11 interessante Museen in Köln

Museen gehen immer. Wenn man nicht weiß, was man an einem Sonntag oder einem freien Tag so machen soll, bietet sich ein Gang in ein Museum an. Beeindruckende Architektur, Bilder und Skulpturen, die mehr wert sind, als das eigene Leben und Ausstellungen, die einem Geschichte auf eine spektakuläre Art und Weise präsentieren. Man kann Museen einfach nur lieben und deshalb haben wir uns mal umgeguckt, was es in Köln so gibt und elf Museen rausgesucht, die wir für besonders spannend halten. Natürlich gibt es noch viel mehr Orte in und um Köln, um Kunst zu gucken, deswegen freuen wir uns immer über Tipps.

1

© ElyaCC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons) Das Kolumba Museum von außen und innen bestaunen

Das Kolumba Museum mag zwar nicht so bekannt sein wie beispielsweise das Museum Ludwig – auf der Beliebtheitsskala der Kölner rangiert es aber trotzdem ganz weit oben. Grund dafür ist vor allem die beeindruckende Architektur dieses Museums. Es wurde nämlich auf den Überresten der Pfarrkirche St. Kolumba erbaut und vereint die alten Gemäuer perfekt mit den neuen. So wurde zum Beispiel um die Madonnen-Statue der 1945 zerstören Kirche eine Kapelle gebaut, die in das Museum integriert ist. Auch die Kunst, die hier gezeigt wird, ergibt eine spannende Mischung. Da das Kolumba das Museum des Erzbistums Köln ist, liegt der Fokus zwar auf christlicher und spiritueller Kunst, aber auch moderne und zeitgenössische Werke sind hier zu finden. Von romanischen Skulpturen bis zum Gebrauchsgegenstand des 20. Jahrhunderts ist alles dabei.

2

© Malinka Museum für Ostasiatische Kunst

1977 wurde das Museum für Ostasiatische Kunst im heutigen Bau, direkt am Aachener Weiher gelegen, eröffnet. Das Museum ist im Stil der klassischen Moderne mit japanischen Einflüssen gestaltet. Was natürlich nicht fehlen darf, sind die japanischen Meditations- und Zen-Gärten. Die Kollektion aus buddhistischer Malerei, Holzskulpturen, japanischer Stellschirmmalerei, Farbholzschnitten und Lackkunst gilt als einer der bedeutendsten Kollektionen ostasiatischer Kunst in Europa.

3

© Susanne Fern Sich im Tanzmuseum bewegen

"Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren", sprach einst die weltberühmte Pina Bausch, die mit ihrer neuen Art zu Tanzen die ganze Welt bewegte. Auch sie spielt im Kölner Tanzmuseum des deutschen Tanzarchivs eine Rolle. Ein Tanzmuseum klingt erstmal ungewöhnlich, aber der Ort soll die Geschichte des Tanzes verdeutlichen. Und das nicht auf langweilige Art. Photographien von Tänzern und Ballettaufführungen aus aller Welt, historische und aktuelle Tanzfilme sowie eine umfangreiche Kunstsammlung mit Gemälden, Graphiken und Skulpturen sind hier zu sehen. Bis zum 27. Januar 2019 werden hier übrigens spannende Fotografien von Gert Weigelt gezeigt – sehenswert!

4

© wwwuppertal | CC BY-NC 2.0 Kunst in freier Natur im Skulpturenpark

Mehr als zwei Jahrzehnte ist es nun schon her, dass Michael und Eleonore Stoffel 1997 den privaten Skulpturenpark in Köln gründeten. Zwischen Rhein und Zoobrücke gelegen, könnt ihr euch Kunst in der freien Natur ansehen. Es wechseln sich Kuratoren ab, die den Park ständig verändern und mit ihren eigenen Konzeptionen das Erscheinungsbild des Skulpturenparks prägen. International, modern und klassisch zugleich. Der Eintritt ist übrigens frei.

5

© Raimond Spekking | CC BY-SA 4.0 Deutsches Sport & Olympia Museum

Auf knapp 2000qm könnt ihr euch im Deutschen Sport & Olympia Museum über 2500 Jahre Sportgeschichte angucken. Von den römischen Gladiatoren bis hin zum WM-Sieg der deutschen Herrenfußballmanschaft 2014 oder aktuell die Ausstellung "70 Jahre 1.FC Köln" gibt's hier zu sehen. Über 3000 Exponate, Filmausschnitte und Medienstationen lassen den Besucher dabei sein. Außerdem bietet sich auch öfters die Gelegenheit selbst aktiv zu werden, denn auf dem Dach wartet mit dem höchstgelegenen Sportplatz Kölns eine weitere Attraktion. Zwei Kunstrasenplätzen können die Besucher nutzen, um Fußball, Tennis, Streetball oder Volleyball zu spielen. Rheinblick inklusive.

6

© Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Wallraf-Richartz-Museum

Im Wallraf-Richartz-Museum könnt ihr durch 700 Jahre Kunstgeschichte reisen, denn das Museum besitzt nicht nur eine der wichtigsten Sammlungen mittelalterlicher Malerei weltweit, sondern auch die umfangreichste Sammlung impressionistischer und neoimpressionistischer Kunst in Deutschland. Manet, Monet und Renoir sind hier ebenso mit Werken vertreten wie van Gogh, Cézanne, Gauguin, Munch und viele weitere große Meister. Neben Malerei wartet das Wallraf im Graphischen Kabinett mit einer Sammlung an Zeichnungen von Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Rubens, Max Liebermann, Auguste Rodin und vielen anderen auf.

7

© Christin Otto Auf Entdeckungstour im Museum Ludwig

Ein Klassiker für Tage, an denen die Sonne einfach nicht rauskommen will: ins Museum gehen. In Köln empfiehlt sich da natürlich das Museum Ludwig, denn hier jagt ein Superlativ den nächsten. Die umfangreichste Pop Art Sammlung Europas, die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, eine der besten Sammlungen zum deutschen Expressionismus und eine der international bedeutendsten Sammlungen zur Fotografie sind hier zu finden.

8

© Jörn Neumann NS-Dokumentationszentrum im alten Gestapo-Haus

Von Dezember 1935 bis März 1945 befand sich im heutige EL-DE-Haus die Zentrale der Kölner Gestapo. In den ehemaligen Räumen der Staatspolizei wird sich heute dem Gedenken, der Erforschung und das Vermitteln der Geschichte Kölns in den Zeiten des Nationalsozialismus gewidmet. Seit 1997 befindet sich in dem Haus die Dauerausstellung "Köln im Nationalsozialismus". Aufstieg und Machtergreifung, Gleichschaltung, Machtapparat, Jüdisches Schicksal, Widerstand, Krieg, Zwangsarbeit und Kriegsende sind die Themen. Besonders interessant: Karneval in Zeiten des Nationalsozialismus. Geht das? Schaut im EL-DE-Haus vorbei und finde es raus.

9

© Schokoladenmuseum Mmmm... Schokoladenmuseum

Das Schokoladenmuseum ist wohl eines der bekanntesten Museen in Köln. Jährlich kommen über 650.000 Besucher vorbei. Direkt am Rhein gelegen, erfährt man hier alles, was man über Schokolade wissen kann. Vom Anbau der Pflanze über die Produktion bis hin zur Vermarktung. Das Highlight ist natürlich der Schokobrunnen. In einer großen, gläsernen Kuppel steht der Brunnen, aus dem die Schokolade sprudelt. Mit Waffeln bewaffnet, darf man als Besucher die braune Versuchung probieren. Wem das noch nicht genug der Nascherei ist, der geht einfach ins Chocolat Grand Café im Erdgeschoss des Museums – dort bekommt ihr richtig edle und zugegebenermaßen nicht ganz günstige Schoko-Kunstwerke. Und das Beste: Geburtstagskinder kommen für umme ins Schokoladenmuseum.

10

© Raimond SpekkingCC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons) Design und Alltag im Museum für Angewandte Kunst (MAKK)

Alltagsgegenstände vom Mittelalter bis heute. Das klingt an sich erstmal uninteressant, aber ist es das wirklich? Europäisches Kunsthandwerk aus dem 15. Jahrhundert oder Möbel und Glas im Jugendstil. Oder Silberschmuck und Textilien aus dem 19. Jahrhundert. Designobjekte aus den letzten 600 Jahren gibt's hier zu sehen. Seit 2008 gibt es auch einen eigenen Bereich für Design aus dem 20. Jahrhundert: Radioempfänger aus den 20er Jahren, Toaster und Geschirr aus den 50er Jahren sowie Kaffeekannen der letzten Jahrhundertwende.

  • Museum für Angewandte Kunst (MAKK)
  • An der Rechtschule, 50667 Köln
  • Dienstag – Sonntag: 11–17 Uhr, Jeden 1. Donnerstag im Monat: 11–22 Uhr, 10.–11. August 2019: Designwochenende mit kostenlosen Führungen und Workshops
  • Mehr Info
11

© Ceal Floyer / Esther Schipper Gegen die Konvention im Kölnischen Kunstverein

Provokation hat im Kölnischen Kunstverein Tradition. 1919 wurde zum Beispiel eine Dadaismus-Ausstellung mit den Meistern, wie Max Ernst, Hans Arp oder Heinrich Hoerle ausgestellt, die für europaweites Aufsehen sorgte. Während des Nationalsozialismus wagte man auch mehrere Ausstellungen mit Werken von Emil Nolde oder August Macke. In den 70ern sorgte u.a. Joseph Beuys für Aufsehen. So wird im Kölnischen Kunstverein schon immer Kunst präsentiert, die sich nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen lassen.

Sags deinen Freunden: