11 Weinbars in Köln, die ihr kennen solltet
Dass in Köln vor allem Kölsch getrunken wird, ist hinlänglich bekannt. Was aber vielleicht noch nicht jeder weiß: Auch Wein spielt bei uns eine wichtige Rolle. Köln kommt als Weinhandelsstadt nämlich eine herausragende historische Bedeutung zu – denn mit ihrer Lage zwischen Ahr und Mittelrhein verbindet die Stadt seit jeher die Weinhochburgen Deutschlands. Dass es in Köln jede Menge Weinliebhaber*innen gibt, die für ein edles Tröpfchen auch gerne mal etwas mehr Geld springen lassen, dürfte längst klar sein. Schließlich gibt es in Köln sogar eine exklusive WineBank – ein privater Club, bei dem die Mitglieder ein Fach für ihre Weine mieten können. Kostenpunkt: Zwischen 79 und 189 Euro pro (!) Monat.
Aber keine Sorge: Um in Köln in den Genuss von gutem Wein zu kommen, müsst ihr euch keinem exklusiven Club anschließen oder jedes Mal direkt ein kleines Vermögen ausgeben. Wir haben euch 11 Weinbars rausgesucht – von edel bis unprätentiös. Und wenn ihr ein gutes Tröpfchen für zu Hause sucht, dann schaut doch einfach in diesen Weinläden in Köln vorbei.
1 Frohnatur Bar – Naturweine in stylishem Ambiente
Erst Weinstube, jetzt Bar: Nach dem Frohnatur in Ehrenfeld mit der Frohnatur Weinstube einen Mix aus Restaurant und Weinbar samt Kegelbahn eröffnet hat, ist das Team nun auch am Friesenwall anzutreffen – und zwar in der Frohnatur Bar. In stylishem Ambiente könnt ihr hier eine große Auswahl an (Natur-) Weinen genießen – überwiegend von deutschen Winzer*innen. Für alle, denen Bier lieber ist, gibt's Pilsner Urquell vom Fass.
2 Maulvoll – ausgezeichnete Weine und kleine Konzerte
Maulvoll – so heißt er inzwischen, der ehemalige Weinladen Südstadt. Übernommen wurde die stylishe Weinbar in der Straße Im Ferkulum von einem Kenner feuchtfröhlicher Nächte: Jacob, dem auch der gegenüberliegende Tsunami Club gehört. Da überrascht es nicht, dass auch ins Maulvoll Musik eingekehrt ist. Immer mittwochs ab 20 Uhr finden dort kleine Konzerte statt (Eintritt auf Spendenbasis). Aber keine Sorge, das Weinangebot ist weiterhin erstklassig – und wurde sogar vom Gault & Millau ausgezeichnet. Freuen dürft ihr euch beispielsweise auf Orange Wine und alkoholfreie (Schaum-) Weine. Und natürlich bleibt die kleine Terrasse ein beliebter Veedelstreff.
3 Die Bredouille – Weinbar im Belgischen Viertel
Wer Lust hat auf einen süffigen Wein, ist in der Bredouille richtig. Wenn ihr euch in Anbetracht der großen Auswahl nicht entscheiden könnt, könnt ihr euch einfach vom Team der stylishen Weinbar beraten lassen. Dazu gibt es nicht nur Käse- und Wurstplatten – dank der Pop-up Küche könnt ihr immer montags von 11 bis 20 Uhr und dienstags bis freitags von 11 bis 15 Uhr leckere Sandwiches von Feinripp & Gold schnabulieren. Auch für eine After-Work-Weinprobe könnt ihr vorbeischauen. In 30 Minuten könnt ihr dann einige der offenen Weine – in der Bredouille gibt es zehn offene Weine und sechs offene Schaumweine – probieren und bekommt dazu noch interessante Hintergrund-Storys.
4 Bar Rix – eine Weinbar wie in Frankreich
Wer eine Weinbar sucht, die ihrem Namen gerecht wird, ist in der Bar Rix am Friesenwall richtig. Der kleine Laden mit den charmanten Backsteinwänden und dem sonst schlichten Interieur wird von Valentine Mühlberger geführt, die nicht nur Tochter einer Französin ist, sondern auch selbst lange in Frankreich gelebt hat. Passend dazu stammt gut die Hälfte der hier erhältlichen Weine aus Frankreich. Die offene Weinkarte wechselt wöchentlich – so soll neuen Winzer*innen, Rebsorten und Anbaugebieten eine Bühne geboten werden. Sogar einige Naturweine bekommt ihr hier.
5 Edle Tröpfchen und hausgemachte Pasta in der Zippiri Weinbar
Schon seit vielen Jahren verwöhnen der gebürtige Sarde Marco Piras und seine Familie die Kölner*innen mit exklusiver mediterraner Küche. Freuen dürft ihr euch auf hausgemachte Pasta, köstliche Fischgerichte, Austern und vieles mehr. Wein-Nerds dürften hier auf Wolken Sieben schweben, denn die Auswahl ist riesig und selbst edle Weine könnt ihr hier glasweise bestellen. Im Sommer ist die Terrasse der perfekte Ort, um den Tag genussvoll ausklingen zu lassen.
6 Geile Teller und fette Weine in der HENNE.Weinbar
Die HENNE.Weinbar mitten in der Kölner City hat das Potenzial zur Lieblings-Weinbar. Das liegt einerseits an der Karte für die Flüssignahrung, denn da ist für jede*n etwas dabei – von Einsteiger*innen über Naturweinfans bis hin zu selektiven Profi-Trinker*innen. Andererseits ist das Restaurant auch in kulinarischer Hinsicht eine absolute Bereicherung. Inzwischen fast schon legendär ist der HENNE-Lunch. Wochentags bekommt ihr in dem chicen Restaurant zwischen 12 und 15 Uhr leckere Mittagsgerichte für kleines Geld, wobei das Schnitzel ein Must-try ist. Abends werden edle Sharing Dishes zum Teilen und Kombinieren serviert. Im Sommer könnt ihr all das im lauschigen Innenhof genießen.
7 Wein und leckere Kleinigkeiten im Morio
Der Schillplatz ist im Sommer in Nippes der Place to be – hier tummelt sich das Veedel, hier lässt man laue Abende ausklingen. Besonders gut geht das im Morio. Die gemütliche Weinbar direkt am Platz wartet nämlich nicht nur mit hübschen Ambiente, freundlichem Service und süffigen Tröpfchen auf, sondern auch mit einer kleinen, aber feinen Karte mit wechselnden Tagesgerichten. Wenn ihr Lust auf eine leckere Kleinigkeit zum Wein habt, empfiehlt sich der Hummus – den kann man zusammen mit etwas Brot nämlich ganz fabelhaft nebenbei vernaschen.
8 Kaffee, Wein & Dolce Vita in der Südstadt im Alvinha
Das Alvinah startet morgens als Kaffee- und Snackbar mit gutem Kaffee, Croissants sowie süßen und herzhaften Kleinigkeiten. Abends verwandelt sich der cozy Laden dann in eine kleine Enoteca mit spritzigen Aperitifs und handverlesenen Weinen aus Italien und Portugal. Dazu gibt’s Cicchetti – venezianische Schnittchen – und andere Leckereien zum Teilen, wie Sardinen, Tomate-Mozzarella, Oliven und mehr. Ein kleiner Ausreißer im Länder-Konzept – aber viel zu gut, um es nicht zu probieren: das Grilled-Cheese-Sandwich. Im Sommer wird’s im Hinterhof und auf der Terrasse zwischen den Südstadt-Altbauten besonders schön – fast wie ein Kurztrip an die Algarve oder die Adria.
9 Der Klitzekleine Weinladen hinterm Hauptbahnhof
Der Klitzekleine Weinladen hinterm Hauptbahnhof am Ursulaplatz ist nicht nur der kleinste Weinladen Kölns, sondern auch der kleinste Deutschlands. Gerade mal acht Quadratmeter Verkaufsfläche zählt dieser hübsche Mikrokosmos – und doch ist er ein echter Geheimtipp für Weinliebhaber*innen. Schließlich bekommt ihr hier nicht nur eine originelle Weinauswahl geboten, die ihr für zu Hause mitnehmen könnt – auch vor Ort könnt ihr euch freitags und samstags ein Gläschen genehmigen, denn dann öffnet Inhaber Peter die gemütliche Terrasse nebenan. Eine Flasche kostet im Schnitt 14 Euro – günstiger, gemütlicher und süffiger kann man in Köln kaum irgendwo trinken. Unter der Woche könnt ihr den Klitzekleinen Weinladen übrigens für Events und Tastings mieten.
10 Wein und Aperitivo in der Rakete
Viel Jahre war am Baudriplatz in Nippes die Heimat des Café Eichhörchens – doch 2024 war Schluss. Mit neuem Anstrich aber ähnlichem Charme ist die Rakete eingezogen. Drinnen sitzt ihr gemütlich im kleinen Lokal, draußen könnt ihr die Sommerabende perfekt auf dem lauschigen Platz hinter St. Marien ausklingen lassen. Zum Anstoßen habt ihr hier vor allem die Wahl zwischen Wein und Prickelndem, es gibt aber auch Limos, Bier und Kaffee.
11 Edel Tröpfchen und gehobene Küche im Weinlokal Heinzhermann
Das Weinlokal Heinzhermann ist ein echtes Paradies für Wein-Fans, denn die können hier aus rund 1500 internationalen Weinen wählen, darunter zahlreiche offene. Wer von einer so riesigen Auswahl überfordert ist, kann sich getrost in die Hände des Sommeliers begeben, denn der findet mit Sicherheit das passende Tröpfchen für euch – egal, ob es nun der günstige Riesling oder doch ein Romanée-Conti am anderen Ende der Preisskala sein soll. Kulinarisch werdet ihr hier mit gehobener und innovativer Küche verwöhnt und wer mag, kann sich zur Vorspeise auch ein halbes Dutzend Gillardeau-Austern gönnen. Außerdem könnt ihr euch ein Menü aus drei Gängen ab 49 Euro zusammenstellen.
Christin Otto