11 Länder, die du bereisen kannst, ohne NRW zu verlassen

Innerhalb NRWs zu verreisen, ist zwar wieder erlaubt – doch wann wir die nächste Reise ins Ausland buchen können, steht noch in den Sternen. Aber am Ende ist das auch nur halb so wild, denn sobald in Nordrhein-Westfalen schönes Wetter ist, muss man eigentlich gar nicht mehr wegfliegen. Eine Weltreise könnt ihr nämlich auch hier machen – wir haben wunderschöne Seen wie in Finnland, Tempel wie in Griechenland, Landschaften wie in Irland und Schlösser wie in Frankreich. Also auf geht's, schonen wir diesen Sommer doch mal die Umwelt und entdeckten das Schöne vor unserer Haustüre.

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© PxHere Japan-Feeling in Düsseldorf

Düsseldorf hat eine riesige japanische Community und das macht sich in der Stadt bemerkbar – zum Beispiel an der Immermannstraße, die sich einen Namen als „Little Tokyo“ gemacht hat. Das liegt daran, dass dort die Dichte an japanischen Restaurants, Supermärkten, Bars und Geschäften besonders hoch ist. Japanisch essen solltet ihr in Düsseldorf auf jeden Fall, denn in kaum einer anderen NRW-Stadt könnt ihr so authentische japanische Küche genießen wie hier. Empfehlenswert sind das Takumi und das NaNiWa. Für noch mehr Japan-Feeling solltet ihr im EKŌ-Haus und im Japanischen Garten vorbeischauen. Zum EKŌ-Haus der Japanischen Kultur im Stadtteil Niederkassel gehören ein buddhistischer Tempel, japanische Gärten, ein Haus in traditionellem Baustil mit Teeraum und eine Bibliothek, in der ihr jede Menge über die japanische Kultur lernen könnt. Den Japanischen Garten hingegen findet ihr in der nordwestlichsten Ecke des Nordparks – hier warten 5000 qm fernöstliche Idylle auf euch.

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© Eric Weber | Unsplash Italienisches Lebensgefühl in Bella Colonia

Köln wird nicht ohne Grund gerne mal als nördlichste Stadt Italiens bezeichnet. Das liegt zum einen an der lockeren Art der Kölner und zum anderen daran, dass man hier tatsächlich dolce vita a la Bella Italia genießen kann. Und weil Amore bekanntlich durch den Magen geht, fangen wir doch mal beim Essen an: Köstliche Pasta bekommt ihr im Massimo in der Südstadt, Pizza wie in Neapel in der Pizzeria "Made in Napoli" in Ehrenfeld, einen ordentlichen Espresso samt italienischer Leckereien gibt's im Galestro direkt am Hauptbahnhof und wer lieber selber kocht, bekommt im Andronaco Grande Mercato italienische Lebensmittel in Hülle und Fülle. Für italienisches Flair samt Draußen-Kultur empfiehlt sich im Sommer ein Besuch auf dem Eierplätzchen oder dem Brüsseler Platz. Und die Kölsche Riviera liegt bekanntlich am Rheinufer in Rodenkirchen – wobei auch ein Besuch am Otto-Maigler-See für Strandfeeling wie an der Adria taugt. Und für ein bisschen historisches Backgroundwissen könnt ihr der Geschichte der Römer im Römisch-Germanischen Museum  auf den Grund gehen.

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© PxHere Ein Hauch Finnland auf der Eifeler Seenplatte

Finnland wird bekanntlich auch als Land der 1000 Seen bezeichnet. Doch um atemberaubend schöne Wasser-Landschaften zu entdecken, müsst ihr so weit gar nicht reisen. Die Eifeler Seen-Platte hat nämlich auch herrliche Natur, kristallklares Wasser und unzählige schöne Wanderwege in petto. Den besten Blick auf diese beeindruckende Landschaft habt ihr an Bord der Ausflugsboote, die regelmäßig über den Rursee schippern und an verschieden tollen Haltepunkten anlegen. An drei Stellen darf offiziell gebadet werdet: Im Strandbad im Norden sonnt man sich im Gras oder auf Steinen. Kanus und Kanadier stehen in Rurberg und Woffelsbach zur Miete. Weitere Badestellen finden sich am Eiserbachsee und im Naturfreibad in Einruhr. Um den Rursee führt ein 27 Kilometer langer Rundweg, der auf 42 Kilometer anwächst, wenn man Ober- und Urftsee einbezieht. Auf dem Weg tauchen immer wieder versteckte Buchten und kleine Liegestellen auf, die zum Verweilen einladen.

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© Unsplash | 30daysreplay Ein bisschen Holland auf dem Prinzipalmarkt in Münster

Mit seinen vielen Giebelhäusern sieht der Prinzipalmarkt in Münster nicht nur niederländisch aus – er birgt auch ein bedeutendes Stück Geschichte unserer Nachbarn. Im Historischen Rathaus am Prinzipalmarkt wurde nämlich die Abhängigkeit der Niederländer von den Spaniern beendet. Der sogenannte „Friede von Münster“, der spanisch-niederländische Vertrag, wurde am 30. Januar 1648 im Krameramtshaus unterzeichnet – wo damals auch die niederländischen Delegierten untergebracht waren. Heute befindet sich im Krameramtshaus das „Haus der Niederlande“  – es ist die neue Heimat verschiedener Universitätseinrichtungen, die sich mit dem niederländischen Sprach-und Kulturraum befassen. Wem das alles zu historisch ist, der findet ein ganz greifbares Stück Holland direkt um die Ecke bei Curry 48 in der Julius-Voos-Gasse – dort gibt's nämlich holländische Fritten mit Joppie-Sauce. Und um die Kalorien wieder loszuwerden, könnt ihr euch aufs Rad schwingen. Denn: Münster gilt als Fahrradstadt. Noch eine Schnittstelle mit unseren Nachbarn also.

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© Pixabay Ein indischer Tempel mitten in Hamm

Ein riesiger indischer Tempel mitten in Deutschland? In Hamm gibt es das tatsächlich. Der Sri-Kamadchi-Ampal-Tempel ist der größte Dravida-Tempel Europas und nach dem Neasden-Tempel in London der zweitgrößte hinduistische Tempel in Europa überhaupt. Das jährliche Tempelfest, bei dem die Statue der Göttin Kamadchi den Tempel umrundet und zugleich die Stadt und ihre Bewohner segnet, besuchen in der Regel über 25.000 Gläubige und Besucher aus der ganzen Welt.

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© Pixabay Schloss Nordkirchen – das "Westfälische Versailles"

Eine Prise Frankreich gefällig? Dann ab zum Schloss Nordkirchen im Münsterland – das wird nämlich als westfälisches Versailles bezeichnet und das aus gutem Grund. Das barocke Wasserschloss samt riesiger Schlossparkanlage ist nicht nur beeindruckend und wunderschön, sondern erinnert tatsächlich etwas an die Residenz französischer Könige. Nur dass hier eben nicht der Adel residiert, sondern zukünftige Finanzbeamte büffeln. Für die dient das Schloss Nordkirchen nämlich als Lehrstätte. Glücklicherweise ist das Gelände dennoch zugänglich für Besucher. Die Parkanlage ist frei zugänglich, ins Innere kommt man nur mit Führung.

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© Pixabay Schweizer Fachwerkidylle in Monschau

Wer schon mal im Schweizer Örtchen Stein am Rhein war, der hat sich wahrscheinlich sofort in die prächtigen Fachwerkhäuser verliebt. Doch für herrlichen Fachwerk-Charme müsst ihr weder in die Schweiz, noch nach Bayern. Denn das nordrhein-westfälische Monschau verzaubert mit einer historischen Altstadt voller wunderschöner Fachwerkhäuser und uriger Gassen. Die einstige Tuchmacherstadt liegt mitten in der Eifel im Tal der Rur. Einen super Blick über die Stadt habt ihr auf der Burg, die über Monschau thront. Auch kulinarisch bekommt ihr was geboten, denn Monschau ist bekannt für seinen Senf. Wenn ihr den probieren wollt, geht ihr am besten ins Schnabuleum – das Restaurant ist an die Senfmühle angeschlossen und integriert in alle Gerichte Monschauer Senf.

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© Pixabay Die Externsteine – das Stonehenge des Teutoburger Waldes

Zerklüftete Steinküsten, mythische Felslandschaften – davon träumt manch einer, wenn er an Großbritannien denkt. Doch in NRW wartet ein ganz ähnliches Naturspektakel auf euch. Die Rede ist von den Externsteinen bei Horn-Bad Meinberg in Lippe, die manch einer auch gerne als "Stonehenge des Teutoburger Waldes" bezeichnet. Die grauen, zerklüfteten Felsen aus Kreidesandstein ragen rund 40 Meter in die Höhe und zählen zu den bekanntesten Natur- und Kulturdenkmälern Deutschlands.

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© Pixabay Aachen – belgischer Esprit á la Antwerpen

Ein großer Dom mitten auf einem herrlichen historischen Marktplatz – das gibt es nicht nur im belgischen Antwerpen, sondern auch im nordrhein-westfälischen Aachen. Auch die vielen alten Gebäude und urigen Gassen erinnern an das Flair, das man aus Antwerpen rund um die Liebfrauenkirche kennt. Wem das noch nicht belgisch genug ist, der sollte bei Leonidas an der Kleinmarschierstraße direkt neben dem Aachener Dom vorbeischauen, denn dort gibt es verführerische belgische Pralinen. Auch für leckere belgische Fritten müsst ihr nicht weit laufen, denn "Datt Frittebüdche" ist nur zehn Gehminuten vom Dom entfernt und serviert euch zum Beispiel Pommes Spezial und Pommes mit Joppiesauce, aber auch Frikandel und Bamischeibe.

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© Jorn van Til | Unsplash US-Westcoast-Feeling im Sequoia-Park Kaldenkirchen

Sequoia Trees – also uralte Mammutbäume – kennt man eigentlich aus Kalifornien an der Westküste der USA. Das Besondere an diesen Bäumen: Sie können über 100 Meter hoch und weit über 1000 oder sogar 1500 Jahre alt werden. Doch nicht nur in Nordamerika, sondern auch in Nordrhein-Westfalen, genauer in Nettetal, könnt ihr mit den gigantischen Bäumen auf Tuchfühlung gehen.  Zu verdanken haben wir das dem Zahnarzt-Paar Ernst und Illa Martin, die das brachliegende Gelände nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufforsteten und dabei einen Schwerpunkt auf die Sequoien legten. Heute beheimatet der 35.635 Quadratmeter große Park verschiedene Mammutbäume und viele andere teils seltene Gehölze wie den Götterbaum oder den Redwood-Zwiesel.

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© Pixabay Akropolis-Feeling im Archäologischen Park in Xanten

Den Parthenon-Tempel auf der Athener Akropolis kennen wir wahrscheinlich alle – wenn vielleicht auch nur von Bildern. Die berühmte Ruine besucht wohl jeder Griechenland-Urlauber mal. Dabei müsst ihr so weit gar nicht reisen, denn im Archäologischen Park in Xanten steht die Ruine eines imposanten Hafentempels, der dem berühmten Pendant in Athen gar nicht so unähnlich ist – auch wenn er eine ganze Nummer kleiner ist. Dafür gibt es aber auch noch einige andere Sachen zu entdecken. In dem riesigen Freilichtmuseum werden nämlich jede Menge spannende Ausgrabungen aus der Zeit des römischen Reiches gezeigt, sodass ihr den Hobby-Archäologen in euch wecken könnt.

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