11 Theaterstücke in Köln, die ihr nicht verpassen solltet
Die Spielpläne der Kölner Theater- und Opernhäuser halten in jeder Saison einiges für euch bereit. Von neuinterpretierten Klassikern über modern gestaltete Inszenierungen und Dokumentartheater bis hin zu Tanzaufführungen und Performances ist alles dabei. Wir haben 11 Stücke rausgesucht, die ihr diese Spielzeit noch sehen solltet.
1 "Trude Herr" am Theater im Bauturm
Im Theater im Bauturm widmet sich Sebastian Kreyer einer der schillerndsten Persönlichkeiten der Kölner Stadtgeschichte. "Trude Herr" erzählt von der Schauspielerin, Sängerin und Theatermacherin, die sich nie mit den Rollen zufriedengab, die andere für sie vorgesehen hatten. Zwischen Vringsveedel und Südsee, Karneval und Volkstheater entsteht das Porträt einer Frau, die mit Witz, Mut und unbändigem Willen ihren eigenen Weg ging – und Köln zugleich liebte und herausforderte.
2 "Man kann auch in die Höhe fallen" im Theater der Keller
Nach dem großen Erfolg von "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" bringt das Theater der Keller mit "Man kann auch in die Höhe fallen" ein neues Kapitel aus dem Leben des Joachim Meyerhoff auf die Bühne. Diesmal geht es um Midlife Crisis, Mutterliebe und das Ringen um Kreativität – tragikomisch, klug und nah am Leben. In Julie Grothgars einfühlsamer Inszenierung treffen große Gefühle auf feinen Humor und zeigen, wie tröstlich Erinnerungen – und eine starke Mutter – sein können.
3 "Romeo und Julia. Ich fühl's nicht" im Theater im Bauturm
Im Theater im Bauturm wird Shakespeares berühmteste Liebesgeschichte auf den Prüfstand gestellt. "Romeo und Julia. Ich fühl's nicht" fragt, was von der romantischen Liebe übrig bleibt, wenn man die berühmte Balkonszene nicht einfach nachspielt, sondern ihre Wahrhaftigkeit hinterfragt. Können Gefühle überhaupt glaubwürdig dargestellt werden – oder ist jede Liebesgeschichte immer auch Projektion? Regisseur Kieran Joel und das Schauspiel-Duo Leonie Houber und Nils Kretschmer verbinden Shakespeare mit Improvisation und den Geschichten des Publikums. So entsteht jede Vorstellung neu und wird zu einer humorvollen Suche nach dem, was Liebe heute bedeuten kann.
4 "33 Frauen" am Comedia Theater
In "33 Frauen" stellt Schauspielerin Kübra Sekin am Comedia Theater Politikerinnen, Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und Aktivistinnen ins Rampenlicht – Frauen, die Geschichte geschrieben haben und bis heute die Welt verändern. Mit Witz, Wut und viel Energie verbindet die Fem-Fame-Night persönliche Geschichten mit feministischen Fragen und zeigt, was es bedeutet, als Frau durch eine noch immer ungleiche Welt zu gehen. Gemeinsam mit Sefa Küsku und dem Regie-Duo Manuel Moser und Sibel Polat entsteht ein ebenso unterhaltsamer wie kluger Abend über Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und die Frauen, die viel zu oft übersehen werden.
5 "Wunschlos Glücklich?!" am Horizont Theater
Eine Ehe wie ein altes Sofa: bequem, vertraut – und ein wenig durchgesessen. In "Wunschlos Glücklich?!" geraten Michael und Margarete nach dem Urlaub in eine unerwartete Situation: Für die zweite Hochzeit ihrer Freunde sollen sie keine Geschenke, sondern eine Darbietung beisteuern. Was spielerisch beginnt, entwickelt sich schnell zur Prüfung ihrer eigenen Beziehung. Zwischen Loriot-Zitaten, Tanzversuchen und kleinen Machtkämpfen entfaltet sich eine spritzige Komödie über eingespielte Routinen, verdrängte Wünsche und die Frage, was vom gemeinsamen Glück bleibt.
6 "Titanic" am Comedia Theater
Was passiert, wenn zwei eingefleischte "Titanic"-Fans ihren Lieblingsfilm auf die Bühne bringen? Am Comedia Theater verwandeln die Schauspieler*innen Franzi und Emil mit viel Fantasie und wenigen Requisiten das Theater in das weltbekannte Schiff. Sie schlüpfen in die Rollen von Jack und Rose, spielen ikonische Filmszenen nach und feiern die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Filmgeschichte. Doch während die Titanic Kurs auf den Eisberg nimmt, gerät auch die Freundschaft der beiden ins Schlingern. Eine charmante und humorvolle Theaterkomödie über Fanliebe, große Gefühle und die Frage, wer eigentlich die Hauptrolle spielen darf.
7 "Der zerbrochne Krug" am Horizont Theater
Ein nächtlicher Vorfall, ein zerbrochener Krug und ein Gericht, das die Wahrheit lieber übersieht: In Heinrich von Kleists Lustspiel gerät ein scheinbar harmloser Prozess zur Farce über Machtmissbrauch und Heuchelei. Während Klägerin Marthe Rull auf Gerechtigkeit pocht und für Eve weit mehr als nur ein Haushaltsgegenstand auf dem Spiel steht, versucht Dorfrichter Adam, das Verfahren hastig zu beenden – und verstrickt sich dabei immer tiefer in Widersprüche.
8 "Hexe – Heldin – Herrenwitz" im Theater im Bauturm
In "Hexe – Heldin – Herrenwitz" am Theater im Bauturm haben Frauen das Sagen. Susanne Pätzold – vielfach ausgezeichnet für ihre Mitwirkung beim TV-Comedy-Format "Switch" –, die Kölner Schauspielerin Nicole Kersten und die Musikerin Bruna Cabral überlassen Kölner Frauen die Bühne. Ob bekannt oder unbekannt, historisch oder fiktiv – an diesem Abend können Agrippina, die Schriftstellerin Irmgard Keun oder die Wirtin der nächstgelegenen Kneipe auf der Bühne stehen.
9 "Moby Dick" im Theater im Bauturm
Im Theater im Bauturm wird Herman Melvilles Jahrhundertroman "Moby Dick" zur packenden Geschichte über Obsession, Größenwahn und die Suche nach dem Sinn des Lebens. Kapitän Ahabs besessene Jagd auf den weißen Wal wächst dabei weit über ein Abenteuer auf See hinaus und wird zur Metapher für menschliche Sehnsüchte und Abgründe. Regisseur Kieran Joel verdichtet den literarischen Koloss zu einem fantasievollen Theaterabend, der beweist, dass selbst die Weiten des Ozeans auf eine kleine Studiobühne passen.
10 "Rent a Friend" im Theater am Dom
Im Theater am Dom sorgt die Komödie "Rent a Friend" für Verwechslungen, Notlügen und jede Menge Turbulenzen. Als sich Sarahs Vater überraschend ankündigt und ihren vermeintlichen Verlobten kennenlernen möchte, muss schnell eine Lösung her. Kurzerhand mietet sie bei einer Agentur einen Ersatz-Verlobten – doch statt des erhofften George-Clooney-Doubles steht plötzlich Gabriel vor der Tür. Was folgt, ist eine temporeiche Komödie über Schein und Sein, falsche Identitäten und den Druck, dem perfekten Leben entsprechen zu müssen.
11 "Millowitsch. Endlich wieder lachen" an der Volksbühne
An der Volksbühne am Rudolfplatz widmet sich "Millowitsch. Endlich wieder lachen" einer der größten Kölner Theaterlegenden. Das Stück zeichnet Willy Millowitsch nicht nur als gefeierten Volksschauspieler nach, sondern auch als Theaterleiter, Geschäftsmann und Privatmensch. Dokumentarische Szenen treffen auf eine Neuinterpretation des Schwanks "Das Glücksmädel" und erzählen von einer Karriere, die das kölsche Theater weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte.
Zoe Würsching