11 interessante Museen in Köln

Wenn man mal wieder nicht weiß, was man an einem Sonntag oder freien Tag machen soll, dann ist so ein Museumsbesuch immer eine gute Idee. Beeindruckende Architektur, Bilder und Skulpturen von unschätzbarem Wert und Ausstellungen, die einem Geschichte auf spektakuläre Art und Weise näher bringen. In Museen kann man nicht nur viel sehen, sondern auch viel lernen. Genau darum haben wir 11 Ausstellungshäuser rausgesucht, die wir besonders toll finden. Natürlich gibt es noch weitere spannende Museen – also verratet uns gerne eure Favoriten!

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© Bernhard Riedl | Erzbistum Köln Das Kolumba Museum von außen und innen bestaunen

Das Kolumba Museum mag zwar nicht so bekannt sein wie beispielsweise das Museum Ludwig – auf der Beliebtheitsskala der Kölner*innen rangiert es trotzdem ganz weit oben. Grund dafür ist vor allem die beeindruckende Architektur des Museums. Es wurde nämlich auf den Überresten der Pfarrkirche St. Kolumba erbaut und vereint die alten Gemäuer perfekt mit den neuen. So wurde zum Beispiel um die Madonnen-Statue der 1945 zerstören Kirche eine Kapelle gebaut, die in das Museum integriert ist. Auch die Kunst, die hier gezeigt wird, ergibt eine spannende Mischung. Da das Kolumba das Museum des Erzbistums Köln ist, liegt der Fokus zwar auf christlicher und spiritueller Kunst, aber auch moderne und zeitgenössische Werke sind hier zu finden. Von romanischen Skulpturen bis zum Gebrauchsgegenstand des 20. Jahrhunderts ist alles dabei.

2

© MOK Köln | Alexandra Malinka Japan erleben im Museum für Ostasiatische Kunst

Auch der Ferne Osten liegt viel näher, als man denkt. Im Museum für Ostasiatische Kunst, das sich direkt am Aachener Weiher befindet, fühlt man sich schnell nach Japan, Korea oder China versetzt. Außer in Berlin gibt es im ganzen Land keine vergleichbar ausführliche Sammlung aus dieser Region. Außerdem findet ihr hier noch einen kleinen Garten im Japanischen Stil, mit Felsen und Wasser, gestaltet von einem Japanischen Künstler. Jetzt wisst ihr also, wie euch ein preiswerter und stressfreier Wochenendtrip nach Japan gelingt. Und das Beste: Wen der Hunger überkommt, der kann sich im Schmitz im Museum stärken – zwar ganz unasiatisch, dafür aber richtig lecker. Dort gibt es nämlich die Speisen, die ihr auch aus der Metzgerei Schmitz kennt – von Frühstück, Suppen, Quiche und Kuchen bis hin zu Eis, Sorbet und täglich wechselnden Mittagsgerichten.

3

© Susanne Fern Sich im Tanzmuseum bewegen

"Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren", sprach einst die weltberühmte Pina Bausch, die mit ihrer neuen Art zu Tanzen die ganze Welt bewegte. Auch sie spielt im Kölner Tanzmuseum des deutschen Tanzarchivs eine Rolle. Ein Tanzmuseum klingt erstmal ungewöhnlich, aber der Ort soll die Geschichte des Tanzes verdeutlichen. Und das nicht auf langweilige Art. Photographien von Tänzern und Ballettaufführungen aus aller Welt, historische und aktuelle Tanzfilme sowie eine umfangreiche Kunstsammlung mit Gemälden, Graphiken und Skulpturen sind hier zu sehen. Bis zum 27. Januar 2019 werden hier übrigens spannende Fotografien von Gert Weigelt gezeigt – sehenswert!

4

© Martin Claßen | Arno Jansen Sich in ferne Länder träumen im Rautenstrauch-Joest-Museum

Wer gerne ins Museum geht und gleichzeitig öfter mal vom Fernweh heimgesucht wird, kann im Rautenstrauch-Joest-Museum zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn hier könnt ihr Kunst anschauen und euch gleichzeitig in ferne Länder träumen. Die beeindruckende Sammlung umfasst rund 70.000 Objekte aus Ozeanien, Afrika, Asien und Amerika, über 100.000 ethnografische Fotografien und 48.000 Fachbücher. Bereits im Foyer werdet ihr von einem riesigen historischen Reisspeicher aus Indonesien empfangen. Eingestimmt von einem opulent inszenierten Gamelan-Musikinstrumentenensemble von der indonesischen Insel Java geht es weiter in verschiedene Themenbereich. Viel Spaß beim Entdecken!

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© Deutsches Sport & Olympia Museum 2500 Jahre Sportgeschichte im Sport & Olympia Museum

Auf knapp 2000 Quadratmetern könnt ihr euch im Deutschen Sport & Olympia Museum über 2500 Jahre Sportgeschichte angucken. Von den römischen Gladiatoren bis hin zum WM-Sieg der deutschen Herrenfußballmanschaft 2014 gibt's hier jede Menge sportliche Highlights zu sehen. Über 3000 Exponate, Filmausschnitte und Medienstationen lassen einen mitfiebern. Außerdem bietet sich öfters die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden, denn auf dem Dach wartet mit dem höchstgelegenen Sportplatz Kölns eine weitere Attraktion. Zwei Kunstrasenplätzen können Besucher*innen nutzen, um Fußball, Tennis, Streetball oder Volleyball zu spielen. Rheinblick inklusive.

6

© Christin Otto 700 Jahre Kunstgeschichte im Wallraf-Richartz-Museum

Im Wallraf-Richartz-Museum könnt ihr durch 700 Jahre Kunstgeschichte reisen, denn das Museum besitzt nicht nur eine der wichtigsten Sammlungen mittelalterlicher Malerei weltweit, sondern auch die umfangreichste Sammlung impressionistischer und neoimpressionistischer Kunst in Deutschland. Manet, Monet und Renoir sind hier ebenso mit Werken vertreten wie van Gogh, Cézanne, Gauguin, Munch und viele weitere große Meister. Neben Malerei wartet das Wallraf im Graphischen Kabinett mit einer Sammlung an Zeichnungen von Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Rubens, Max Liebermann, Auguste Rodin und vielen anderen auf.

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© Christin Otto Auf Entdeckungstour im Museum Ludwig

Wenn das Wetter nicht zum Draußensein animiert, ist ein Museumsbesuch die perfekte Alternative. In Köln empfiehlt sich da natürlich das Museum Ludwig, denn hier jagt ein Superlativ den nächsten. Die umfangreichste Pop Art Sammlung Europas, die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, eine der besten Sammlungen zum deutschen Expressionismus und eine der international bedeutendsten Sammlungen zur Fotografie sind hier zu finden. Kein Wunder also, dass das Museum Ludwig nicht nur zu den berühmtesten, sondern auch den beliebtesten Ausstellungshäusern der Stadt gehört.

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© Jörn Neumann NS-Dokumentationszentrum im alten Gestapo-Haus

Von Dezember 1935 bis März 1945 befand sich im heutige EL-DE-Haus die Zentrale der Kölner Gestapo. In den ehemaligen Räumen der Staatspolizei wird sich heute dem Gedenken, der Erforschung und das Vermitteln der Geschichte Kölns in den Zeiten des Nationalsozialismus gewidmet. Seit 1997 befindet sich in dem Haus die Dauerausstellung "Köln im Nationalsozialismus". Aufstieg und Machtergreifung, Gleichschaltung, Machtapparat, Jüdisches Schicksal, Widerstand, Krieg, Zwangsarbeit und Kriegsende sind die Themen. Besonders interessant: Karneval in Zeiten des Nationalsozialismus. Geht das? Schaut im EL-DE-Haus vorbei und findet es raus.

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© Schokoladenmuseum Mmmm... Schokoladenmuseum

Das Schokoladenmuseum ist wohl eines der bekanntesten Museen in Köln. Jährlich kommen über 650.000 Besucher*innen vorbei. Direkt am Rhein gelegen, erfährt man hier alles, was man über Schokolade wissen kann. Vom Anbau der Pflanze über die Produktion bis hin zur Vermarktung. Das Highlight ist natürlich der Schokobrunnen. In einer großen, gläsernen Kuppel steht der Brunnen, aus dem die Schokolade sprudelt. Mit Waffeln bewaffnet, darf man als Besucher*in die braune Versuchung probieren. Wem das noch nicht genug der Nascherei ist, der geht einfach ins Chocolat Grand Café im Erdgeschoss des Museums – dort bekommt ihr richtig edle und zugegebenermaßen nicht ganz günstige Schoko-Kunstwerke. Und das Beste: Geburtstagskinder kommen für umme ins Schokoladenmuseum.

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© Christin Otto Design und Alltag im Museum für Angewandte Kunst (MAKK)

Alltagsgegenstände vom Mittelalter bis heute. Das klingt an sich erstmal uninteressant, aber ist es das wirklich? Europäisches Kunsthandwerk aus dem 15. Jahrhundert oder Möbel und Glas im Jugendstil. Oder Silberschmuck und Textilien aus dem 19. Jahrhundert. Designobjekte aus den letzten 600 Jahren gibt's hier zu sehen. Seit 2008 gibt es auch einen eigenen Bereich für Design aus dem 20. Jahrhundert: Radioempfänger aus den 20er Jahren, Toaster und Geschirr aus den 50er Jahren sowie Kaffeekannen der letzten Jahrhundertwende.

  • Museum für Angewandte Kunst (MAKK)
  • An der Rechtschule, 50667 Köln
  • Dienstag – Sonntag: 11–17 Uhr, Jeden 1. Donnerstag im Monat: 11–22 Uhr, 10.–11. August 2019: Designwochenende mit kostenlosen Führungen und Workshops
  • Mehr Info
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© Kölnischer Kunstverein | Simon Vogel Gegen die Konvention im Kölnischen Kunstverein

Provokation hat im Kölnischen Kunstverein Tradition. 1919 wurde zum Beispiel eine Dadaismus-Ausstellung mit den Meistern, wie Max Ernst, Hans Arp oder Heinrich Hoerle ausgestellt, die für europaweites Aufsehen sorgte. Während des Nationalsozialismus wagte man auch mehrere Ausstellungen mit Werken von Emil Nolde oder August Macke. In den 70ern sorgte u.a. Joseph Beuys für Aufsehen. So wird im Kölnischen Kunstverein schon immer Kunst präsentiert, die sich nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen lassen.

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