11 Orte, bei denen ihr etwas über Köln lernen könnt

Wir kennen die meisten Ecken von Köln wie unsere Westentasche – die vielen Kneipen und Restaurants, die schönen Parks und Ecken des Grüngürtels und natürlich die vielen bekannten Gesichter, die einem in Köln einfach permanent begegnen. Aber auch wer meint, unsere schöne Domstadt schon in- und auswendig zu kennen, kann oft noch etwas dazu lernen. Zum Beispiel über die Geschichte Kölns, über den FC, über Kölsch-Brauereien oder sogar darüber, wie die ganze Stadt mit Wasser und Energie versorgt wird. Ihr wollt euer Köln-Wissen mal so richtig aufpolieren? Dann haben wir 11 Tipps für euch!

© Cosima Lorenz

1
Museumswohnung in Höhenberg – Zeitreise in die 20er-Jahre

Eine vollmöblierte Wohnung, in der niemand wohnt, wartet in Höhenberg darauf, besichtigt zu werden – allerdings nicht von potenziellen Mieter*innen. Die Museumswohnung in der Germaniasiedlung ist original aus den 20er-Jahren – sowohl das Haus als auch das Interieur – und erzählt die Geschichten der Siedlung und der Lebensweise von vor 100 Jahren. Die GAG und das Kölnische Stadtmuseum haben die Wohnung in den Originalzustand der 20er-Jahre zurückversetzt – inklusive ochsenblutroter Dielen und Steckdosen aus Bakelit. Bei einer Gratis-Führung bekommt ihr viele spannende Einblicke in das Leben der Bewohner*innen von damals. Um vorbeizukommen, müsst ihr entweder vorher über den Museumsdienst eine Führung buchen oder euch hier zu den Öffnungszeiten telefonisch melden.

  • Museumswohnung Höhenberg Weimarer Straße 15, 51103 Köln
  • Nach Terminvereinbarung: Dienstag und Donnerstag: 11–13 Uhr und jeden 1. und 3. Sonntag: 14–16 Uhr
  • Eintritt frei
© TimeRide

2
Virtueller Rundgang durch das alte Köln mit TimeRide


Wer eine Zeitreise ins alte Köln erleben möchte, hat dank Virtual Reality die Chance dazu – und zwar bei TimeRide am Alter Markt. In 45 Minuten und an drei Stationen erlebt ihr hier das Köln der legendären 20er-Jahre. Highlight ist die Fahrt mit der historischen Straßenbahn – ein echt kölscher Fahrer, Straßengeräusche, Fahrtwind und holpernde Bahn inklusive.

© Zoe Würsching

3
Im Fernwärmetunnel unterm Rhein abtauchen

Direkt neben der Hohenzollernbrücke versteckt sich in Deutz der Fernwärmetunnel der RheinEnergie. 25 Meter unter der Erde durchquert er den Rhein. Die RheinEnergie bietet regelmäßig Führungen durch den Tunnel an – dabei erfahrt ihr Wissenswertes über die Fernwärmeversorgung in Köln und habt die Gelegenheit, im Anschluss gemeinsam durch den über 400 Meter langen Tunnel zu gehen. Wer Glück hat, kann hier sogar das ein oder andere Schiff hören, dass über den Rhein fährt. Die Führung ist kostenlos, anmelden könnt ihr euch über die Website.

© Sophie Franz

4
Den Dom unter die Lupe nehmen

Wer auf den historischen Spuren Kölns wandern will, kommt am Dom natürlich nicht vorbei. Ihr könnt euch die Architektur des Doms anschauen, die 533 Stufen zum Turm hochklettern und dann einen herrlichen Ausblick über Köln genießen. Wer bei der Dombesichtigung ein paar knallharte Fakten braucht, entscheidet sich am besten für eine der öffentlichen Domführungen. Für zehn Euro bekommt ihr eine circa einstündige Führung durch Kölns bekanntestes Monument mit jeder Menge spannender Hintergrundinfos.

© Pixabay

5
Nicht nur für Fans: Führungen durchs RheinEnergieStadion

In Köln schlagen die Herzen für Rut un Wiess. Und besonders hoch schlagen sie, wenn es um das Stadion des 1. FC Köln geht. Allen Fans von Kölle, aber auch allen anderen Fußballinteressierten, empfehlen wir darum eine Führung durchs RheinEnergieStadion. Dort dürft ihr nicht nur auf der Bank am Rande des heiligen Rasens sitzen, sondern auch einen Blick in die Kabine werfen und durch die Katakomben wandeln – ein völlig neuer Einblick in den Tempel des kölschen Fußballs. Für Poldi-Fans gibt es zudem die Tour "Auf den Spuren von Lukas Podolski". Bei dieser könnt ihr zusätzlich seine Loge ansehen und erfahrt mehr über Prinz Poldi und dessen Karriere.

© Christin Otto

6
Street-Art-Tour durch Ehrenfeld

Schon seit 2016 gibt es sie – die Street-Art-Touren von Köln erKennen - AlternativeCologneTours. Wenn ihr euch also für Street-Art interessiert und nebenbei auch noch ein paar neue Leute kennenlernen wollt, dann dürfte die Straßenkunst-Führung durch Ehrenfeld genau das Richtige für euch sein. Bei der Tour erhaltet ihr Einblick in die legale und illegale Kunst der Kölner Straßen – und entdeckt gemeinsam die Arbeit verschiedener Künstler*innen.

© StEB Köln

7
In die Unterwelt abtauchen im Kronleuchter-Saal

Für die wahrscheinlich außergewöhnlichste Konzert-Location Kölns müsst ihr in die Kanalisation abtauchen – oder genauer: in den Kronleuchter-Saal. Dieser prunkvolle Saal liegt nämlich tatsächlich unterirdisch und ist Teil des Kölner Abwassersystems. Weil die Kanalrohre für eine ganz besondere Akustik sorgen, ist der Kronleuchter-Saal schon seit Jahren immer wieder mal Schauplatz von Jazz- und Klassikkonzerten. Durch eine Hydraulikbodenklappe nahe der Kreuzung zwischen Theodor-Heuss-Ring und Clever Straße steigt ihr hinab in die Unterwelt. Wem ein ganzes Konzert zu viel des Guten ist, der kann auch einfach an einer kostenlosen Führung teilnehmen – die finden regelmäßig statt.

© Christin Otto

8
Zum Kölsch-Profi werden

Kölsch getrunken habt ihr vermutlich alle schon einmal – wenn nicht, wären wir jetzt ein bisschen schockiert. Wie das wunderbare Gebräu ins Glas kommt, haben sich aber die wenigsten schon vor Ort angesehen. Gut, dass man in Köln auch Brauhausführungen machen kann – zum Beispiel in der traditionsreichen Brauwelt von Sünner under Malzmühle in Kalk. Für 15 Euro pro Person könnt ihr als Gruppe (ab 10 Personen) eine exklusive Führung buchen und mehr über den Brauprozess und die Brauereien erfahren. Anschließend müsst ihr euer Wissen natürlich bei einem leckeren Kölsch im Brauhaus verarbeiten.

© icon Kommunikation, Köln

9
Auf den Spuren der Stadt im Kölnischen Stadtmuseum

Einer der besten Orte, um etwas über die Kölsche Geschichte zu lernen, ist das Kölnische Stadtmuseum. Das Museum sammelt und bewahrt Objekte und Kunst zur Geschichte Kölns vom Mittelalter bis heute. Dort könnt ihr euch auf eine Zeitreise durch Köln begeben, Wissenswertes über Kölner Handwerk, Kunst und Traditionen erfahren und auch viele alte Fotografien der Stadt sehen.

© Nicola Dreksler

10
Kostenlose Führung durch Kölns Atombunker

In der U-Bahn-Station Kalk Post befindet sich ein Zugang zu einer ganz anderen Welt. Nein, kein 9 3/4-Quatsch wie bei Harry Potter, sondern eine Hinterlassenschaft des Kalten Krieges. Hinter einer unscheinbaren Tür verstecken sich tonnenschwere Tore aus Spezialstahl, die im Fall eines Atomkriegs vor radioaktivem Fallout schützen sollten. Jeden ersten Sonntag im Monat findet eine kostenlose Führung statt. Dann geht's rein in diese Bunkerwelt, in der 2400 Menschen Platz gehabt hätten. Es ist übrigens kalt da unten – also zieht euch warm an, wenn ihr an einer Führung teilnehmt!

© Tim Horsch

11
Die Römerstraße am Römisch-Germanischen Museum

Die erste Adresse für Geschichtsinteressierte ist das Römisch-Germanische Museum. Seine Sammlung umfasst Funde aus dem archäologischen Erbe der Stadt und des Umlandes von der Urgeschichte bis zum frühen Mittelalter. Zu den bekanntesten Schätzen gehören das Dionysos-Mosaik und das Poblicius-Grabmal. Für eine geschichtsträchtige Begehung müsst ihr das Museum aber gar nicht betreten. Denn: Direkt daneben liegt eine der ältesten Straßen Kölns – oder zumindest ein Teil davon. Gebaut wurde sie vor über 2000 Jahren von den Römern. Bei Grabungsarbeiten zum Bau des Museums entdeckte man sie dann – und zwar an der heutigen Hafenstraße. Das Basaltpflaster der Hafenstraße ist die einzige begehbare "Römerstraße" im Herzen einer deutschen Metropole.

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