11 Dinge, die du mit deinem Köln-Besuch im Herbst machen kannst

Nur weil es jetzt herbstlich wird, heißt das nicht, dass die Familien aus der Heimat oder die Partykolleg*innen aus der früheren Studiumsstadt plötzlich seltener in Köln einfallen würden. Nur ist es im Herbst nicht mehr so easy, sich den ganzen lieben langen Tag inklusive der Nächte draußen aufzuhalten, denn es wird zunehmend kälter, es regnet viel und irgendwie ist uns allen oft doch mehr nach Gemütlichkeit und Indoor-Aktivitäten zumute, oder? Deshalb haben wir anbei 11 Ideen, was ihr mit eurem Köln-Besuch im Herbst so anstellen könnt.

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© Luisa Zeltner Brauhaus-Frühstück im Johann Schäfer

Kein Bier vor Vier. Schon klar. Morgens ins Brauhaus gehen – das geht aber schon. Zumindest am Wochenende und zumindest im Johann Schäfer. In Kölns modernstem Brauhau gibt es nämlich immer samstags und sonntags feinstes Schäfer-Frühstück. Zwischen 10 und 16 Uhr könnt ihr in der Südstadt mit dick belegten Stullen, Brauhaus-Müsli, Armer Ritter oder auch einer zünftigen Käse-Wurst-Platte in den Tag starten. Für Eggs-Benedigt-Fans empfehlen wir die Benedict Stulle mit pochiertem Ei, geröstetem Speck, Sauce Hollandaise und Endiviensalat. Lecker!

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© Christin Otto Am Decksteiner Weiher die Seele baumeln lassen

Der Decksteiner Weiher ist der ideale Ort, um mitten in der Stadt mal die Seele baumeln zu lassen. Die beiden Wasserflächen des Weihers werden durch einen Kanal verbunden, an dem Baumalleen im Sommer Schatten spenden und im Herbst für ein buntes Farbenspiel sorgen. Auch im Frühjahr, wenn die Krokusse blühen, ist der Decksteiner Weiher ein echter Hingucker. Hier könnt ihr die Natur genießen – vor allem nach Feierabend. Am Wochenende hingegen ist etwas mehr los, denn dann seid ihr meist nicht die einzigen, die hier eine Auszeit suchen. Wer Stärkung braucht, kann auf der Terrasse des Restaurants "Haus am See" alle Viere gerade sein lassen und wem eher nach etwas mehr Action ist, der schwingt auf dem Minigolfplatz nebenan den Schläger.

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© Efraimstochter | pixabay Drachensteigen auf den Poller Wiesen

Endlich können wir unsere Drachen wieder steigen lassen – und das geht vermutlich am besten auf den Poller Wiesen. Hier habt ihr jede Menge Platz, um eure Fluggefährten fliegen zu lassen – und dazu gibt's obendrauf auch noch eine schöne Aussicht auf den Rhein und die linksrheinische Rheinseite. Grundsätzlich kann man aber natürlich auf jeder Wiese seinen Drachen steigen lassen. Auf den Poller Wiesen ist der Vorteil allerdings, dass euch nur wenige Bäume und Gebäude im Weg stehen – außerdem trefft ihr hier mit Sicherheit auf andere Drachenfans und könnt euch noch ein paar Tricks abschauen.

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© Estonian Saunas | Unsplash In der finnischen Sauna in der Claudius Therme schwitzen

Auch wenn es in Skandinavien ja oft recht kalt ist – mit dem Schwitzen kennen sich die Nordlichter dennoch bestens aus. Zumindest, wenn es ums Saunieren geht. Die "finnische Sauna" ist längst ein fester Begriff und dafür bekannt, dass sie so richtig heiß ist. Verschiedene Aufgüsse sorgen für den besonderen Wohlfühlfaktor und sind angeblich heilsam für die Atemwege. Natürlich könnt ihr auch in Köln finnisch saunieren – in der Claudius Therme zum Beispiel. Im finnisch-sibirischen Saunadorf im Außenbereich bekommt ihr Sauna-Klassiker wie Kelo-Sauna, Erdwallsauna und Banja, aber auch einen idyllischen Kaminraum geboten. Außerdem könnt ihr hier in verschiedenen Thermalbecken baden, die Wassertemperaturen von 33 bis 37 Grad haben. Eine Sauna, einen Wellness- und Beauty-Bereich gibt es selbstverständlich auch. Wenn sich das mal nicht nach Entspannung pur anhört.

  • Claudius Therme
  • Sachsenbergstraße 1, 50679 Köln
  • Montag – Sonntag: 9–24 Uhr
  • Montag – Freitag: Zwei Stunden: 13,50 Euro, vier Stunden: 19,50 Euro, Tageskarte: 24,50 Euro, Samstag – Sonntag: Zwei Stunden: 15,50 Euro, vier Stunden: 21,50 Euro, Tageskarte: 29,50 Euro
  • Mehr Info
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© TimeRide Virtueller Rundgang durch das Köln um 1900 mit TimeRide


Wünscht ihr euch auch manchmal in eine Zeitmaschine steigen zu können, um Köln zu Beginn des 20. Jahrhunderts erleben zu können? Das ist mit TimeRide jetzt möglich – wenn auch nur virtuell. Im Nachbau einer elektrischen Straßenbahn erhaltet ihr VR-Brillen, mit Hilfe derer ihr euch auf einer Rundfahrt durch das Köln vor über 100 Jahren macht. Seht Kölle vor den Zerstörungen der Weltkriege und taucht eine in eine fast schon vergessen Welt – echt kölschen Fahrer, Straßengeräusche, Fahrtwind und holpernde Bahn inklusive.

  • TimeRide
  • Alter Markt 36-42, 50667 Köln
  • Montag bis Sonntag: 10 bis 15 Uhr
  • Fahrpreis für Erwachsene: ab 12,50 Euro, Kinder: ab 10 Euro, Familienticket ab 30 Euro, Gruppenpreise für Gruppen ab 8 Personen oder Schülergruppen
  • Mehr Info
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© Christin Otto Himmlischer Espresso und süße Sünden im hommage

Der Blick an die Decke des kleinen Cafés im Friesenviertel lässt es bereits erahnen: Kaffeeliebhaber befinden sich im hommage im Himmel. Engel schweben hier über der Siebträgermaschine. Kein Wunder also, dass der Espresso aus hauseigener Bohnenröstung – wahlweise fruchtig oder kräftig – so manch einen auf Wolke 7 befördert. Im Sommer gibt es den leckeren Wachmacher natürlich auch in der Iced-Variante und dann könnt ihr dank des tollen Außenbereichs auch draußen Kaffee schlürfen. Bei schlechtem Wetter sorgt die zauberhafte Inneneinrichtung für wohlige Gemütlichkeit. Für zusätzliche Glückshormone sorgen Kuchen, Nussecken, Crêpes und Galettes. Der Galette-Teig ist übrigens aus Buchweizen und somit glutenfrei. Die Auswahl an selbst gebackenen Kuchen wechselt, konstant bleibt hingegen das Geschmacksurteil: richtig lecker. Auch für Veganer ist immer was dabei. Portugal-Fans sollten unbedingt montags, mittwochs, freitags oder samstags vorbeischauen – dann gibt es im hommage nämlich frisch gebackene Pastéis de Nata.

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© Pixabay Kunst, Design und mehr in der Buchhandlung Walther König

Jeder, der zum Shoppen in die Ehrenstraße einbiegt, wird diesen Buchladen kennen. Ihr wisst schon, der, der so vollgepackt aussieht, als würden gleich alle Bücher aus ihm herausquellen. Buchhändler Walther König gründete seinen Buchladen 1969 in Köln. Weil er in der Kölner Kunstszene so gut vernetzt war, wurde sein Laden zum Treffpunkt der Kunstszene und das schlägt sich noch heute nieder. Die Buchhandlung verkauft alles rund um Kunst, Architektur, Design, Mode und Fotografie. Und tatsächlich gibt es hier so viele tolle Bücher, dass man beim Stöbern schnell mal die Zeit vergessen kann – vor allem, wenn das Wetter draußen gerade nicht ins Freie lockt. Mittlerweile ist Walther König übrigens nicht nur in Köln, Bonn, Düsseldorf, Dresden, Frankfurt, Münster, Stuttgart und München zu finden, sondern auch in Wien, London und Amsterdam.

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© Unsplash Eine ruhige Kugel schieben bei West Bowling

20 Bowlingbahnen für jeweils bis zu acht Spieler, Bier, Cocktails und Burger: In Kölns größtem Bowling-Center würde wohl selbst Fred Feuerstein feuchte Augen bekommen. Dabei eignet sich die insgesamt 2000 Quadratmeter große Anlage von West Bowling nicht nur für einen feuchtfröhlichen Abend mit euren Freunden – auch Familien können hier prima ein paar lustige Stunden verbringen.

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© Belgischer Hof Belgischer Hof – ein deutsch-französisches Kleinod

Wer Lust auf deutsch-französische Küche hat, der findet diese mitten im Belgischen Viertel. Mit seinem verträumten Innenhof und der hübschen Begrünung ist der Belgische Hof ein echtes Großstadt-Kleinod. Gespeist wird hier in verschiedenen Räumen – der Flammkuchenhütte, der Franz-Bar oder der Brasserie. Dabei ist es eigentlich völlig egal, in welchen Gastraum es euch verschlägt, denn wunderschön und mit französischem Flair ausgestattet sind sie all drei. Kulinarisch setzt der Belgische Hof auf Flammkuchen und köstliche Brasserie-Küche. Gekocht wird mit besten und natürlich frischen Zutaten. Die Speisekarte wechselt regelmäßig, sodass es je nach Saison unterschiedliche Speisen zu probieren gilt. Passend zur Jahreszeit gibt es im Frühling beispielsweise Gerichte mit Spargel. Für Fleischesser ist die Entenbrust in der Regel eine sichere Bank.

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© Christin Otto Independent-Filme im Off Broadway

Im kwartier Latäng, mitten auf Kölns Studentenmeile, liegt das Off Broadway. Der erste Film flimmerte hier schon 1949 über die Leinwand. Damit ist das Kino älter als die meisten Besucher hier. Zwei kleine Säle gibt es, gezeigt werden Independent-Filme. Beliebt ist das Kino bei Cineasten aber nicht nur wegen der außergewöhnlichen Filmauswahl, sondern auch aufgrund des hübschen Biergartens und der Tatsache, dass das Habibi direkt um die Ecke ist – schließlich sind Falafel der perfekte After-Movie-Snack. Donnerstags ist Kinotag (6 Euro).

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© Flora 6 Echt kölsche Kneipenkultur im Flora 6

Wo geht man in Nippes hin, wenn man bis spät beziehungsweise früh unterwegs sein will? Die Flora 6 in Nippes, direkt an der Bahnstation Florastraße gelegen, ist bei manchen schon berühmt-berüchtigt. Vor allem an Karneval ist die Kneipe ein echter Hotspot für alle Jecken im Veedel. Lecker Kölsch und Hochprozentiges gibt es hier. Und wenn der kleine Hunger kommt, kann man sich auch mal einen kleinen Imbiss zum Bier gönnen, zum Beispiel verschiedene Sorten Gulasch, Käsespätzle oder andere Kleinigkeiten. Wem das noch nicht reicht, der sollte mal zu einem Konzert vorbeikommen. Das Flora 6 ist auf jeden Fall die perfekte Kneipe für einen echt kölschen Abend. Hier findet ihr Kölsche Kneipenkultur at it‘s best.

Titelbild: Leon Seibert | Unsplash

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