11 Ausflugsziele für Spätaufsteher*innen
Wochenenden und Feiertage bedeuten für viele vor allem eines: Ausschlafen! Klar, einen freien Tag im Bett zu verbringen, kann auch richtig schön sein. Aber manchmal packt es einen dann eben doch. Dann will man was machen – einen kleinen Ausflug oder eine Fahrradtour zum Beispiel. Aber geht das überhaupt noch, wenn man so lange geschlafen hat? Klar! Alle Orte in der Liste könnt ihr innerhalb von eineinhalb Stunden bequem erreichen. Einem ausgedehnten Schlaf samt Frühstück steht also nichts im Wege.
1 Saaler Mühle und Grube Cox – Natur pur in Bergisch Gladbach
Das Mediterana in Bergisch Gladbach ist mit seinen Saunalandschaften ein tolles Ausflugsziel, wenn das Wetter mal nicht mitspielt. Ist es draußen schön, solltet ihr euch aber lieber an der Natur direkt nebenan erfreuen. Das Erholungsgebiet Saaler Mühle eignet sich wunderbar für einen Spaziergang rund um den See und ist von Köln aus easy mit der KVB-Linie 1 (Haltestelle Neuenweg) zu erreichen. Dort werdet ihr auf viele Angler, Wasservögel und Co. treffen. Herrlich zum Ausspannen! Noch mehr wilde Natur findet ihr rund um die Grube Cox. Auch dort könnt ihr herrlich wandern und spazieren. Die Grube liegt übrigens nur 22 Minuten Fußweg von der Saaler Mühle entfernt – ihr könnt also beides kombinieren.
2 Die Brühler Schlösser erkunden
Wenn man am Brühler Bahnhof aussteigt, ist das erste, was man sieht, das Schloss Augustusburg. Zack, ist man von Brühl beeindruckt und fühlt sich wie in längst vergessene Zeiten zurückversetzt. Läuft man durch den imposanten barocken Schlossgarten und weiter durch Wälder, über Wiesen und Felder, gelangt man nach einem schönen Spaziergang zum Schloss Falkenlust, wo ein italienisches Restaurant als Einkehrmöglichkeit auf euch wartet. Kein Wunder, dass die Schlösser der ganze Stolz der Brühler*innen sind. Anschauen könnt ihr das alles bei freiem Eintritt. Lediglich wer Schloss Augustusburg und Schloss Falkenlust auch von innen besichtigen will, muss dafür bezahlen, bekommt allerdings auch Beeindruckendes geboten.
3 Die Museumsmeile in Bonn erkunden
Die Museumsmeile in Bonn erstreckt sich über drei Kilometer entlang der Bundesstraße und beinhaltet fünf Museen. Die Meile beginnt mit dem zoologischen Museum Koenig, 500 Meter weiter steht das Haus der Geschichte und nochmal 200 Meter weiter befindet sich das Kunstmuseum Bonn und die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Das Deutschen Museum Bonn bildet den Abschluss. Egal bei welchem Wetter – die Museumsmeile ist immer einen Besuch wert. Zwischendurch könnt ihr auf dem Museumsplatz eine Pause einlegen und einen Kaffee trinken. Richtig cool: Beim alljährlichen Museumsmeilenfest ist der Eintritt in alle Museen frei und es gibt buntes Programm.
4 Linz – die bunte Stadt am Rhein
Linz nennt sich selbst die bunte Stadt am Rhein – und dank der verträumten Altstadt mit ihren vielen pittoresken Fachwerkhäusern ist sie das tatsächlich. Hier könnt ihr durch Gässchen und Straßen schlendern oder in einem der Lokale auf dem Marktplatz einkehren. Auch der Rheinsteig ist nicht weit, sodass ihr in der Gegend einige Wanderwege findet, auf denen ihr euch auspowern könnt. Für den abendlichen Wein empfehlen wir euch dann aber einen anderen Ort: Bad Honnef – das liegt mit dem Auto nämlich nur einen Katzensprung entfernt und ist Heimat der Weinwirtschaft im Hof. Das Lokal mit seiner wunderschönen Terrasse ist einfach rundum zauberhaft und bietet neben fair bepreisten Weinen auch kleine Leckereien wie Suppe und Vesperplatten an.
5 Wandern und einkehren in die Waldwirtschaft Heidekönig
Die Wahner Heide ist bekannt für ihre einzigartige Flora und Fauna – wer also Lust auf einen Tag in der Natur hat, ist vor den Toren Kölns genau richtig. Nach der Tour könnt ihr euch in der Waldwirtschaft Heidekönig stärken. Hier werden übrigens auch Veggies fündig, denn auf der Karte gibt es das ein oder andere vegetarische oder vegane Gerichte. Hin und wieder finden in der Waldwirtschaft Heidekönig außerdem Konzerte statt.
6 Kunst im Museum Insel Hombroich entdecken
Südwestlich von Neuss, direkt an der Erft, liegt ein riesiges Landschaftsschutzareal, das das Tageslichtmuseum Insel Hombroich beherbergt. Das Konzept: Natur und Kunst sollen hier zusammenwirken, ohne künstliches Licht, ohne Beschilderungen oder Erklärungen. Auf dem Gelände stehen begehbare Skulpturen, die selbst zum Ausstellungsraum werden. Ein weiteres Highlight: Die ehemalige Nato-Raketenstation, die Künstler*innen seit 1994 als Arbeitsraum dient. Auf der Raketenstation befindet sich auch das Gästehaus "Kloster" – wer will, kann sich hier ein Zimmer reservieren und direkt für eine Nacht an diesem ganz besonderen Ort bleiben. Übrigens erreicht ihr das Ganze auch easy mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit der S-Bahn fahrt ihr bis nach Neuss Süd – von dort aus sind es dann nur noch zehn Minuten mit dem Bus zum Museum Insel Hombroich.
7 Den Abend in der Weinwirtschaft zum Böllchen genießen
Ihr wollt in einer schönen, gemütlichen und rustikalen Atmosphäre guten Wein trinken? Dann fahrt einfach nach Bad Honnef in die Weinwirtschaft zum Böllchen. Mit dem Zug kommt ihr dort innerhalb einer Stunde von Köln aus easy hin – einfach bis zur Haltestelle "Bahnhof Rhöndorf" fahren und von dort sind es nur noch wenige Minuten Fußweg bis zur urigen Wirtschaft von Besitzerin Anais Höffken. Hier gibt es leckere Kleinigkeiten und eine wirklich exquisite Auswahl an Weinen. Die letzten Bahnen zurück fahren auch noch nach 24 Uhr, sodass ihr euch nicht den Kopf darüber zerbrechen müsst, wie ihr wieder nach Hause kommt.
8 Die Klosteranlage Knechtsteden erkunden
Jahrelang war Knechtsteden in Dormagen ein nahezu autonomes Klosterdorf und die Heimat von rund 450 Menschen. Heute befinden sich auf dem Klostergelände rund um die Basilika Kreativwerkstätten, ein wunderschöner Kräutergarten, eine Fundgrube, Ateliers, Gastronomie und Co. Dementsprechend ist Knechtsteden ein beliebtes Ausflugsziel – und eine tolle Gegend, um zu spazieren und zu wandern. Vom Kölner Hauptbahnhof aus seid ihr mit Bus und Bahn in nur 30 Minuten in Knechtsteden. Die letzten Meter bis zur Klosteranlage führen euch über einen Obstwanderweg, auf dem ihr putzigen Schafen begegnet. Wen das Erkunden der Klosteranlage hungrig macht, der kann sich im Anschluss im "Klosterhof" stärken – wir empfehlen die Flammkuchen.
9 Märchenhafte Atmosphäre auf Schloss Paffendorf
Das Schloss Paffendorf in Bergheim ist das ideale Ausflugsziel bei schönem Wetter. Die im 16. Jahrhundert erbaute Anlage ist von Wassergräben umgeben und verzaubert mit vielen Details wie Zinnen, Türmchen, Balustraden und Balkonen. Doch nicht nur das Schloss selbst ist beeindruckend, auch die wunderschöne Parkanlage ringsum ist ein echter Hingucker. Bei einem Spaziergang durch dieses grüne Kleinod könnt ihr wunderbar die Seele baumeln lassen. Außerdem gibt es auch noch eine Schloss-Brasserie im Innenhof, auf deren Terrasse ihr wunderbar etwas essen oder trinken könnt. Wer noch aktiv werden will, findet nahe des Schlossparks auch noch eine hübsche Minigolfanlage. Und noch ein Tipp: Wenn ihr vorher in Bergheim frühstücken wollt, schaut doch im Café Verweilchen im ältesten Gebäude der Stadt vorbei – dort ist es herrlich gemütlich.
10 Durch den Japanischen Garten flanieren
Berlin hat einen, Hamburg hat einen und das grüne München sowieso. Nur Köln muss sich in Sachen Japanischer Garten mit einer halben Portion begnügen. Geografisch gesehen teilen Köln-Flittard und Leverkusen-Wiesdorf den Japanischen Garten im Carl-Duisberg-Park nämlich unter sich auf. Realistisch betrachtet liegt er im Bayer-Chempark und wird damit Leverkusen zugerechnet. Aber immerhin hat dieser Japanische Garten anderen etwas voraus: Er hat es in die Top Ten der schönsten Gärten und Parks Deutschlands geschafft. Zwischen Kirschbäumen und Bambus wandelt ihr hier über eine rote Mikadobrücke, vorbei an Buddha-Statuen und dem imposanten Teehaus, entlang malerischer Seerosen-Teiche, in denen sich Kois und Schildkröten verstecken.
11 Ein Besuch im Freilichtmuseum Kommern
Im Freilichtmuseum Kommern könnt ihr gemeinsam mit der ganzen Familie (auch Hunde sind willkommen) eine spannende Reise in die Vergangenheit unternehmen: Auf dem riesigen Areal finden sich 79 historische Gebäude, darunter Bauernhöfe, Werkstätten oder Wind- und Wassermühlen, die an das Leben der Menschen im Rheinland vor 500 Jahren erinnern. Außerdem gibt's auf dem Marktplatz noch einige Ausstellungsstücke aus den 1950er- bis 1990er-Jahren. Ein Highlight für Fans des Kölner Tatorts: Die kultige Wurstbraterei steht inzwischen auch hier. Zusätzlich erwarten euch im Freilichtmuseum Kommern immer wieder neue Events wie der Jahrmarkt anno dazumal an Ostern oder der Umzug samt Feuer an St. Martin.
Christin Otto