11 Cafés in Köln mit richtig gutem Kaffee

Die Zeiten, in denen sich jede dunkle Plörre als Kaffee verkaufen ließ, sind längst vorbei. Die Third-Wave-Bewegung hat das schwarze Gold zum In-Getränk gemacht. Anbau, Handel, Röstung, Mahlgrad, Zubereitung – all das ist echten Kaffee-Nerds wichtig. Am Ende zählt aber natürlich vor allem eines: der Geschmack. Weil auch wir richtig guten Kaffee und Cappuccino lieben, haben wir uns mal nach Kölner Cafés umgeschaut, in denen ihr garantiert gerne einen Kaffee trinken werdet...oder zwei...oder drei.

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© Christin Otto Himmlischer Espresso und süße Sünden im hommage

Der Blick an die Decke des kleinen Cafés im Friesenviertel lässt es bereits erahnen: Kaffeeliebhaber befinden sich im hommage im Himmel. Engel schweben hier über der Siebträgermaschine. Kein Wunder also, dass der Espresso aus hauseigener Bohnenröstung – wahlweise fruchtig oder kräftig – so manch einen auf Wolke 7 befördert. Im Sommer gibt es den leckeren Wachmacher natürlich auch in der Iced-Variante und dann könnt ihr dank des tollen Außenbereichs auch draußen Kaffee schlürfen. Bei schlechtem Wetter sorgt die zauberhafte Inneneinrichtung für wohlige Gemütlichkeit. Für zusätzliche Glückshormone sorgen Kuchen, Nussecken, Crêpes und Galettes. Der Galette-Teig ist übrigens aus Buchweizen und somit glutenfrei. Die Auswahl an selbst gebackenen Kuchen wechselt, konstant bleibt hingegen das Geschmacksurteil: richtig lecker. Auch für Veganer ist immer was dabei. Portugal-Fans sollten unbedingt montags, mittwochs, freitags oder samstags vorbeischauen – dann gibt es im hommage nämlich frisch gebackene Pastéis de Nata.

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© Christin Otto Hell geröstete Bohnen bei Ernst Kaffeeröster

Die Ernst Kaffeeröster nennen ihr Café selbst "Slow Bar" – und das nicht etwa, weil die Mitarbeiter hier besonders faul und langsam sind, sondern weil guter Kaffee nun mal Zeit braucht. Wassertemperatur, Mahlgrad und Menge werden optimal aufeinander abgestimmt. Und das schmeckt man auch. Bei Cappuccino & Co. gilt: Hier gibt es keine Milchberge, sondern sahnig aufgeschäumte Milch vom Bauern aus der Region. Dass der Ernst-Kaffee so gut ist, liegt natürlich auch und vor allem an den hauseigenen Bohnen, die zum Großteil hell geröstet werden. So können sich feinere Aromen entfalten.

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© Christin Otto Kaffee vom Deutschen Röstmeister im Benson Badass Coffee

Kölner Kaffee-Connaisseure haben ein neues Mekka: Benson Badass Coffee in Ehrenfeld. Dort röstet nämlich Benjamin Pozsgai – und als zweifacher deutscher Meister im Kaffeerösten und immerhin Drittplatzierter auf Weltniveau kann man von seinen Bohnen so einiges erwarten. Dass die auch in der gebrühten Form die hohen Erwartungen nicht enttäuschen, davon könnt ihr euch in dem kleinen Laden an der Eichendorffstraße bei einem Espresso, Cappuccino, Flat White, Filterkaffee oder Coldbrew überzeugen. Weil ihr danach wahrscheinlich nicht mehr ohne die Benson-Bohnen könnt und wollt, gibt's die natürlich auch für zu Hause zum Mitnehmen – sagt Benjamin einfach, welche Kaffeemaschine ihr habt und was ihr am liebsten damit zubereitet und er empfiehlt euch nicht nur die passenden Bohnen, sondern mahlt sie euch in seiner Profi-Mühle auch noch im richtigen Mahlgrad.

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© Christin Otto Kaffee und Cheesecake bei The Coffee Gang

Den Kaffeegangstern von Köln kommt nur das Beste in die Tasse – und genau darum greift The Coffee Gang ausschließlich auf hochwertige Bohnen zurück, die fair und möglichst direkt gehandelt werden. Meist kommen die von deutschen Röstern. So gibt es am Hohenstaufenring – und inzwischen auch in einer zweiten Coffee-Gang-Filiale im Agnesviertel – zum Beispiel den unter Kaffeefans beliebten JB Kaffee. Das schmeckt am Ende nicht nur toll, sondern es sieht auch so aus. Latte Art beherrschen die Gangster nämlich aus dem Effeff. Dazu empfehlen wir ein Stück vom hausgemachten Cheesecake – der gehört zu den besten der Stadt.

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© Schamong Zu Gast in Kölns ältester Rösterei bei Schamong Kaffee

Schamong – das ist Kölns älteste Kaffeerösterei. Der Familienbetrieb röstet in Ehrenfeld bereits seit 1949 Bohnen. Tradition wird hier bis heute groß geschrieben. Da passt es, dass sich in der Rösterei zumindest optisch wenig verändert hat. In Sachen Röstungen geht aber auch Schamong mit der Zeit – und bietet neben den klassisch italienisch-dunkel gerösteten Bohnen nun auch hellere an. Außerdem gibt es jeweils einen Kaffee der Woche. Langweilig wird es so jedenfalls nie. Auch, weil es zu Cappuccino & Co. kleine Naschereien wie Pasteis de Nata (solange der Vorrat reicht) gibt.

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© Christin Otto Kaffeepause im ehemaligen Friseursalon bei Van Dyck

Die Devise von Van Dyck ist simpel: "Wir machen den Kaffee, den wir selber gerne trinken würden." Qualität hat dabei oberste Priorität: Alle Rohkaffees, die Van Dyck röstet, stammen aus fairem Handel und biologischem Anbau. Ihre Heimat hat die Rösterei in einem ehemaligen Friseursalon an der Körnerstraße. Mittlerweile steht der Röster zwar in Mülheim, wo Van Dyck Räume für ein zweites und noch größeres Café gefunden hat. In der Ehrenfelder Filiale solltet ihr aber trotzdem vorbeischauen – nicht nur, weil hier immer noch der Fünfzigerjahre-Charme des ehemaligen „Figaro von Ihrefeld“ weht, sondern auch, weil es zu jeder Tasse Kaffee ein Probierhäppchen von Monis Mohnkissen gibt – und die sind wirklich fabelhaft. Wer nicht nur probieren, sondern so richtig naschen will, der bekommt hier zudem Zimtschnecken, Pasteis de Nata und andere kleine Köstlichkeiten.

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© Christin Otto Kaffee und leckere Kleinigkeiten im Einspänner

Richtig leckeren Kaffee und Espresso gibt es im Einspänner in der Südstadt. Das Schöne: Die kleine Kaffeebar an der Bonner Straße versorgt auch die Frühaufsteher unter euch mit einem ordentlichen Wachmacher, denn wochentags wird schon ab 7 Uhr geöffnet. Für den Hunger zwischendurch gibt es dazu noch hausgemachte Kuchen, lecker belegte Brote, herzhafte Quiche, feine Suppen und andere Kleinigkeiten.

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© Christin Otto Schön Kaffee in d'r Kopp in der Kaffeebud

Kölsche Büdchen-Kultur trifft auf Third-Wave-Coffee: Was dabei herauskommt, wenn sich ein ehemaliger Kiosk in ein Café verwandelt, könnt ihr euch in der Kaffeebud Ehrenfeld anschauen. Klein, aber gemütlich ist es hier. Und: Der Kaffee schmeckt hervorragend. Ob ihr den am liebsten handgefiltert, aus der AeroPress oder klassisch aus der Siebträgermaschine trinkt, könnt ihr selbst entscheiden. In Sachen Bohnen setzt die Kaffeebud auf die Kölner Rösterei Heilandt. "Schön Kaffee in d'r Kopp", steht an der Wand – eine Aufforderung, der man hier gerne nachkommt. Dazu bestellt ihr am besten etwas aus der Kuchenvitrine – selbst gebacken und lecker sind die süßen Sünden hier. Unbedingt probieren solltet ihr den Carrot Cake.

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© Christin Otto Kaffeesaurus – Rösterei, Bäckerei und Café in einem

Das Kaffeesaurus am Friesenplatz erinnert an Cafés, die wir so sonst nur aus Städten wie Antwerpen oder Amsterdam kennen. Doch nicht nur optisch überzeugt der Laden: Cappuccino, Flat White und Co. schmecken ganz hervorragend. Kein Wunder – hier wird mit Bohnen aus der eigenen Rösterei gearbeitet. Sogar eine Bäckerei ist in den Laden integriert, wo auch das Sauerteigbrot für das All-day-Kaffeesaurus-Frühstück gebacken wird. Die leckeren Stullen könnt ihr beispielsweise garniert mit Eggs Benedict oder Avocado ordern. Für die Naschkatzen unter euch gibt's natürlich auch Süßes wie Carrot Cake, Bananenbrot und vieles mehr.

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© Christin Otto Flat White, Cappuccino und Co. bei Zwoo Kaffeeröster

Unser neuer Lieblingskaffee in Ehrenfeld kommt von Zwoo Kaffeeröster an der Körnerstraße. Der kleine Fensterverkauf versorgt euch mit erstklassigem Flat White, Cappuccino und Co. – dazu gibt's Nussecken vom Café Rotkehlchen. Es lohnt sich, direkt noch ein Päckchen Bohnen (auf Wunsch auch gemahlen) für zu Hause mitzunehmen, denn der Kaffee ist fair und direkt gehandelt – und dazu noch tierisch gut. "Tierisch gut" dürft ihr in diesem Fall übrigens wörtlich nehmen, denn bei Zwoo hat jeder Kaffee sein eigenes Maskottchen, das zu den Eigenschaften der Bohnen passt. Das kräftige Nashorn, das koffeinfreie Faultier und die in großen Höhen angebaute Giraffe zum Beispiel.

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© Christin Otto Specialty Coffee bei Blooming Coffee

Nur einen Katzensprung vom Neumarkt entfernt gibt es eine neue Adresse für erstklassigen Kaffee. Das Café von blooming coffee ist zwar kaum größer als ein geräumiges WG-Zimmer, dafür aber so minimalistisch chic, dass man sich ein bisschen fühlt wie in einem dieser hippen Läden in Amsterdam oder Berlin. Der Kaffee überzeugt Fans gut gebrühter Bohnen garantiert: schonend geröstet, fair, nachhaltig – und vor allem richtig lecker. Perfekt zum Wachwerden und Runterkommen zugleich, denn dank der versteckten Lage trinkt man seinen Kaffee bei blooming coffee auch mitten in der City fernab vom Trubel.

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