11 ziemlich gute Tipps für den Frühling in Köln

Sobald die ersten Sonnenstrahlen unser winterlich-weißes Gesicht kitzeln, wir auf dem Fahrradweg nicht mehr die einzigen sind und Köln statt grau plötzlich wieder grün wird, ist es soweit: der Frühling, die vielleicht schönste Jahreszeit überhaupt, hat begonnen. Also schält euch aus den Daunenjacken und genießt die Zeit!

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© KaffeeKiosk Kaffee und Marktbummel am KaffeeKiosk am Wilhelmplatz

Nicht jedes kölsche Büdchen glänzt mit hervorragendem Kaffee. Im KaffeeKiosk am Wilhelmplatz mitten in Nippes ist das anders. Hier bekommt ihr Kaffee und Cappuccino aus der Siebträgermaschine, gemacht mit Bohnen von Van Dyck – und der macht nicht nur wach, sondern schmeckt auch. Dazu gibt es kleine Leckereien vom Muffin bis zum Croissant. Unsere kulinarische Empfehlung für die Verschnaufpause am KaffeeKiosk lautet jedoch: Unbedingt die Marktstulle probieren – die ist nämlich richtig lecker! Der perfekte Ort also, um während des Wochenmarktes oder nach dem Flohmarkt-Bummel auf dem Wilhelmplatz ein Päuschen einzulegen.

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© Christin Otto Himmlischer Espresso und süße Sünden im hommage

Der Blick an die Decke des kleinen Cafés im Friesenviertel lässt es bereits erahnen: Kaffeeliebhaber befinden sich im hommage im Himmel. Engel schweben hier über der Siebträgermaschine. Kein Wunder also, dass der Espresso aus hauseigener Bohnenröstung – wahlweise fruchtig oder kräftig – so manch einen auf Wolke 7 befördert. Im Sommer gibt es den leckeren Wachmacher natürlich auch in der Iced-Variante. Für zusätzliche Glückshormone sorgen Kuchen, Nussecken und Crêpes. Die Auswahl an selbst gebackenen Kuchen wechselt, konstant bleibt hingegen das Geschmacksurteil: richtig lecker. Auch für Veganer ist immer was dabei. Portugal-Fans sollten unbedingt montags, mittwochs, freitags oder samstags vorbeischauen – dann gibt es im hommage nämlich frisch gebackene Pastéis de Nata. Dank des tollen Außenbereichs könnt ihr hier auch eine koffeinhaltige Verschnaufpause unter freiem Himmel einlegen.

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© Christin Otto Rehe streicheln im Lindenthaler Tierpark

Wer Lust hat auf ein paar tierisch gute Erlebnisse mitten in der Großstadt, der sollte einen Abstecher in den Lindenthaler Tierpark machen. Der Weg dorthin führt euch durch den Stadtwald und schon hier habt ihr das Gefühl, dem Trubel endlich mal komplett entfliehen zu können – alles ist grün, Enten und Schwäne machen Siesta am Wasser. Noch mehr tierische Großstadtbewohner trefft ihr im Tierpark selbst. Ob Hirsche und Rehe, Esel, Ziegen, Hühner oder Schafe: Hier könnt ihr putzige Vierbeiner streicheln und sogar mit ein paar Leckerlis aus den Futterautomaten im Park locken. Wer jetzt meint, das sei nur was für Kinder, der sollte es ausprobieren – wir versprechen: Das ist auch für die Großen ein großer Spaß. Am 15. und 16. Juni feiert der Lindenthaler Tierpark seinen 111. Geburtstag – an beiden Tagen gibt es verschiedene Aktionen wie Kinderschminken, eine Greifvogelshow oder eine Führung mit Wissenswertem über die Bewohner des Parks.

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© Christin Otto Das wohl beste Eis der Stadt in der Bar Schmitz

Für viele Kölner ist es die unangefochtene Nummer 1 in Sachen Eisgenuss: die Bar Schmitz an der Aachener Straße. Kaum lässt sich die Sonne blicken, bildet sich hier eine riesige Schlange. Kein Wunder: Die Eissorten sind einfach zum Dahinschmelzen. Von Lemon-Cheesecake, Mohn und Pistazie bis hin zu Noisette und Fleur de Sel – man möchte sie einfach alle haben. Beliebt ist die Bar Schmitz übrigens auch, weil es viele richtig leckere Sorbets gibt, sodass auch Veganer auf ihre Kosten kommen. Und keine Sorge: Auch im Winter bleibt die Eistheke geöffnet. Eure Kügelchen könnt ihr dann entweder am Tisch bestellen und essen oder – die Variante für Hartgesottenen – ist esst es trotz eisiger Temperaturen draußen.

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© Christin Otto Mit dem Schiff über den Rhein schippern

Mit dem Schiff über den Rhein schippern – das mag sich vielleicht anhören wie Tourikram. Tatsächlich bringt das aber selbst dann Spaß, wenn man schon seit Ewigkeiten in Köln wohnt. Egal, ob nun die einstündige Panoramafahrt entlang der Altstadt-Rheinpromenade oder doch die längere Tour bis ins Siebengebirge – vom Wasser aus lässt sich Köln hervorragend aus anderer Perspektive entdecken. Übrigens: Wer seinen Geburtstag auf dem KD-Schiff verbringt, bekommt für sich und eine Begleitperson eine Ermäßigung in Höhe von 50% auf alle Panorama- und Linienfahrten. Die ermäßigten Tickets müssen am Tag des Geburtstages am KD Ticket Office erworben werden.

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© Uwe Aranas | CC BY-SA 4.0 Tropisch schön in der Flora und dem botanischen Garten

Jährlich kommen mehr als eine Millionen Menschen in die Flora und den anliegenden Botanischen Garten. Kein Wunder: Auf über elf Hektar könnt ihr hier 12.000 Pflanzenarten aus aller Welt bestaunen. Hinzu kommen englische Gärten, Springbrunnen und Gewächshäuser, die subtropische Pflanzen enthalten. Vor allem der Wintergartenpalast hat etwas Majestätisches. Und im Frühling könnt ihr hier den Krokussen beim Wachsen zuschauen. Es gibt viel zu sehen – und zu riechen. Ein an Duftpflanzen reicher Garten ist besonders für Blinde interessant.

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© Christin Otto Tischtennis und Kiosk-Bierchen am Brüsseler Platz

Es ist ein bisschen wie mit den Schneeglöckchen: Kaum fängt der Frühling an, schon sprießen sie aus dem Boden – die Kölner, die ihr Feierabendbierchen am liebsten am Brüsseler Platz trinken. Egal, was die Anwohner sagen: Sich hier mit Freunden zu treffen, etwas zu trinken und eine Runde Tischtennis zu spielen, gehört irgendwie genauso zu Köln wie der Dom. Der Le Kiosk spielt dabei eine entscheidende Rolle – schließlich liegt er direkt am Platz und versorgt die Frischluftfanatiker mit kühlen Drinks. Eine echte Institution also, bei der Schlangestehen bei gutem Wetter oft dazu gehört. Übrigens: Hier bekommt ihr nicht nur Kölsch, sondern auch leckeren Kaffee und Pasteis de Nata.

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© Phil Long | CC BY 2.0 Boule spielen am Rathenauplatz

Am Rathenauplatz abzuhängen, macht so oder so Spaß. Aber wenn man dann noch bei Wein oder Bier eine Runde Boule spielt, ist das französische Flair perfekt. Oder erstmal zugucken und lernen, denn am Rathenauplatz versammeln sich bei gutem Wetter oft Dutzende Leute, die die Kugel schmeißen. Kein Wunder, hier treffen sich regelmäßig die Pétanque-Freunde Rathenauplatz. Also: Anschauen und Tricks von den Profis abgucken.

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© Christin Otto Den Dom vom Rheinboulevard aus beobachten

Das gute an der Schäl Sick? Man kann hervorragend auf den Dom gucken. Und das am besten vom Rheinboulevard aus. Die Treppenstufen am Rhein sorgen öfters mal für Schlagzeilen. Fest steht aber: Hier kann man echt gut chillen. Die Sonne scheint bis zum Abend und wenn die Abendsonne den Dom plötzlich in Rosarot taucht, dann ist das fast zu schön, um schäl zu sein. Ob in einer Gruppe oder alleine mit einem guten Buch: Am Rheinboulevard lässt es sich aushalten.

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© Christin Otto Vietnamesisch schlemmen im Chum Chay

Das vielleicht beste Veggie-Restaurant Kölns findet ihr versteckt in einem Hinterhof am Friesenwall, in dem ihr bei schönem Wetter wunderbar draußen unter Sonnenschirmen essen könnt. Koch Toni ist kein Unbekannter. Im Lu in der Südstadt hat er zuvor bereits bewiesen, dass ihm in Sachen vietnamesischer Küche niemand so schnell etwas vormacht. Im Chum Chay setzt er nun voll und ganz auf vegetarische Küche. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Absolutes Soul Food zu günstigen Preisen. Die Hauptgerichte kosten unter zehn Euro. Wer's cremig mag, sollte die Reisnudeln mit gelbem Curry probieren, Suppen-Liebhaber ordern hier am besten eine Pho und wer Tofu liebt, sollte unbedingt den Fried Tofu auf Reisnudeln mit Limettensauce probieren.

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© Odonien Draußen im Odonien

Electro-Fans, die auf extravagantes Ambiente stehen, sind im Odonien genau an der richtigen Adresse. Hier, in Neuehrenfeld, hat der Bildhauer Odo Rumpf sein Reich geschaffen. Das Odonien ist Freiluftatelier, Werkstatt, Veranstaltungsort und Kulturzentrum in einem. Neben den vielen interessanten künstlerischen Projekten werden hier regelmäßig Partys und Events veranstaltet. Die Raves können dabei gerne bis zum nächsten Tag gehen. Gut so! Denn es gibt kaum etwas Schöneres, als die aufgehende Sonne beim Tanzen und die ersten Sonnenstrahlen, die sich in den Metall-Skulpturen spiegeln. Am 9. Juni 2019 steigt im Odonien das Wir Schwestern Micro-Festival.

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