11 Ausstellungen, die ihr diesen Frühling nicht verpassen solltet

Im Frühling zieht es uns endlich wieder mehr nach draußen: Die Sonne scheint, die Tage sind endlich wieder länger und wir haben jede Menge Unternehmungsdrang. Wenn ihr eure Frühlingsmotivation nicht nur an der frischen Luft ausleben wollt, sondern auch kunstinteressiert seid, hält der Frühling so einige, spannende Ausstellungen für euch bereit: Wir haben euch unsere 11 Favoriten aufgeschrieben.

1. Bis 12. Juni: Zwischen Vergessen und Erinnern

© Christin Otto

Im Bunker K101 erwartet euch Ende Mai und Anfang Juni eine Ausstellung rund um die Überbleibsel der Kriegszeit: Was ist von den Bunkern, Luftschutzbauten, Festungswerken, Lagern und Trümmern geblieben? Wie ist ihre Geschichte in Köln integriert? Die Künstlerin Marina Linares verwandelt den Bunker K101 in einen Erlebnisraum aus Foto-, Objekt- und Netz- sowie Licht- und Videoinstallationen. Hier soll eine Mischung aus Archivfakten und privaten Erinnerungen, sozusagen ein kollektives Gedächtnis, entstehen.

Bunker K101 | Körnerstraße 101, 50823 Köln | 28. Mai bis 12. Juni | Eintritt frei | Mehr Info

2. Bis 12. Juni: Harald Naegeli in Köln – Sprayer und Zeichner

© Kim Mildebrath

Das Museum Schnütgen ist immer einen Abstecher wert: In einer der ältesten Kirchen Kölns beherbergt das Museum eine Sammlung mittelalterlicher Kunstwerke. Im März startet außerdem eine Sonderausstellung über Harald Naegeli: Er war einer der ersten Street-Art-Künstler Europas. 1979 floh er nach Köln, nachdem er als "Sprayer von Zürich" mehrfach wegen Sachbeschädigung angeklagt wurde. Auf nächtlichen Streifzügen durch Köln sammelte Naegeli Inspiration und sprayte erste Kunstwerke auf Kölner Wände – die Stadt reagierte sowohl mit unterstützender Anerkennung als auch mit Gegenwehr. Jetzt lenkt das Museum Schnütgen den Blick auf den Künstler: Im Fokus steht dabei sein „Kölner Totentanz“, den er auf Betonpfeiler, Tiefgaragen und öffentliche Bauwerke in Köln sprayte.

Museum Schnütgen | Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln | Bis 12. Juni | 6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro | Mehr Info

3. Bis 19. Juni: Kollwitz Kontext

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Im März erscheint die Monographie "Käthe Kollwitz. Der Werküberblick 1888-1942", in der eine Zusammenstellung der Arbeiten aus der Sammlung des Käthe Kollwitz Museums zu sehen ist. Im Rahmen der Buchvorstellung werden im Käthe Kollwitz Museum weltbekannte und bisher selten oder nie gezeigte Werke von Käthe Kollwitz gemeinsam präsentiert. Im ausliegenden Katalog sind die bekannteren Werke zu sehen, in der restlichen Ausstellung geben Skizzen und Vorzeichnungen einen Einblick in die Arbeit der Künstlerin. Auch Rückseiten von bekannten Zeichnungen tauchen zum ersten Mal in dieser Ausstellung auf.

Käthe Kollwitz Museum | Neumarkt 18-24, 50667 Köln | Bis 19. Juni | 6 Euro, ermäßigt 3 Euro | Mehr Info

4. Bis 3. Juli: True Colours

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Wenn ihr Stammgast in den Kölner Museen und Galerien seid und mal etwas Neues erleben wollt, führt euch der Weg diesen Frühling vielleicht nach Porz-Lind. Die Galerie 30works lädt dort zum ersten Mal in den EKTRA offspace ein – die ehemalige Waschhalle der EKTRA-Tankstelle wurde entkernt und ist jetzt eine Kunst- und Eventlocation. Eröffnet wird dieser neue Kunstraum mit der Ausstellung "True Colours" des Kölner Fotografen Sebastian Trägner. Zu sehen sind beeindruckende Naturaufnahmen – atemberaubende Wasserwelten, elliptische Felsformationen und mystische Naturspiegelungen.

EKTRA offspace | Niederkasseler Straße 8, 51147 Köln-Porz | Bis 3. Juli | Eintritt frei | Mehr Info

5. Bis 31. Juli: Isamu Noguchi

© The Isamu Noguchi Foundation and Garden Museum/ VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Der Bildhauer Isamu Noguchi fertigte zwischen den 1920er- und 1980er-Jahren Skulpturen, Denkmäler mit politischer Aussage, Lichtobjekte, Bühnenbilder, Spielplätze und mehr – dieses Jahr könnt ihr im Museum Ludwig einen umfassenden Einblick in das Werk des japanisch-amerikanischen Künstlers bekommen. Im Zentrum der Arbeit des experimentierfreudigen und politisch engagierten Künstlers stand immer die Verbindung von Kunst und Leben – diese Verbindung könnt ihr in 150 Arbeiten aus all seinen Schaffensphasen entdecken.

Museum Ludwig | Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln | Bis 31. Juli | 11 Euro, ermäßigt 7,50 Euro | Mehr Info

6. Bis 15. August: In die Weite – Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland

© Bernhard Riedl | Erzbistum Köln

Das Kolumba-Museum ist schon von außen ein echter Blickfang – es lohnt sich aber natürlich auch, das eindrucksvolle Gebäude von innen zu betrachten. Diesen Winter erwartet euch dort eine Ausstellung, die anlässlich des Festjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" seit dem Herbst zu sehen ist. Anschauen könnt ihr euch eine Auswahl von etwa 100 internationalen Leihgaben, die über jüdisches Leben in der Vergangenheit und Gegenwart facettenreich berichten. Ergänzt wird die Ausstellung mit Kunstwerken der Kolumba-Sammlung.

Kolumba | Kolumbastraße 4, 50667 Köln | Bis 15. August | 8 Euro, ermäßigt 5 Euro | Mehr Info

7. Bis 4. September: Chargesheimer fotografiert Jazz

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Chargesheimer, der 1924 unter dem bürgerlichem Namen Carl-Heinz Hargesheimer geboren wurde, war ein bekannter Kölner Fotograf. Sein Nachlass, der aus rund 40.000 Schwarz-Weiß-Negativen besteht, wird heute gemeinsam vom Museum Ludwig und dem Rheinischen Bildarchiv verwaltet. Darunter findet sich ein kleiner, bislang weitgehend unbemerkter Bestand mit Motiven aus der Kölner Jazzszene – und genau die werden für die erste Ausstellung im Rheinischen Bildarchiv am Eifelwall ans Licht geholt. Wenn ihr Kopfhörer und euer Handy dabei habt, könnt ihr euch die passende Musik zur Ausstellung vor Ort direkt anhören – außerdem gibt es ein Rahmenprogramm rund um die Ausstellung.

Rheinisches Bildarchiv Köln | Eifelwall 5, 50674 Köln | Bis 4. September | Eintritt frei | Mehr Info

8. Bis 25. September: 40 Jahre laif

© Kai Löffelbein/laif

Wenn ihr euch für Fotografie interessiert, solltet ihr diesen Frühling im MAKK vorbeischauen: Zum 40-jährigen Bestehen der Kölner Fotoagentur laif wirft die Sonderausstellung im MAKK ihren Blick auf 40 Positionen dokumentarischer und journalistischer Fotografie – von 1981 bis 2021. Die Fotografien zeigen, wie sich sowohl die Welt als auch die Ästhetik der Dokumentarfotografie in diesen Jahren verändert hat. Jedes Werk steht dabei exemplarisch für eines der letzten 40 Jahre.

Museum für Angewandte Kunst Köln | An der Rechtschule, 50667 Köln | Bis 25. September | 6 Euro, ermäßigt 3 Euro | Mehr Info

9. Bis 9. Oktober: Rom am Rhein

© Römisch-Germanisches Museum / Axel Thünker, DGPh

Wer sich weniger für zeitgenössische Kunst, sondern mehr für alte Artefakte interessiert, sollte im Kulturzentrum am Neumarkt bei der neuen Sonderausstellung des Römisch-Germanischen Museums vorbeischauen: Die Ausstellung „Rom am Rhein“ beleuchtet das Leben im römischen Köln. Viele archäologische Funde, die teilweise noch nie öffentlich gezeigt wurden, lassen euch in den Alltag der Menschen vor 2000 Jahren eintauchen.

Kulturzentrum am Neumarkt | Cäcilienstraße 46, 50667 Köln | Bis 9. Oktober | 10 Euro, ermäßigt 6 Euro | Mehr Info

10. Bis Januar 2023: I MISS YOU

© Fadi Elias

Die neue Ausstellungsreihe I MISS YOU im Rautenstrauch-Joest-Museum beschäftigt sich mit dem Vermissen, dem Zurückgeben und dem Erinnern. In der Hochphase der kolonialen Kriege auf dem Afrikanischen Kontinent wurden 1897 Tausende Hofkunstwerke gewaltvoll aus dem Palast des Königreichs Benin von britischen Soldaten geraubt – 96 dieser Hofkunstwerke sind nun im Rautenstrauch-Joest-Museum zu sehen. Es wird nicht nur ihre Schönheit gezeigt, sondern es wird auch an Schmerz, Verlust und Trauer erinnert: Wer hat sie hergestellt? Wer hat sie geliebt und geehrt? Wer hat sie verloren? Wer vermisst sie? Und warum sind sie heute Teil der Debatte rund um Rückgabe und koloniale Aufarbeitung? All diese Fragen finden in der neuen Ausstellung ihren Platz.

Rautenstrauch-Joest-Museum | Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln | Bis Januar 2023 | 7 Euro, ermäßigt 4,50 Euro | Mehr Info

11. Bis April 2023: Die Sammlung Nekes – Vol. 1 Barock

© Christin Otto

Ein Besuch im Wallraf-Richartz-Museum mit seiner großen Sammlung an beeindruckenden Gemälden lohnt sich eigentlich immer. Diesen Frühling aber wird etwas ganz Besonderes geboten: Im Fokus steht der Filmregisseur Werner Neke, mit dem die Gebrüder Lumière 1896 erstmals bewegte Bilder aufnehmen und abspielen konnten. Der Regisseur aus Mülheim an der Ruhr stellte die weltweit größte und beste Kollektion zur Mediengeschichte der letzten vierhundert Jahre zusammen. Gemeinsam mit der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln bringt das Wallraf diese Sammlung nun mit eigenen Werken zusammen: "Laufende Bilder" treffen auf Gemälde aus Mittelalter, Barock und Neuzeit.

Wallraf-Richartz-Museum | Obenmarspforten 40, 50667 Köln | Bis April 2023 | 8 Euro, ermäßigt 4,50 Euro | Mehr Info

Titelbild: © The Isamu Noguchi Foundation and Garden Museum/VG Bild-Kunst, Bonn 2022

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