11 Wanderausflüge in und um Köln, für die du kein Auto brauchst

Raus in die Natur, am liebsten fernab des Getümmels – das ist wohl das Motto vieler Kölner*innen während des Lockdowns. Wirklich mal rauszufahren scheint manchmal aber gar nicht so einfach, wenn man kein Auto hat, mit dem man mal kurz das gesamte Umland erkunden kann. Damit ihr auch ohne fahrbaren Untersatz tolle Wanderungen unternehmen könnt, haben wir euch 11 Ziele rausgesucht, die ihr auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht.

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© Christin Otto Wandern im Königsforst

Raus aus der Stadt und rein in die Natur: Das Naturschutzgebiet Königsforst zwischen Köln und Bergisch Gladbach ist der ideale Ort für eine umfangreiche Wanderung. Ein ganz besonderes Highlight: Der im Königsforst gelegene Monte Troodelöh ist mit 118 Metern die höchste Erhebung der Stadt Köln. Also denkt dran, es kann beim Wandern auch ein bisschen anstrengend werden. Wer die Anreise mit der KVB bestreiten will, fährt mit der Linie 9 direkt bis zur Haltestelle Königsforst.

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© Christin Otto Natur, See & Tiere – ein Abstecher in die Dellbrücker Heide

Im Nordosten von Köln erwartet euch mit der Dellbrücker Heide eine kleine Oase zum Spazieren und Wandern. Mit der S-Bahn könnt ihr direkt nach Dellbrück fahren und sofort mit eurer Wanderung loslegen. Auf der rund zehn Kilometer langen Tour kommt ihr am Höhenfelder See vorbei und könnt schön am Wasser entlang spazieren. Kleine Bötchen und jede Menge Natur machen diesen Ort perfekt, um die Decke auszubreiten und einfach mal zu genießen. Wenn es euch noch weiter in den Norden verschlägt, begegnen euch im Dünnwalder Wildpark jede Menge Rehe, Mufflons und andere Tiere. Natürlich könnt ihr die Wanderroute auch ein wenig verlängern oder verkürzen – Wege gibt es in der Gegend genug.

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© Carolin Franz Auf dem Kölnpfad von Roggendorf nach Merkenich

Wer im Kölner Norden wohnt, kann sich mit der S12 Richtung Worringen aufmachen, um dort einen Teil des 171 Kilometer langen Kölnpfads zu genießen. Die 11 Kilometer lange Route führt vom Worringer Bahnhof zum Rhein und dann südlich Richtung Merkenich. Dabei hat man einen tollen Blick auf den Rhein und kann ein gutes Stück laufen – da der Weg am Rhein entlang sehr flach ist, eignet sich die Strecke trotzdem für Ausflüge mit Kindern und Familie.

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© Pixabay Rund um die Zündorfer Groov

Die Zündorfer Groov ist eine kleine Freizeitinsel im Stadtteil Porz-Zündorf, die zum Baden und Faulenzen einlädt – oder zum Wandern. Je nach Zeit, Fitness und Motivation könnt ihr eure Strecke selbst festlegen. Ein richtiger Tagesausflug wird der Trip, wenn ihr in Wahn startet und euch dann über eine ausgedehnte Rundtour am Rhein entlang bis zur Groov bewegt – das wären über 20 Kilometer. Zum Startpunkt gelangt ihr easy mit der S-Bahn S12, die bis nach Köln-Wahn fährt. Die Gegend rund um die Groov ist jedenfalls richtig schön und ihr könnt prima direkt am Wasser spazieren. Da kommt, nicht weit vom Zentrum entfernt, richtige Urlaubsstimmung auf.

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© Christin Otto Durch die Klosterlandschaft Heisterbach wandern

Insbesondere in den kalten Monaten ist eine Wanderung bei klarer Luft durch die Klosterlandschaft Heisterbach bei Königswinter ein ganz besonderes Erlebnis. Der Rundwanderweg ist circa elf Kilometer lang und führt durch Weinberge und Wald. Als Wanderetappe solltet ihr auf jeden Fall den Stenzelberg ansteuern, denn bei gutem Wetter sieht man oben angekommen nicht nur Bonn, sondern sogar den Kölner Dom. In der alten Klosterruine könnt ihr die Ruhe und Stille genießen. Wer sich zwischendurch stärken möchte, der ist in der Klosterstube Heisterbach goldrichtig. Übrigens: Falls ihr kein Auto habt, könnt ihr die Klosterruine Heisterbach auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen: Setzt euch einfach in die Regionalbahn bis Niederdollendorf und von dort aus fährt ein Bus direkt zum Kloster. Insgesamt dauert die Fahrt etwa eine gute Stunde.

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© Pixabay Den Drachenfels erkunden

Der Drachenfels ist ein Berg im Siebengebirge am Rhein zwischen Königswinter und Bad Honnef und ein sagenhafter Ort. Der Legende nach hat Siegfried im Siebengebirge den Kampf mit dem Drachen, der die Königstochter bewachte, gewonnen. Kein Wunder also, dass die Burgruine Drachenfels ein beliebtestes Ausflugsziel ist. Allerdings solltet ihr gut gestärkt losziehen, denn der Aufstieg ist nicht ohne. Wem das zu anstrengend ist, der kann sich gemütlich zurücklehnen und mit der Drachenfelsbahn fahren. Hierfür müsst ihr einfach mit der S-Bahn bis Königswinter fahren – von dort aus ist die Talstation der Drachenfelsbahn fußläufig erreichbar. Für Geburtstagskinder ist die Berg- und Talfahrt sogar kostenlos. Sollte die Bahn schon in der Winterpause sein, müsst ihr wohl oder übel laufen – aber in rund einer Stunde sollte die Strecke zwischen dem Bahnhof Königswinter und dem Drachenfels machbar sein. Oben angekommen wartet dann eine phänomenale Aussicht über das Siebengebirge und den Rhein auf euch.

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© Nicola Dreksler Die Klosteranlage Knechtsteden erkunden

Jahrelang war Knechtsteden in Dormagen ein nahezu autonomes Klosterdorf und die Heimat von rund 450 Menschen. Heute befinden sich auf dem Klostergelände rund um die Basilika Kreativwerkstätten, ein wunderschöner Kräutergarten, eine Fundgrube, Ateliers, Gastronomie und Co. Dementsprechend ist Knechtsteden ein beliebtes Ausflugsziel – und eine tolle Gegend, um zu spazieren und zu wandern. Vom Kölner Hauptbahnhof aus seid ihr mit Bus und Bahn in nur 30 Minuten in Knechtsteden. Der RE7 braucht bis Dormagen Bf nur 12 Minuten. Von da aus fährt ein Bus in nur 13 Minuten nach Knechtsteden. Von der Bushaltestelle aus gelangt ihr über den Obstwanderweg zur Klosteranlage und begegnet dabei putzigen Schafen. Wen das Erkunden der Klosteranlage hungrig macht, der kann sich im Anschluss im "Klosterhof" stärken – wir empfehlen euch die Flammkuchen.

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© Christin Otto Einen Abstecher zum Naturschutzgebiet "Am Hornpottweg"

Unweit des Dünnwalder Wildparks findet sich ein ganz besonderes Biotop: das Naturschutzgebiet "Am Hornpottweg". In Köln ist diese Art von Lebensraum sogar einzigartig. Denn: In der Sumpflandschaft ist die Artenvielfalt besonders groß. Eigentlich war das Ganze einmal eine Kiesgrube – als die dann stillgelegt wurde, hatte man es mit dem Auffüllen aber nicht besonders eilig, sodass sich erst Tümpel und später ein ganzer Sumpf entwickelte. Weil das 40 Hektar große Naturschutzgebiet zuletzt immer mehr zuwuchs, wurden sogar zwei Wasserbüffel angesiedelt, die das Grün wegfressen. Den Sumpf selbst darf man zwar nicht betreten, aber von verschiedenen Aussichtspunkten könnt ihr den Bereich überblicken. Mit ein bisschen Glück erspäht ihr hier Eulen, Fischadeler, Kraniche und andere Tiere. Und der Weg führt durch jede Menge Wald, der herrlich ruhig ist. Wenn ihr eine Wanderung ohne Auto plant, dann fahrt vom Breslauer Platz einfach mit dem Bus 260 bis zum Nittumer Weg in Leverkusen – das dauert keine 40 Minuten und dann könnt ihr eure Route starten.

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© Ernesto Velázquez | Unsplash Auf Entdeckungstour im Bonner Kottenforst

Nur etwa 20 Minuten von der Bonner Innenstadt entfernt liegt der rund 4000 Hektar große Kottenforst. Er gehört zum Naturpark Rheinland und wird heute vor allem als Wander- und Erholungsgebiet genutzt. Im Kottenforst bewegt ihr euch auf historischen Pfaden, denn das einzigartige Alleensystem stammt noch aus der Zeit des Kölner Kurfürsten Clemens August, der den Wald früher für die Parforce-Jagd nutzte. Auch die Barockkreuze und das Jägerhäuschen mitten im Wald erinnern an diese Zeit. Ein besonderes Highlight ist das Wildgehege am Rande des Kottenforst, den dort könnt ihr Damwild, Rotwild und Wildschweine beobachten. Wenn ihr mit der Bahn anreisen wollt, dann nehmt ihr vom Bonner Hauptbahnhof aus einfach die Buslinie 800 – die ist in knapp 30 Minuten am Kottenforst Bahnhof.

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© Alisa Welzel Wunderschöne Wanderungen in Obermaubach

Obermaubach liegt im Naturpark Nordeifel direkt an der Rur – und zwar da, wo der Fluss in den Stausee Obermaubach fließt. Für Wanderer ist das Areal samt Stausee, Wäldern und Eifelbergen ein echtes Paradies. Wanderrouten, um die Gegend zu entdecken, gibt es in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden. Zu empfehlen ist zum Beispiel der Kuhkopfsteig, der euch vom Stausee hinauf zum Aussichtspunkt an der Waldkapelle führt. Wenn ihr kein Auto habt und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen wollt, geht das natürlich auch: Vom Kölner Hauptbahnhof aus nehmt ihr einfach den RE bis nach Düren – das dauert keine halbe Stunde. Von da aus fahren Busse bis "Leversbach Auf dem Berg", wo ihr nach einer guten halben Stunde Busfahrt eure Wanderung in Richtung Waldkapelle starten könnt.

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© The Gentle Temper Wandern und Radeln am Otto-Maigler-See

Der Otto-Maigler-See in Hürth gilt als einer der beliebtesten und schönsten Badeseen in der Region. Nicht nur der Badestrand lädt bei gutem Wetter zum Chillen ein, sondern auch die Flora und Fauna des Naturschutzgebietes, in welchem sich der See befindet, ist einfach bezaubernd. Umgeben von dicht gewachsenen Bäumen und Pflanzen kann man den Otto-Maigler-See am besten mit dem Fahrrad erkunden. Und von Köln aus ist er auch nicht weit entfernt. Also einfach aufstehen und nach Hürth radeln. Wer lieber mit den Öffentlichen anreisen will, fährt einfach mit dem Bus bis zur Aldenrather Straße und startet dort eine Wanderung. Verschiedene Wanderstrecken findet ihr hier.

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