Barock nachempfundenen Bau könnt ihr nämlich richtig günstig Mittagessen. Die Monte Gusto bietet unter der Woche für alle – egal ob Mitarbeiter*in oder Besucher*in – täglich wechselnde Mittagsgerichte an: ein veganes, ein vegetarisches und eines mit Fisch oder Fleisch. Die Preise liegen zwischen 5,20 Euro und 7 Euro und allein der Weg zur Kantine, durch das wunderschöne Gerichtsgebäude, ist schon einen Besuch wert.

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