11 schöne Spaziergänge in Köln

Spaziergehen ist schon eine erstaunliche Sache: Während wir uns als Kinder nichts Langweiligeres vorstellen konnten, als mit unseren Eltern – nur um des Spazierens Willen – durch die Gegend zu spazieren, treffen wir uns heute freiwillig mit Freunden, um durch die Stadt zu flanieren und uns Geschichten zu erzählen. Vielleicht liegt es auch daran, dass Köln einfach so viele tolle Orte bereithält und wir selbst mitten in der Stadt immer wieder kleine, grüne Oasen entdecken, die einfach nur zum Verweilen einladen. Wie dem auch sei: Ob mitten in der Natur, am Rhein, in der Stadt oder am Wasser – an diesen 11 Orten spazieren wir so richtig gerne.

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© Tim Horsch An den Poller Wiesen entlang spazieren

An einem sonnigen Tag gibt es fast nichts Schöneres, als am Rhein entlang Richtung Poller Wiesen zu spazieren. Die Strecke entlang des Rheins ist einfach Entspannung pur. Hier trefft ihr auf Menschen, die grillen, Musik hören oder einfach nur abhängen. Auf Fußballmannschaften der Kölner Amateurligen, die sich spannende Duelle liefern. Ja, sogar Schafsherden gibt es hier, die ab und zu entlang des Rheins grasen. Also: Es gibt viel zu sehen. Und wer genug gelaufen ist, der packt einfach die Picknickdecke aus und genießt die Abendsonne samt Sonnenuntergang.

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© Christin Otto Durch den Königsforst spazieren

Raus aus der Stadt und rein in die Natur. Köln teilt sich mit dem Bergischen den Königsforst, der gleich hinter Rath Heumar beginnt. Der Weg in den Wald eignet sich perfekt für eine Fahrradtour. Falls euch das aber zu weit ist, gelangt ihr auch mit der Linie 9 ans Ziel. Das Naturschutzgebiet ist der ideale Ort für einen ausgiebigen Spaziergang. Hier könnt ihr nämlich wunderbar entspannen, abschalten und fernab des Trubels die Natur genießen.

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© Carolin Franz Im Süden Zollstocks am Wasser spazieren

Aus Raderthal oder Zollstock kommend lässt sich der schöne Kalscheurer Weiher super zu Fuß erreichen. Hier gibt es jede Menge Wiese, Wege und Pflanzen, natürlich den idyllischen Weiher und viel Ruhe für einen entspannten Spaziergang. Starten könnt ihr zum Beispiel weiter östlich am Fritz-Encke-Volkspark in Raderthal oder am Südfriedhof in Zollstock – ein kleiner Schlenker über den Friedhof selbst sollte am besten auch noch drin sein, denn hier ist es ebenso schön und entspannt wie am Weiher selbst.

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© Leo Foureaux | Unsplash Tropisch schön in der Flora und dem botanischen Garten

Jährlich kommen mehr als eine Millionen Menschen in die Flora und den anliegenden Botanischen Garten. Kein Wunder: Auf über elf Hektar könnt ihr hier 12.000 Pflanzenarten aus aller Welt bestaunen. Hinzu kommen englische Gärten, Springbrunnen und Gewächshäuser, die subtropische Pflanzen enthalten. Vor allem der Wintergartenpalast hat etwas Majestätisches. Und im Frühling könnt ihr hier den Krokussen beim Wachsen zuschauen. Es gibt viel zu sehen – und zu riechen. Ein an Duftpflanzen reicher Garten ist besonders für Blinde interessant. Falls euch bei all den Eindrücken der Hunger überkommt, empfehlen wir euch einen Besuch im Dank Augusta.

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© Zeno Thysman | Unsplash Absolute Ruhe im Schlosspark Stammheim

Wer im Rechtsrheinischen unterwegs ist und dem Trubel entkommen will, der findet im Schlosspark Stammheim Ruhe. Die kleine Grünanlage direkt am Stammheimer Rheinufer ist nicht nur Heimat für viele Alexandersittiche – hier treffen auch alte Baumbestände auf moderne Kunst. Rosarote Kirschblüten im Frühjahr und buntes Laub im Herbst bilden die Kulisse für verschiedene Skulpturen, die jährlich wechseln. Kunst auf grünem Rasen also und das auch noch ganz ohne Eintritt. Hier könnt ihr auf Entdeckungstour gehen und am Rhein die Seele baumeln lassen.

6

© Nicola Dreksler Romantik im Rosengarten

Versteckt im Kölner Norden, nahe der Haltestelle Reichensperger Platz, befindet sich eine der ursprünglich elf linksrheinisch angelegten Festungsanlagen Kölns, das Fort X. Die denkmalgeschützte Anlage allein ist schon Grund zum Besuch, was viele aber nicht wissen: Auf dem Dach befindet sich ein versteckter Rosengarten, der nach seiner Rekonstruktion im Jahr 2013 auf einer Fläche von 98 Hektar etwa 2000 Rosen aus über 70 verschiedenen Sorten beherbergt. Fun Fact: Der Garten bildete die Vorlage für literarische Werke, etwa für Heinrich Bölls Gruppenbild mit Dame oder Mike Schwarz’ Köln-Krimi Fort X – Mord im Rosengarten.

7

© Christin Otto Natur, See & Tiere – ein Abstecher in die Dellbrücker Heide

Im Nordosten von Köln erwartet euch mit der Dellbrücker Heide eine kleine Oase zum Spazieren und Wandern. Mit der S-Bahn könnt ihr direkt nach Dellbrück fahren und sofort mit eurer Wanderung loslegen. Auf der rund zehn Kilometer langen Tour kommt ihr am Höhenfelder See vorbei und könnt schön am Wasser entlang spazieren. Kleine Bötchen und jede Menge Natur machen diesen Ort perfekt, um die Decke auszubreiten und einfach mal zu genießen. Wenn es euch noch weiter in den Norden verschlägt, begegnen euch im Dünnwalder Wildpark jede Menge Rehe, Mufflons und andere Tiere. Natürlich könnt ihr die Wanderroute auch ein wenig verlängern oder verkürzen – Wege gibt es in der Gegend genug.

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© Christin Otto Über den Melatenfriedhof spazieren

Ein Friedhof als Ausflugsziel – das mag erstmal ziemlich seltsam klingen. Aber der Melatenfriedhof ist ja auch nicht irgendein Friedhof – es ist einer der bekanntesten und wahrscheinlich auch schönsten Friedhöfe Deutschlands. Außerdem liegen hier ziemlich viele Kölner Prominente begraben. Zu den jüngeren Verstorbenen zählen zum Beispiel Dirk Bach und Guido Westerwelle. Unterschiedliche Flora und Fauna, mitten in der Stadt gelegen, viele spannende Geschichten, schattenspendendes Grün und absolute Ruhe – all das macht den Melatenfriedhof zu einem sehenswertem Ort. Also schwingt euch aufs Rad und gönnt euch diese mystische Auszeit! Wer mehr zum Melatenfriedhof erfahren will, dem empfehlen wir eine Führung.

9

© Christin Otto Durchs Belgische schlendern

Wer gerne spazieren geht, aber nicht direkt die Zivilisation verlassen will, schlendert am besten durchs Belgische Viertel: Hier gibt es nämlich viele schöne Ecken, süße Läden zum Bummeln und auch für eine Kaffeepause gibt es unzählige Möglichkeiten. Einen kleinen Abstecher ins Grüne könnt ihr außerdem im Stadtgarten machen – hier seid ihr zwar nicht völlig abgeschnitten von der Außenwelt, aber genau das ist ja auch das Ziel von einem Spaziergang durch das Belgische Viertel.

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© Christin Otto Am Decksteiner Weiher die Seele baumeln lassen

Der Decksteiner Weiher ist der ideale Ort, um mitten in der Stadt mal die Seele baumeln zu lassen. Die beiden Wasserflächen des Weihers werden durch einen Kanal verbunden, an dem Baumalleen im Sommer Schatten spenden und im Herbst für ein buntes Farbenspiel sorgen. Auch im Frühjahr, wenn die Krokusse blühen, ist der Decksteiner Weiher ein echter Hingucker. Hier könnt ihr die Natur genießen – vor allem nach Feierabend. Am Wochenende hingegen ist etwas mehr los, denn dann seid ihr meist nicht die einzigen, die hier eine Auszeit suchen. Wer Stärkung braucht, kann  – wenn nicht gerade Lockdown ist – auf der Terrasse des Restaurants "Haus am See" alle Viere gerade sein lassen und wem eher nach etwas mehr Action ist, der schwingt auf dem Minigolfplatz nebenan den Schläger.

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© Carolin Franz Am Rhein entlang bis nach Rodenkirchen spazieren

Jedes Mal, wenn wir am Rhein entlang spazieren, fragen wir uns, warum wir das nicht öfter machen – denn jedes Mal auf‘s Neue wird einem bewusst, wie besonders der Rhein und die Aussicht hier ist. So ein Spaziergang am Rhein lohnt sich aber nicht nur, wenn es warm ist, sondern auch in den kalten Monaten. Wer linksrheinisch an der Bastei startet, kommt an den bunten Häusern in der Altstadt, dem Schokoladenmuseum und den Kranhäusern vorbei, kann an der Südbrücke den Skatern zuschauen und bis nach Rodenkirchen immer weiter direkt am Wasser laufen.

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