11 Ausflüge in und um Köln, für die du kein Auto brauchst

Wer kennt‘s nicht: Man wacht morgens am Wochenende oder an einem freien Tag auf und hat extrem Lust, was zu entdecken – zum Beispiel einen Ort, an dem man vielleicht noch nie war. Macht man sich dann an die Recherche findet man oftmals Orte und Erlebnisse, die man nur mit dem Auto erreicht. Ziemlich frustrierend, wenn man keins hat. Keine Sorge, auch ohne Auto könnt ihr in und um Köln ziemlich viel erleben. Wir haben euch 11 Ausflüge rausgesucht, für die ihr kein Auto braucht – und die Umwelt bedankt sich ebenfalls.

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© Nicola Dreksler Die Klosteranlage Knechtsteden erkunden

Jahrelang war Knechtsteden in Dormagen ein nahezu autonomes Klosterdorf und die Heimat von rund 450 Menschen. Heute befinden sich auf dem Klostergelände rund um die Basilika Kreativwerkstätten, ein wunderschöner Kräutergarten, eine Fundgrube, Ateliers, Gastronomie und Co. Dementsprechend ist Knechtsteden ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Hauptbahnhof aus seid ihr mit Bus und Bahn in nur 30 Minuten in Knechtsteden. Von der Bushaltestelle gelangt ihr über den Obstwanderweg zur Klosteranlage und begegnet dabei putzigen Schafen. Wen das Erkunden der Klosteranlage hungrig macht, der kann sich im Anschluss im "Klosterhof" stärken – wir empfehlen euch die Flammkuchen.

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© Nicola Dreksler | Christin Otto Einen Tag in Bad Honnef verbringen

Für diejenigen, die guten Wein und verträumte Örtchen lieben, empfiehlt sich ein Ausflug nach Bad Honnef. Mit der Regionalbahn seid ihr in nur 45 Minuten in dem kleinen Städtchen. Zuerst könnt ihr den historischen Ortskern mit seinen pittoresken Fachwerkhäusern erkunden. Für eine kleine Verschnaufpause empfiehlt sich das Café Karlottas. Anschließend könnt ihr noch etwas idyllische Natur und Bötchen-Romantik auf der Insel Grafenwerth genießen – die ist vom Zentrum nur 15 Minuten zu Fuß entfernt. Zwei Bahnstationen oder einen halbstündigen Spaziergang von der Insel entfernt liegt die Weinwirtschaft Zum Böllchen, in die ihr zum Abschluss einkehren könnt. Dort könnt ihr euch ein romantisches Plätzchen im lauschigen Innenhof suchen, gemeinsam eine Brotzeit bestellen und den tollen Wein von der Karte probieren. Vom Böllchen aus könnt ihr auf dem Rückweg schon an der Station "Rhöndorf" in die Bahn zurück nach Köln steigen.

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© Nicola Dreksler Natur, See & Tiere – ein Abstecher in die Dellbrücker Heide

Im Nordosten von Köln erwartet euch mit der Dellbrücker Heide eine kleine Oase zum Spazieren und Wandern. Mit der S-Bahn könnt ihr direkt nach Dellbrück fahren und sofort mit eurer Wanderung loslegen. Auf der rund zehn Kilometer langen Tour kommt ihr am Höhenfelder See vorbei und könnt schön am Wasser entlang spazieren. Kleine Bötchen und jede Menge Natur machen diesen Ort perfekt, um die Decke auszubreiten und einfach mal zu genießen. Wenn es euch noch weiter in den Norden verschlägt, begegnen euch im Dünnwalder Wildpark jede Menge Rehe, Mufflons und andere Tiere. Natürlich könnt ihr die Wanderroute auch ein wenig verlängern oder verkürzen – Wege gibt es in der Gegend genug.

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@ Madeleine Dengler Kunst im Museum Insel Hombroich entdecken

Südwestlich von Neuss, direkt an der Erft, liegt ein Landschaftsschutzzareal von 21 Hektar, das das Tageslichtmuseum Insel Hombroich beherbergt. Mit der S-Bahn fahrt ihr bis nach Neuss Süd – von dort aus sind es dann nur noch zehn Minuten mit dem Bus zum Museum Insel Hombroich. Das Konzept: Natur und Kunst sollen hier zusammenwirken, ohne künstliches Licht, ohne Beschilderungen oder Erklärungen. Auf dem Gelände stehen begehbare Skulpturen, die selbst als Ausstellungsraum genutzt werden. Ein weiteres Highlight: Die ehemalige Nato-Raketenstation, die seit 1994 als Arbeitsraum für Künstler*innen genutzt wird. Auf der Raketenstation befindet sich auch das Gästehaus "Kloster" – wer will, kann sich hier ein Zimmer reservieren und direkt für eine Nacht an diesem ganz besonderen Ort bleiben.

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© Christin Otto Ein Tag in Brühl

Brühl – das ist dieses schnuckelige Städtchen zwischen Köln und Bonn, das ihr mit der Regio in einer Viertelstunde erreicht. Wer hier bisher noch nicht Halt gemacht hat, sollte das schleunigst nachholen. Denn in Brühl gibt es neben den prächtigen Schlössern – dem Schloss Augustusburg und Schloss Falkenlust – auch ein hübsches, kleines Zentrum mit Cafés und Restaurants wie dem "Em Höttche" zu entdecken. Im "C‘est la Vie" könnt ihr euch mit buttrigen Croissants und feinster Pâtisserie eindecken und im Programmkino Zoom könnt ihr euch einen tollen Streifen ansehen. Mehr Tipps zu Brühl findet ihr hier.

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© Christin Otto Ländliches Idyll und Minigolf auf der Groov

Die Reise nach Porz-Zündorf lohnt sich gleich aus mehreren Gründen. Zum einen, weil allein die Überfahrt mit der Krokodil-Fähre von Weiss nach Zündorf ein kleines Highlight ist. Zum anderen, weil sich hier viele jahrhundertealte Bäume, wunderschöne Rheinstrände und alte Fachwerkhäuser befinden. Auch für Entertainment ist gesorgt: In der Minigolfanlage Groov spielt ihr auf kreativ gestalteten Bahnen, was jede Menge Action verspricht. Außerdem kann man am Marktplatz super Kaffee trinken oder eine Portion Pommes verdrücken. Wenn sich der Tag dann dem Ende neigt, könnt ihr euch ein lauschiges Plätzchen suchen und die Abendsonne an der Groov oder direkt am Rhein genießen.

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© Dmitry Tonkonog | Wikimedia Commons Den Drachenfels erkunden

Der Drachenfels ist ein Berg im Siebengebirge am Rhein zwischen Königswinter und Bad Honnef und ein sagenhafter Ort. Der Legende nach hat Siegfried im Siebengebirge den Kampf mit dem Drachen, der die Königstochter bewachte, gewonnen. Kein Wunder also, dass die Burgruine Drachenfels ein beliebtestes Ausflugsziel ist. Allerdings solltet ihr gut gestärkt losziehen, denn der Aufstieg ist nicht ohne. Wem das zu anstrengend ist, der kann sich gemütlich zurücklehnen und mit der Drachenfelsbahn fahren. Hierfür müsste ihr einfach mit der S-Bahn bis Königswinter fahren – von dort aus ist die Talstation der Drachenfelsbahn fußläufig erreichbar. Für Geburtstagskinder ist die Berg- und Talfahrt sogar kostenlos. Oben angekommen wartet dann eine phänomenale Aussicht über das Siebengebirge und den Rhein auf euch.

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© Christin Otto Mit dem Zug nach Venlo

Zugegeben, Venlo liegt nicht direkt ums Eck' – mit dem Zug seid ihr aber trotzdem in grade mal anderthalb Stunden in dem schnuckeligen Städten bei unseren Nachbarn in Holland. Ein Weg, der sich lohnt. Die Stadt hat einiges zu bieten, deshalb trifft man dort auch immer einige deutsche Ausflügler*innen. Die meisten kommen zum Einkaufen – schließlich gibt es in Holland nicht nur Kaffee und Tee zum Schnäppchenpreis, hier haben die Geschäfte auch sonntags geöffnet. Doch Venlo – die grüne Stadt an der Maas – hat noch mehr zu bieten als nur Shopping. Hübsche Cafés, historische Gebäude, Restaurants mit fantastischem Essen und wunderschöner Aussicht erwarten euch hier. Wenn ihr Lust auf einen Tag in Venlo habt, schaut euch am besten unseren Venlo-Guide an. Tipp: Falls ihr ein NRW-Ticket habt, fahrt ihr sogar kostenlos nach Venlo.

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© Christin Otto Düsseldorf – auf Entdeckungstour in der Landeshauptstadt

Klar, für Kölner ist Düsseldorf sozusagen Feindesland. Aber wenn wir die neckischen Rivalitäten mal beiseite schieben, muss man zugeben: Düsseldorf hat vieles, wofür sich ein Tagesausflug lohnt. Am besten startet ihr mit einem Frühstück im Nooij Dutch Deli – ein derart hippes, holländisches Deli sucht man in Köln noch vergebens. Dann geht es weiter in die Altstadt – auf dem großen Markt könnt ihr wunderbar Blumen und frisches Gemüse kaufen oder lunchen gehen. Außerdem solltet ihr bei der Bäckerei Hinkel unbedingt ein Müslibrot mitnehmen. An der Rheinpromenade könnt ihr eine Verschnaufpause einlegen, bevor ihr euch auf den Weg zum Medienhafen macht und dort die Architektur bestaunt. Wer shoppen will, ist auf der Königsallee und der Schadowstraße richtig. Abends gönnt ihr euch am besten noch ein japanisches Dinner, denn so gute und authentische japanische Küche wie in Düsseldorf findet man sonst kaum in NRW – empfehlen können wir beispielsweise das Naniwa.

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@ Abtei Brauweiler | Silvia M. Wolf Ein Tag im Kulturzentrum Abtei Brauweiler

Kennt ihr die Abtei Brauweiler? Nicht? Dann solltet ihr das schleunigst ändern. Die romanische Abteikirche, die prächtigen Parkanlagen und die barocken Gebäude sind nämlich definitiv einen Besuch wert. Nicht umsonst gilt die Abtei Brauweiler als eine der schönsten Klosteranlagen im Rheinland. Und das Beste: Mit S-Bahn und Bus seid ihr in knapp einer halben Stunde da. Von Weiden West fahrt ihr nämlich nur noch zehn Minütchen bis zum Kulturzentrum Abtei Brauweiler. Apropos Kultur – in den sorgfältig restaurierten historischen Räumlichkeiten finden regelmäßig Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und Ausstellungen statt. Hierfür checkt ihr am besten mal das Programm.

  • LVR-Kulturzentrum Abtei Brauweiler
  • Ehrenfriedstraße 19, 50259 Pulheim
  • Abteihöfe: Montag – Sonntag: 7–19 Uhr, Abteikirche: Dienstag – Freitag: 10–17 Uhr, Samstag: 9–12 und 14–18.30 Uhr, Sonntag: 14–19 Uhr
  • Eintritt frei
  • Mehr Info
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© Annie Spratt | Unsplash Für Naturliebhaber*innen: Gut Leidenhausen

Nicht nur im Königsforst zeigt sich Porz von seiner grünen Seite – auch in der angrenzenden Wahner Heide gibt es für Naturliebhaber viel zu entdecken. Die Heidelandschaft ist bekannt für ihre einzigartige Flora und Fauna – und mit Gut Leidenhausen findet ihr in Porz-Eil einen idealen Startpunkt für eure Entdeckungstour. Wenn ihr mit der Bahn anreist, fahrt ihr einfach bis Königsforst und steigt dann nochmal für fünf Minuten in den Bus, der euch zum Gut Leidenhausen chauffiert. Der ehemalige Rittersitz versorgt euch mit allerlei Wissen. So erfahrt ihr im Haus des Waldes alles über Wälder und Bäume, während die Greifvogelstation über heimische Greifvogelarten informiert und sich um kranke und verletzte Vögel kümmert. Immer am 1. Mai findet auf dem Gut der Wahner Heide Tag statt, jährlich am 1. Adventswochenende steht die Waldweihnacht auf dem Programm. Wer die Heide in ihrer vollen Pracht erleben will, sollte im Herbst den weiten Geisterbusch ansteuern. Dann blüht das Heidekraut herrlich violett und man begegnet Rindern und Ziegen.

  • Gut Leidenhausen
  • Gut Leidenhausen 1, 51147 Köln
  • Mittwoch – Samstag: 12–16 Uhr, Sonntag: 11–17 Uhr
  • Mehr Info

Titelbild: © Abtei Brauweiler | Ricarda Altvater

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