11 Theaterstücke in Köln, die ihr nicht verpassen solltet

Die Spielpläne der Kölner Theater- und Opernhäuser halten in jeder Saison einiges für euch bereit. Von neuinterpretierten Klassikern über modern gestaltete Inszenierungen und Dokumentartheater bis hin zu Tanzaufführungen und Performances ist alles dabei. Wir haben 11 Stücke rausgesucht, die ihr diese Spielzeit noch sehen solltet.

© Meyer Originals

1
"Man kann auch in die Höhe fallen" im Theater der Keller

Nach dem großen Erfolg von "Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" bringt das Theater der Keller mit "Man kann auch in die Höhe fallen" ein neues Kapitel aus dem Leben des Joachim Meyerhoff auf die Bühne. Diesmal geht es um Midlife Crisis, Mutterliebe und das Ringen um Kreativität – tragikomisch, klug und nah am Leben. In Julie Grothgars einfühlsamer Inszenierung treffen große Gefühle auf feinen Humor und zeigen, wie tröstlich Erinnerungen – und eine starke Mutter – sein können.

  • Siegburger Straße 233w (in der TanzFaktur), 50679 Köln
  • 21. April: 20 Uhr
  • 26,90 Euro, 13,60 Euro ermäßigt
© Birgit Hupfeld

2
"Die Orestie" am Schauspiel Köln

Mord, Rache und die Frage nach Gerechtigkeit: In der berühmtesten Familiengeschichte der antiken Tragödie tötet Klytaimnestra ihren Mann Agamemnon – aus Vergeltung für das Opfer ihrer Tochter Iphigenie. Doch die Gewalt setzt sich fort: Ihr Sohn Orest erschlägt die eigene Mutter und wird daraufhin von den Erinnyen, den Rachegöttinnen, verfolgt. Erst vor dem Gericht der Göttin Athene in Athen scheint der endlose Kreislauf von Blutrache ein Ende zu finden. Regisseurin Adena Jacobs erzählt Aischylos' "Orestie" neu – mit einem Blick auf die Stimmen und Wut der Frauenfiguren, deren Gewalt und Verlust oft übergangen werden.

  • Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
  • 25. April: 19.30 Uhr, 6. Mai: 19.30 Uhr
  • 22 Euro
© Birgit Hupfeld

3
"Faust" im Schauspiel Köln

In Kay Voges’ Inszenierung von Goethes „Faust“ am Schauspiel Köln wird der Klassiker zu einem Bild- und Klangrausch über die großen Fragen des Lebens: Wissen, Begehren, Schuld. Zwischen Labor, Lichtspiel und digitaler Projektion sucht Faust nach Erkenntnis – und verliert sich im eigenen Spiegelbild. Die Inszenierung verwandelt Goethes Text in ein vielschichtiges Bühnenerlebnis, das Philosophie, Theater und Technik miteinander verschränkt. Zwischen Mephisto und Gretchen, Versuchung und Verzweiflung entsteht ein moderner Mythos über das Menschsein – intensiv, radikal und von hypnotischer Kraft.

  • Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
  • 30. April: 19.30 Uhr
  • ab 14 Euro
© S. Rudat

4
"Die Katze Eleonore" am Freien Werkstatt Theater

In "Die Katze Eleonore" entdeckt Immobilienmaklerin Eleonore, dass sie eigentlich eine Katze ist – und zieht daraus radikale Konsequenzen. Sie schneidert sich einen Fell-Catsuit, schärft ihre Sinne und verabschiedet sich Schritt für Schritt von gesellschaftlichen Erwartungen. Caren Jeß’ Text erzählt mit feinem Humor und existenzieller Schärfe von Selbstentwürfen, die konsequent gelebt werden wollen, und von der Frage, wie viel Individualität eine Gemeinschaft aushält.

  • Zugweg 10, 50677 Köln
  • 30. April: 20 Uhr
  • solidarisches Preissystem
© Marcel Urlaub

5
"Imagine" am Schauspiel Köln

"Imagine" am Schauspiel Köln ist ein poetisches Theatererlebnis über Hoffnung, Bedrohung und die Kraft der Vorstellung. In einem scheinbar friedlichen Dorf kippt die Idylle langsam ins Unheimliche – zwischen Alltag und Albtraum, zwischen Licht und Schatten. Mit eindrucksvollen Bildern und starken Texten fragt das Stück, wie wir leben wollen und was passiert, wenn sich der Himmel plötzlich verdunkelt.

  • Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
  • 3. Mai: 19 Uhr, 15. Mai: 19.30 Uhr und 25. Mai: 18 Uhr
  • ab 15 Euro
© Niklas Berg

6
"Liebe / Eine argumentative Übung" am Freien Werkstatt Theater

In "Liebe / Eine argumentative Übung" wird aus einer Comicfigur eine scharfsinnige Analytikerin moderner Beziehungen: Sivan Ben Yishai rückt Olive Oyl ins Zentrum und macht aus der scheinbar einfachen Liebesgeschichte eine radikale Untersuchung von Macht, Körper und Intimität. Zwischen Witz und schonungsloser Offenheit zerlegt das Stück gängige Beziehungsmuster – und fragt, wie viel Selbstbestimmung in der Liebe wirklich möglich ist.

  • Zugweg 10, 50677 Köln
  • 7. und 9. Mai: 20 Uhr, 10. Mai: 18 Uhr
  • solidarisches Preissystem
© Renato Martins

7
"Der zerbrochne Krug" am Horizont Theater

Ein nächtlicher Vorfall, ein zerbrochener Krug und ein Gericht, das die Wahrheit lieber übersieht: In Heinrich von Kleists Lustspiel gerät ein scheinbar harmloser Prozess zur Farce über Machtmissbrauch und Heuchelei. Während Klägerin Marthe Rull auf Gerechtigkeit pocht und für Eve weit mehr als nur ein Haushaltsgegenstand auf dem Spiel steht, versucht Dorfrichter Adam, das Verfahren hastig zu beenden – und verstrickt sich dabei immer tiefer in Widersprüche.

  • Thürmchenswall 25, 50668 Köln
  • 11. und 20. Mai: 18 Uhr
  • 20 Euro, ermäßigt 15 Euro
© Schauspiel Köln

8
"Die Wörter sind böse" am Schauspiel Köln

In "Die Wörter sind böse" wird Rolf Dieter Brinkmanns wütender, poetischer Blick auf die Welt lebendig. Ausgangspunkt ist sein gleichnamiges WDR-Hörspiel von 1974 – ein atemloser Gang durch das Köln der 1970er Jahre, aufgezeichnet mit Tonbandgerät und radikaler Subjektivität. Was als Nachdenken über das eigene Leben beginnt, entwickelt sich zum schonungslosen Flanieren durch Stadt, Sprache und Nachkriegsmief: voller Hasskaskaden, schwarzem Humor und überraschender Schönheit zwischen Beton und Fliesenboden.

  • Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
  • 16. Mai: 20 Uhr
  • 22 Euro
© Laura Thomas

9
"Prima Facie" im Theater im Bauturm

In "Prima Facie" steht eine Frau vor den Trümmern ihres eigenen Weltbildes: Tessa Ensler ist erfolgreiche Strafverteidigerin und glaubt fest an die Logik des Rechtssystems – bis sie selbst Opfer eines sexuellen Übergriffs wird. Plötzlich gerät alles ins Wanken, was zuvor als sicher galt. Suzie Millers vielfach gespielter Monolog legt offen, wie tief patriarchale Strukturen im Recht verankert sind – und was passiert, wenn das System die Betroffenen im Stich lässt.

  • Aachener Straße 24–26, 50674 Köln
  • 16. Mai: 20 Uhr, 17. Mai: 18 Uhr
  • ab 10 Euro
© Marcel Urlaub

10
"Rabatz!" am Schauspiel Köln

"Rabatz!" ist kein gemütlicher Theaterabend, sondern ein Stresstest für Kopf und Sinne. Regisseur Herbert Fritsch liebt das laute, überdrehte Spiel und bringt ein Theater auf die Bühne, das sich nicht an Regeln hält. Sprache verliert ihren Sinn, wird Klang und Rhythmus, Bewegung wird zum Ausbruch. In Anlehnung an den Dadaismus entsteht ein wilder, komischer Abend voller Energie.

  • Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
  • 26. Mai: 19.30 Uhr
  • ab 15 Euro
© Theater im Bauturm

11
"Hexe – Heldin – Herrenwitz" im Theater im Bauturm

In "Hexe – Heldin – Herrenwitz" am Theater im Bauturm haben Frauen das Sagen. Susanne Pätzold – vielfach ausgezeichnet für ihre Mitwirkung beim TV-Comedy-Format "Switch" –, die Kölner Schauspielerin Nicole Kersten und die Musikerin Bruna Cabral überlassen Kölner Frauen die Bühne. Ob bekannt oder unbekannt, historisch oder fiktiv – an diesem Abend können Agrippina, die Schriftstellerin Irmgard Keun oder die Wirtin der nächstgelegenen Kneipe auf der Bühne stehen.

  • Aachener Straße 24–26, 50674 Köln
  • 17. Juni: 20 Uhr
  • 24 Euro, ermäßigt 10 Euro

Noch mehr Kulturtipps

Köln für Kultur-Fans
Wir nehmen euch mit in kleine Galerien, tolle Buchläden und charmante Kinos und verraten euch, wo ihr Street-Art entdecken und Konzerten lauschen könnt.
Weiterlesen
11 charmante Kinos in Köln
Wir zeigen euch 11 Kinos, die diesen ganz besonderen Charme versprühen. Von Autokino bis Filmpalast und Arthouse-Kino ist alles mit dabei.
Weiterlesen

Entdecke die besten Restaurants, Bars und Plätze in deiner Nähe.

Zur neuen Karte!
Zurück zur Startseite