Kölschvergnügen mit Carolin Akstinat

© Britta Schunk

Dort, wo heute das GrünGrauBlau zuhause ist, hatte Carolin früher ihr Atelier. Ihr Schaufenster hat sie damals unter dem Namen "Das Mietschaufenster" regelmäßig an Kölner Kreative vermietet. Als irgendwann auch Kathrin mit ihren Möbeln als Pop-Up-Gast dabei war, entstand nicht nur eine Freundschaft, sondern auch eine Idee: ein gemeinsamer Laden. Aus dieser Idee wurde vor etwa zwei Jahren das GrünBlauGrau – ein zauberhafter Laden in Ehrenfeld, in dem Kathrins Vintage-Möbel auf moderne Wohnaccessoires, Papeterie, Magazine, Bücher und schöne Dinge treffen, die Carolin auswählt. Welche Pläne sie noch so hat, wo sie am liebsten essen geht und weshalb Ehrenfeld ihr Lieblingsveedel ist, verrät Carolin in unserer Interview-Serie Kölschvergnügen.

1. Was macht dich zum Kölner?
Angeblich kann ich gut „verzälle“, mit aber auch ohne Kölsch.

2. Warum schlägt dein Hätz für diese Stadt?
Ich liebe die Offenheit und Spontanität der Kölner. In Köln kommt man unglaublich schnell ins Gespräch. Manche Freundschaften sind quasi „vor dem Kiosk“ entstanden. Zudem ist Köln eine wahnsinnig kreative Stadt, sie zeigt es nur nicht ganz so offensiv wie andere Städte. Sowohl über den Laden, aber auch privat, ergeben sich oft ganz spontan tolle Kollaborationen mit Kölner Künstlern und Designern.

3. Dein Lieblingsveedel?
Ganz klar Ehrenfeld. Das oft beschriebene Dorfgefühl in einer Millionenstadt spürt man in Ehrenfeld meiner Meinung nach ganz besonders. Und ja, auch Ehrenfeld verändert sich, aber man kann den Wandel noch ein wenig mitgestalten.

4. Dein Lieblingsort in Köln?
Ich bin da vielleicht etwas eigen, aber ich könnte Stunden im Dingers Gartencenter verbringen. Daneben gibt es noch viele weitere Lieblingsorte, die ich aber lieber für mich behalte, damit sie auch Lieblingsorte bleiben.

5. Was zeigst du Freunden, die von außerhalb zu Besuch sind?
Unseren Laden „GrünBlauGrau“ und den Laden „Ehrenfeld Apparel“ direkt nebenan von meinem Freund Paul. Und erstaunlich oft den Mosaikgrill auf der Ecke, weil der immer besonders lange auf hat.

6. Wohin nimmst du deine Eltern mit?
Tagsüber ins Museum Ludwig, abends ins Wallzcka, mein absolutes Lieblingsrestaurant in Ehrenfeld - das schönste Ambiente, das leckerste Essen und der beste Wein im Veedel.

7.Wo trinkst du dein Kölsch am liebsten?
Wenn Kölsch, dann tatsächlich am liebsten „Kioskbier“. Tatsächlich aber lieber Wein im Wallczka.

8. Wenn du eine Sache an Köln ändern könntest – was wäre es?
Die Explosion der Immobilienpreise stoppen. Mehr Bäume pflanzen und ich würde gerne dem Bauamt mal gehörig in den Arsch treten, wofür sie alles Genehmigungen erteilen. Teilweise tut das in den Augen und im Herzen weh.

9. Was vergnügt dich am meisten?
Zeit mit Freunden kommt bei 2 Jobs parallel manchmal zu kurz. Deshalb ist es umso schöner, wenn man sie findet.

10. Karneval ist für dich?
Lange ein sehr guter Grund, um Köln für eine Woche zu verlassen. Inzwischen arbeite ich aber nebenbei noch für das Festkomitee Kölner Karneval als Grafik-Designerin - total verrückt. Viele meiner Freunde glauben mir das bis heute nicht.

11. Was möchtest du in diesem Leben unbedingt noch machen?
Für mich gibt es nichts Bereichernderes als zu reisen und da stehen noch viele Länder auf meiner Liste. Ein großer Traum von mir ist zum Beispiel eine lange Sommerreise durch Skandinavien. Und ich will irgendwann unbedingt mal ein kleines Haus mein eigen nennen, das ich von Grund auf renoviere und nach meinen Vorstellungen gestalte. Aufgrund der immer weiter steigenden Immobilienpreise aber wahrscheinlich nicht in Köln. Ach, da ist noch ganz viel auf der To-Do-Liste... Ein Traum war aber auch immer, meinen eigenen Laden zu haben. Ich arbeite mich also stetig voran.

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