11 urige Brauhäuser in Köln

Köln ist bekannt für sein Kölsch, klar. Und wo wird das besonders reichlich ausgeschänkt? Natürlich im dazugehörigen Brauhaus. So lange bis man mit dem Bierdeckel deutlich macht, dass man genug hat. Keine Lust mehr auf Bier? Dann muss der Deckel auf die Stange gelegt werden. Sonst wird weiterhin Kölsch fließen. Dazu kommen noch die Sprüche vom Köbes, die man als Tourist wahrscheinlich so nicht erwartet. Du willst ein Wasser bestellen? Dann wird man dich mit Sicherheit fragen, ob du zum Trinken hier bist oder dich waschen willst. Dann noch die deftige rheinische Küche, die neben Klassikern wie Himmel un Äd oft auch leckere Pilzpfannen oder frische Muscheln anbieten. Meistens ist für jeden was dabei und es gibt wenige urige Orte, an denen man so schön ohne schlechtes Gewissen einfach so versacken kann. Köln ohne Brauhäuser ist wie Karneval ohne Verkleidung.

© garzhia | FlickrCC BY-NC 2.0 Brauerei zur Malzmühle: Über 150 Jahre Tradition

Vor über 150 Jahren wurde die Brauerei zur Malzmühle eröffnet. Damit ist sie die zweitälteste Brauerei Kölns. Direkt am Heumarkt gelegen, ist sie nicht nur bei Touristen sehr beliebt. Das wusste 1999 auch Bill Clinton zu schätzen. Der ließ es sich nämlich nicht nehmen, den rheinischen Sauerbraten und paar Stangen Mühlen Kölsch zu probieren. Uriger und originaler geht es selten in Köln zu. Wer das typische kölsche Brauhauserlebnis haben möchte, ist bei der Brauerei zur Malzmühle gut aufgehoben.

  • Brauerei zur Malzmühle
  • Heumarkt 6, 50667 Köln
  • Montag - Donnerstag: 11:30-00:00 Uhr, Freitag - Samstag: 11:30-01:30 Uhr, Sonntag & Feiertags: 11:30-23:00 Uhr
  • Mehr Info

© Christin Otto Bierspezialitäten vom Fass in der Braustelle

Herzlich Willkommen in Kölns kleinster und Ehrenfelds einziger Brauerei. 2001 gegründet hat sich die Braustelle auf eigens hausgebrautes Bier spezialisiert. So kann man hier zum Beispiel das Helios trinken oder ein Ehrenfelder Alt bestellen. Außerdem gibt es ein eigenes Weizenbier, ein Hibiskusbier namens Pink Panther und viele weitere Spezialbiere. Wer also mal abseits vom typischen Brauhausspektakel ausgehen möchte, ist in Ehrenfeld und bei der Braustelle an der richtigen Adresse.

© Darren Foreman | FlickrCC BY 2.0 Kölsch trinken im urigen Päffgen Brauhaus

Das Päffgen ist eines der bekanntesten Brauhäuser in Köln. In mehreren Räumen, die so wunderbare Namen wie "Das Kabäuschen" oder "Der Beichtstuhl" tragen, lädt das Brauhaus zu einem prototypischen Köln-Erlebnis ein. Auch kulinarisch wird hier die ganze Bandbreite kölscher Klassiker aufgefahren: Bierhaxe, Grünkohl mit Mettwürsten, die 3/4 Meter Bratwurst oder einfach nur ein richtig leckeres Schnitzel. Wie hat die New York Times so schön über das Päffgen und Köln geschrieben? "But drinking a Kölsch is more than just drinking a beer: it's like drinking an entire culture."

© rs_the_rs | FlickrCC BY-NC 2.0 Kölsche Tapas im Brauhaus ohne Namen

Es braucht nicht immer einen ausgefallenen oder kölschen Namen im Titel. So oder so ähnlich hat sich das wohl das Brauhaus ohne Namen gedacht. Was beim Betreten des b.o.n. direkt auffällt, ist das Personal. Hier erwarten euch keine Köbesse mit Schnauzbart und der kultigen Griesgrämigkeit, sondern junge Leute, die einem direkt das Gefühl von sympathischer Herzlichkeit geben. Wer am Wochenende mal reinschauen möchte, sollte besser reservieren. Einmal drin, könnt ihr euch dann auf richtig gutes Essen freuen. Vom Braumeister-Kotelett, herzhaften Flammkuchen, vitaminreichen Brauhaus-Salatteller bis hin zu kleinen Zwiebelhappen. Für jeden ist im Brauhaus ohne Namen was dabei.

© Daniel Farrell | FlickrCC BY-SA 2.0 Peters Brauhaus im Herzen der Altstadt

Das Peters Brauhaus hat sich die kölsche Gastfreundlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Ob nach der Arbeit, am Wochenende zum Frühschoppen oder einfach so auf ein Kölsch am Abend – hier ist Köln zuhause, wie das Peters Brauhaus so schön schreibt. Empfehlenswert ist definitiv der "Rievkooche-Tag". Jeden Dienstagabend ab 17 Uhr gibt's leckeren Reibekuchen auf unterschiedlichste Art. Wer Peters Kölsch noch nicht getrunken hat, sollte das schleunigst nachholen. Ist es doch eins der leckersten Biere in Köln und das von einer familienbetriebenen, sympathischen Privatbrauerei.

© Fiete Oberkalkofen Rheinische Bierkultur am Griechenmarkt. Das Brauhaus Reissdorf

Das Reissdorf Brauhaus liegt direkt in der Nachbarschaft von unserem Mit Vergnügen-Büro. Das ist aber nicht der Grund, warum das Brauhaus in dieser Liste auftaucht. Hier gibt's neben leckerem Reissdorf Kölsch deftige Speisen, die nicht nur herzhaftes Fleisch beinhalten. Das Brauhaus achtet auf eine ausgewogene Mischung an kölschem, aber auch internationalem und saisonalem Essen. Hier treffen sich Veedelsleute und Touristen gleichermaßen. Wer Lust hat, kann auch die Kegelbahn im Untergeschoss mieten.

© Cristian Iohan Ştefănescu | FlickrCC BY 2.0 Rustikale Atmosphäre im Brauhaus Pütz

Nicht unweit vom Kwartier Latäng liegt das Brauhaus Pütz in der Engelbertstraße. Vorweg gesagt: Das Pütz ist nicht das klassische Brauhaus mit eigenem Bier, aber hier gibt es Mühlenkölsch vom Fass und das Lokal verbreitet urigen Charme und die Atmosphäre, die man beim Betreten eines Brauhauses erwartet. Hier gibt es nicht nur Himmel un Ääd, sondern auch mal ausgefallenere Sachen wie zum Beispiel Walnuss-Ravioli in Feigenbutter. Im Pütz sind nicht so viele Touristen zu finden und auch das Durchschnittsalter ist jünger als in anderen Brauhäusern. Urig-rustikal mit Holzdielen und sichtbarem Mauerwerk, aber auch mit dem gewissen Blick nach vorne – das Brauhaus Pütz überzeugt auf ganzer Linie.

© Tavallai | FlickrCC BY-ND 2.0 Gemütlicher als der große Bruder: Das FRÜH Em Veedel

Das Früh Brauhaus in der Nähe vom Dom kennt wohl jeder Kölner und vor allem jeder Tourist. Wer lieber originaler und gemütlicher sein Früh Kölsch trinken mag, kann das hervorragend im Früh em Veedel tun. Direkt am Chlodwigplatz und neben der berühmten Severinstorburg gelegen, trifft sich hier Jung und Alt, um gemeinsam lecker zu essen und frischgezapftes Kölsch zu trinken. Früher war in dem Brauhaus eine Schnapsbrennerei zuhause. Damals trafen sich frühmorgens immer die Rentner, um den Tag mit einem Schnaps zu beginnen. Deswegen wird die Gaststätte immer noch liebevoll "Invalidendom" genannt. Wer eintauchen möchte im kölschen Miljö, ist hier an der richtigen Adresse.

© Christin Otto Kölscher geht's nicht: Das Lommerzheim in Deutz

Einen Schönheitspreis gewinnt das “Lommi” mit seinem rustikalen Aussehen zwar nicht, trotzdem ist es die Mutter aller Kölscher Kaschämm. Das liegt am ehemaligen Besitzer Hans Lommerzheim, der die Gaststätte zusammen mit seiner Ehefrau Annemie Lommerzheim über 40 Jahre lang führte. Mit seiner urigen Art begeisterte er Stammkunden und Touristen ein halbes Jahrzehnt, bis er im Jahre 2005 verstarb. Wer hier essen und trinken möchte, muss früh da sein – denn meistens bildet sich schon nachmittags eine Schlange. Wer reinkommt, darf sich auf deftige Brauhausspezialitäten und süffiges Päffgen freuen – bei schönem Wetter auch im Biergarten. Über das Lommerzheim gibt es Lieder, einen Wikipedia-Eintrag und die Straße gegenüber des Lokals heißt “Hans-Lommerzheim-Straße”. Mehr Kult geht nicht.

© Fiete Oberkalkofen Rheinische Hausmannskost im Haus Töller

Das Haus Töller ist zuhause in einem der ältesten Gebäude Kölns. Erstmalig wurde es 1343 erwähnt. Dementsprechend urig ist es hier. 2003 wiedereröffnet, wird im Haus Töller kölsche Tradition großgeschrieben. Beim Essen werden selten Experimente gemacht. Hier gibt's noch klassisch Sauerbraten vom Pferd und jeden Freitag Reibekuchen. Für Vegetarier gibt es hier nicht wirklich viel, aber alle anderen können sich auf rheinische Küche freuen, die es so auch schon zu Großelterns Zeiten gab. Besonders rustikal und gemütlich wird es durch die Inneneinrichtung. Hier wird das Inventar nicht ausgetauscht, sondern immer wieder restauriert. So sind die Holztische schon über hundert Jahre alt und werden immer neu mit Wurzelbürste und Schmierseife behandelt.

© Haus Unkelbach/NINA SIMONE PLUM Familientradition wird im Haus Unkelbach groß geschrieben

Im Herzen von Sülz an der Luxemburger Straße steht das Haus Unkelbach. Schon von außen lädt es mit seiner grünlich-schimmernden Waben-Glasfront in sein uriges Inneres ein. Nicht besonders viele Touristen, beliebt bei den "Einheimischen". Im Haus Unkelbach, das schon seit 1930 in Familienbesitz ist, wird das kölsche Lebensgefühl zur Schau gestellt. Hier gibt es neben einer großen Auswahl an Fleischgerichten auch genug für Vegetarier. An Karneval ist hier übrigens die Hölle los und das Haus Unkelbach öffnet an Weiberfastnacht schon um 9.30 Uhr.

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