Köln für Foodies – diese Food-Spots solltet ihr bei eurem Besuch abklappern

Die meisten Menschen, die in Köln zu Besuch sind, wollen vor allem eines: den Dom und den Rhein sehen. Beides ist natürlich relativ schnell erledigt. Wie es danach weitergeht, entscheiden die persönlichen Vorlieben. Manche wollen Kunst und Kultur erleben, manche wollen das Nachtleben unsicher machen, manche wollen shoppen und manche haben es vor allem auf Kölns Food-Highlights abgesehen.

Wenn ihr in letztere Gruppe fallt, dann seid ihr hier genau richtig. Denn wir haben euch eine Tour zusammengestellt, bei der ihr euch von morgens bis abends durch die Stadt futtern könnt – Mitternachtssack inklusive. Das beste Frühstück, das beste Eis, der beste Cheesecake, die besten Croissants, der beste Kaffee und das beste Veggie-Restaurant – mit dieser leckeren Liste lasst ihr nichts aus. Und weil Kölsch und ein paar rheinische Klassiker natürlich auch nicht fehlen dürfen, geht's am Abend dann noch in eine eher urige Adresse. Aber lest selbst – und vergesst nicht, ordentlich Hunger mitzubringen!

Kleine und große Frühstücksfreuden

1

© Christin Otto "Das Beste Frühstück der Stadt" im NeoBiota

Das NeoBiota an der Ehrenstraße bringt große Kochkunst auf die Teller – und das so erfolgreich, dass Erik Scheffler und Sonja Baumann mit ihrem Restaurant innerhalb kürzester Zeit ihren ersten Stern erkocht haben und Teil der ARD-Doku "Am Pass – Geschichten aus der Spitzenküche" wurden. Spitzenklasse ist aber nicht nur das Essen, sondern auch das Konzept. Weil es auch diejenigen nicht außen vor lässt, denen das nötige Kleingeld für ein Menü auf Sterneniveau fehlt. Morgens könnt ihr im NeoBiota nämlich nach wie vor edel, aber bezahlbar frühstücken – und die fluffigen Pancakes sind ein Must-try! In Tim Mälzers Show "ready to beef!" hat Erik Scheffler übrigens behauptet, im NeoBiota gebe es "das Beste Frühstück der Stadt" – also stellt ihn und sein Team auf die (Kost-) Probe! Aber nicht vergessen: Vorher unbedingt reservieren!

2

© Christin Otto Croissants und Co. bei Goodchild im Agnesviertel

Wer auf der Suche nach den besten Croissants der Stadt ist, sollte diesen Geheimtipp definitiv austesten: Goodchild im Agnesviertel. Ob nun klassisch, mit Schokolade oder Mandeln – die Croissants von Goodchild sind einfach nur himmlisch. Von außen schön knusprig und innen herrlich fluffig und buttrig – wie in Frankreich eben. Der flüssige Kern des Mandelcroissants besteht übrigens nicht aus Marzipan, sondern aus einer selbst gemachten Mandelcreme, die einfach nur zum Reinlegen ist. Zusätzlich gibt es köstliche Törtchen und Tartelettes. Zu euren Leckereien könnt ihr euch natürlich auch Kaffee bestellen – die Bohnen stammen aus der Rösterei Vier in Düsseldorf und sind geschmacklich ebenfalls ein Träumchen.

Lunch-Time muss sein

3

© Christin Otto Vietnamesisch schlemmen im Chum Chay

Das vielleicht beste Veggie-Restaurant Kölns findet ihr versteckt in einem Hinterhof am Friesenwall. Koch Toni ist kein Unbekannter. Im Lu am Zülpicher Platz hat er zuvor bereits bewiesen, dass ihm in Sachen vietnamesischer Küche niemand so schnell etwas vormacht. Im Chum Chay setzt er nun voll und ganz auf vegetarische Küche. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Absolutes Comfort Food zu günstigen Preisen. Die Hauptgerichte kosten unter zehn Euro. Wer's cremig mag, sollte die Reisnudeln mit gelbem Curry (Bun Ca Ri) probieren, Suppen-Liebhaber*innen ordern am besten eine Pho und wer Tofu liebt, sollte unbedingt unser Lieblingsgericht probieren: den panierten Bio-Tofu mit Zitronengras-Kokos-Sauce (Bun Dau Sot Dua). Bei schönem Wetter könnt ihr hier übrigens auch wunderbar draußen unter Sonnenschirmen essen.

Nachtisch geht immer

4

© Christin Otto Saftige Cinnamon Rolls vernaschen bei Cinnamood

Den most instagrammable Zimtschnecken-Laden in ganz Köln findet ihr an der Ehrenstraße. Cinnamood begeistert mit dicken Cinnamon Rolls, die fluffig und saftig zugleich sind. Bestellen könnt ihr die süßen Schnecken mit zwölf unterschiedlichen Toppings – darunter Geschmacksrichtungen wie Pistazie oder Karamell. Yummy! Das Beste: Die Hälfte ist sogar vegan. Dazu gibt es nicht nur erstklassigen Kaffee, sondern auch ein Setting, das perfekt ist für coole Fotos und Videos. Das Interieur von Cinnamood ist nämlich ein echter Hingucker.

5

© Christin Otto Bestes Eis und köstliche Sorbets in der Bar Schmitz

Für viele Kölner*innen ist es die unangefochtene Nummer 1 in Sachen Eisgenuss: die Bar Schmitz an der Aachener Straße. Kaum lässt sich die Sonne blicken, bildet sich hier eine riesige Schlange. Kein Wunder: Die Eissorten sind einfach zum Dahinschmelzen. Von Lemon-Cheesecake über Mohn und Pistazie bis hin zu Noisette und Fleur de Sel – man möchte sie einfach alle haben. Beliebt ist die Bar Schmitz übrigens auch, weil es viele richtig leckere Sorbets gibt, sodass auch Veganer*innen auf ihre Kosten kommen.

Kaffeepause am Nachmittag

6

© Christin Otto Hell geröstete Bohnen bei Ernst Kaffeeröster

Die Ernst Kaffeeröster nennen ihr Café selbst "Slow Bar" – und das nicht etwa, weil die Mitarbeiter*innen hier besonders faul oder langsam wären, sondern weil guter Kaffee nun mal Zeit braucht. Wassertemperatur, Mahlgrad und Menge werden optimal aufeinander abgestimmt. Und das schmeckt man auch. Bei Cappuccino und Co. gilt: Hier gibt es keine Milchberge, sondern sahnig aufgeschäumte Milch vom Bauern aus der Region. Dass der Ernst-Kaffee so gut ist, liegt natürlich auch und vor allem an den hauseigenen Bohnen, die zum Großteil hell geröstet werden. So können sich feinere Aromen entfalten.

7

© Christin Otto Kaffee und Cheesecake bei The Coffee Gang

Den Kaffeegangstern von Köln kommt nur das Beste in die Tasse – und genau darum greift The Coffee Gang ausschließlich auf hochwertige Bohnen zurück, die fair und möglichst direkt gehandelt werden. Meist kommen die von deutschen Röster*innen. So gibt es am Hohenstaufenring – und inzwischen auch in einer zweiten Filiale im Agnesviertel – zum Beispiel den unter Kaffeefans beliebten JB Kaffee. Der schmeckt am Ende nicht nur toll, sondern es sieht auch so aus. Latte Art beherrschen die Gangster nämlich aus dem Effeff. Dazu empfehlen wir ein Stück vom leckeren Cheesecake – der gehört zu den besten der Stadt.

Dinner und Drinks

8

© Christin Otto Ehrenfelder Senfrostbraten im Haus Scholzen

Nicht nur in Ehrenfeld ist das Haus Scholzen längst eine Institution – auch die britische Sunday Times hat das urige Ecklokal in ihre Köln-Tipps aufgenommen. Das liegt natürlich vor allem am leckeren Essen. Der Ehrenfelder Senfrostbraten – die Spezialität des Hauses – ist für Fleisch-Fans ein Must-try. Aber auch mit einem Schnitzel oder den Käsespätzle macht ihr hier nichts falsch. Wer kölsche Klassiker probieren will, bekommt im Haus Scholzen beispielsweise "Himmel un Ääd" oder Riebekuchen zum Gaffel-Kölsch serviert. Zudem gibt es eine wechselnde Karte mit saisonalen Gerichten. Je nach Jahreszeit dürft ihr euch also auf Spargel, Pfifferlinge oder Gänsebraten freuen.

9

© Little Link Fancy Drinks im Little Link

Dass Stephan Hinz und seine Bar "Little Link" regelmäßig Preise in der Bar-Szene abräumen, spricht wohl für sich. Schon im ersten Jahr nach der Eröffnung wurde der chice Spot im Belgischen Viertel als "Innovativste Bar" ausgezeichnet. Ausgefallen sind die Drinks hier bis heute, denn Stephan und sein Team lassen sich ständig neue süffige Kreationen einfallen – und das mit, aber auch ohne Alkohol. Zu den spannenden Eigenkreationen gesellen sich natürlich auch bekannte Cocktails und simple Longdrinks. Wer einen richtig guten Gin Tonic trinken will, ist hier also auch bestens aufgehoben. Zur Flüssignahrung gibt es auch Bissfestes – auf der Karte findet ihr zum Beispiel ein richtig leckeres Grilled Cheese Sandwich. All das genießen wir am liebsten auf der schönen Terrasse.

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© Christin Otto Exzellente Aussicht in der Monkey Bar

Im obersten Stockwerk des spektakulären 25Hours Hotels befindet sich gegenüber des NENI Restaurants die Monkey Bar. Auf der Dachterrasse in der achten Etage habt ihr einen phänomenalen Blick über ganz Köln. Hier oben könnt ihr nicht nur optimal den Sonnenuntergang, sondern auch die Kölner Lichter bestaunen. Und ganz nebenbei könnt ihr euch hier exzellente Drinks kredenzen lassen. Neben klassischen Longdrinks und Cocktails bekommt ihr in der Monkey Bar auch Neuinterpretation traditioneller Highballs und Drinks. Für Lokalkolorit sorgen kölsche Kreationen wie der Kölle-Kolada – eine leichtere, mit Ayran gemixte Version des Pina Colada.

Mitternachtssnack

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© Christin Otto Fleisch vom Holzkohlegrill im Kebapland

Wer rund um die Bahn-Haltestelle Venloer Straße/Gürtel unterwegs ist, kann ihn oft schon riechen: den Rauch, der aus dem Kebapland-Schornstein aufsteigt. Hier werden die Spieße mit Lamm, Hähnchen und Co. würzig mariniert, über Holzkohle gegrillt und wahlweise im Sandwich oder als Tellergericht mit Reis und Salat serviert. Kult-Status hat der Laden spätestens seit der Empfehlung von Jan Böhmermann. Wer hier essen will, muss meist Schlange stehen. Das Warten lohnt sich allerdings. Was ihr hier bekommt, ist nicht nur richtig lecker, sondern auch noch günstig.

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