11 Orte in Köln, an denen ihr kostenlos Kunst anschauen könnt

Wer sich für Kunst interessiert und gelegentlich eine Ausstellung ansieht, muss dafür teilweise tief in die Tasche greifen. Oftmals entscheidet man sich dann doch für was anderes und meidet die Ausstellung für zwölf Euro. Aber Kunst bestaunen muss nicht zwangsläufig teuer sein – wir haben euch 11 ganz verschiedene Orte in Köln rausgesucht, an denen ihr euch kostenlos Kunst anschauen könnt.

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© Christin Otto Die Kunsträume in der Ebertplatzpassage

Nachdem der Ebertplatz als Angstraum für Schlagzeilen gesorgt hat, setzen sich immer mehr Kölner dafür ein, den Platz wieder zu einem Ort zu machen, um den man keinen weiten Bogen machen muss. Die vier Kunsträume "Bruch & Dallas", "GOLD + BETON", "LABOR" und "Tiefgarage" in der Ebertplatzpassage tragen dazu schon lange ihren Teil bei. In regelmäßigen Abständen veranstalten sie Ausstellungen, Performances und Aktionen. Mehrmals im Jahr finden Kooperationen mit Kunstfestivals aus der Stadt statt.

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© Christin Otto Kunst und Natur im Schlosspark Stammheim

Wer im Rechtsrheinischen unterwegs ist und dem Trubel entkommen will, der findet im Schlosspark Stammheim Ruhe. Die kleine Grünanlage direkt am Stammheimer Rheinufer ist nicht nur Heimat für viele Alexandersittiche – hier treffen auch alte Baumbestände auf moderne Kunst. Rosarote Kirschblüten im Frühjahr und buntes Laub im Herbst bilden die Kulisse für verschiedene Skulpturen, die jährlich wechseln. Kunst auf grünem Rasen also und das auch noch ganz ohne Eintritt. Hier könnt ihr auf Entdeckungstour gehen oder auch einfach nur auf einer Bank sitzen und vor euch her träumen.

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© Alistair Overbruck Junge Künstler*innen in der artothek

In einem spätgotischen Bürgerhaus aus dem 15. Jahrhundert könnt ihr euch zeitgenössische Kunst von jungen Künstler*innen anschauen, die sogar hauptsächlich aus Köln und der Umgebung kommen. Ziel der artothek ist die Förderung und Vermittlung junger Kunst. Der Eintritt in die wechselnden Ausstellungen ist sogar frei. In der artothek gibt‘s außerdem Kunst zum Ausleihen – zehn Wochen lang könnt ihr euch aktuelle Kunst in euer Büro oder in die eigenen vier Wände hängen. Ein Ausleihausweis kostet pro Jahr 5 Euro und eine Ausleihe an sich 6 Euro inkl. Versicherung.

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© Christin Otto Kunst&So – kleine Kunstoase im Belgischen

Seit 2014 firmiert das ehemalige Museum für verwandte Kunst an der Genter Straße unter dem Namen Kunst&So. Auf Kunst trefft ihr hier schon im Eingangsbereich. Dort liegen euch nämlich nicht nur wunderschöne Koi-Karpfen-Fliesen zu Füßen – wer aufmerksam schaut, der entdeckt auch verschiedene Paste-ups, Sticker und Stencils. Passend dazu zeigt das Kunst&So wechselnde Ausstellungen – oft mit Werken von Street-Art-Künstlern aus Köln und der Umgebung. Im dazugehörigen Shop könnt ihr ganz unabhängig von der laufenden Ausstellung verschiedene Kunst wie Lichtobjekte, Bilder, Sticker und Drucke kaufen.

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© Christin Otto Künstler*innen über die Schulter schauen in der Wachsfabrik

Wer sehen will, was Kölner Künstler*innen in ihren Ateliers so treiben, der sollte in der Kölner Wachsfabrik an der Industriestraße 170 vorbeischauen. Auf dem ehemaligen Industriegelände sind nämlich Galerien und Werkstätten beheimatet, die an jedem ersten Sonntag im Monat ihre Türen für Besucher*innen öffnen. Wer nicht so lange warten will oder sowieso am liebsten selbst kreativ ist, der kann in der Wachsfabrik auch Workshops und Kurse belegen. Und wenn ihr schon mal da seid, dann legt ihr im kleinen Wachsfabrik-Café am besten auch noch eine Kaffeepause ein.

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© 30works Pop-Art und Street-Art bei 30works

30works bringt Streetart direkt nach Köln – als eine der ersten Galerien in Deutschland könnt ihr euch bei 30works "Pop-Art des 21. Jahrhunderts" bestaunen. Die Galerie von Gérard Margaritis bietet eine hochkarätige Sammlung von Meisterwerken aus Popart, Streetart und zeitgenössischer Kunst. Pop-Art-Künstler wie Van Ray und Jörg Döring, aber auch Bananensprayer Thomas Baumgärtel haben hier schon ihre Werke präsentiert. Der Eintritt in die wechselnden Ausstellungen ist übrigens frei.

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© Christin Otto Kolbhalle – Künstleroase in Ehrenfeld

Ein wunderbarer Ort, der Künstlern der Stadt einen Raum gibt, ist die Kolbhalle in Ehrenfeld. Da treffen Performer, Maler und Musiker aufeinander, die hier ein wandelndes Museum inmitten der Stadtnatur geschaffen haben. Dass es in der Kolbhalle kreativ zugeht, ist kaum zu übersehen – schon beim Vorbeigehen erspäht man Skulpturen und Streetart. Stehen mal wieder Events und Ausstellungen auf dem Programm, öffnen die hier ansässigen Künstler ihre Tore und lassen auch Gäste in ihren bunten Mikrokosmos eintauchen. Eine fabelhafte Welt, die ihr euch bei der nächsten Gelegenheit unbedingt anschauen solltet.

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© Martino Pietropoli | Unsplash Kultursonntage in der Halle Zollstock

Die Kultur-Sonntage in der Halle Zollstock sind wie eine Wundertüte: Jeden Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr sind hier Künstler zu Gast – und zwar aus allen Genres von bildender Kunst über Musik und Theater bis hin zu Lesungen und Film. Ein Stamm von sechs Künstlerinnen gestaltet die Kultursonntage hauptverantwortlich mit eigenen Arbeiten und mit Gastkünstlern.

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© Rheinisches Bildarchiv, Köln/ Chrysant Scheewe Freier Eintritt zu den Museen am Köln-Tag

Köln hat jede Menge tolle Museen und spannende Ausstellungen zu bieten. Wer sich den Eintritt in die städtischen Häuser gerade nicht leisten kann oder will, muss nur auf den sogenannten Köln-Tag warten. Jeden ersten Donnerstag im Monat (außer an Feiertagen) haben nämlich alle Kölner*innen freien Eintritt zu den Ständigen Sammlungen. Einfach Personalausweis mitbringen, fertig. Das Beste: Die Museen sind am Köln-Tag bis 22 Uhr geöffnet.

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© Nicola Dreksler Kunst in freier Natur im Skulpturenpark

Mehr als zwei Jahrzehnte ist es nun schon her, dass Michael und Eleonore Stoffel 1997 den privaten Skulpturenpark in Köln gegründet haben. Zwischen Rhein und Zoobrücke gelegen, könnt ihr euch hier Kunst in der freien Natur ansehen. International, modern und klassisch zugleich. Die wechselnden Kurator*innen sorgen mit ihren eigenen Konzeptionen zudem dafür, dass sich das Erscheinungsbild des Skulpturenparks alle zwei Jahre ändert. Das Beste: Der Eintritt ist frei.

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© KHM Ausstellungen, Literatur und Filme in der KHM

Die Kunsthochschule für Medien ist nicht nur für ihre spannenden Studiengänge rund um die medialen Künste bekannt, sondern auch für ihr umfassendes Programm, das von den Studierenden, Absolvent*innen und Dozent*innen auf die Beine gestellt wird und für alle zugänglich ist. Es lohnt sich also, gelegentlich die Termine auf der Website der KHM abzuchecken – ob Lesungen, Ausstellungen, Filmfestivals oder -vorführungen: Die Inhalte sind wirklich sehenswert und der Eintritt ist sogar frei.