Köln für Kultur-Fans – diese Spots solltet ihr bei eurem Besuch abklappern

Der Dom und der Rhein sind bei jedem Köln-Besuch ein Muss. Allerdings ist beides relativ schnell erledigt. Wie es danach weitergeht, entscheiden die persönlichen Vorlieben. Manche wollen das Nachtleben unsicher machen, manche wollen shoppen, manche haben es auf Kölns Food-Highlights abgesehen und manche wollen Kunst und Kultur erleben.

Wenn ihr in letztere Gruppe fallt, seid ihr hier genau richtig. Denn wir haben euch eine Tour zusammengestellt, bei der ihr schon die erste Mahlzeit des Tages im Museum verputzen könnt. Wir nehmen euch mit in kleine Galerien, spannende Buchläden und charmante Kinos. Wir verraten euch, wo ihr bunte Street-Art entdecken und tollen Konzerten lauschen könnt. Und wir haben euch natürlich auch einen Kaffee-Spot rausgesucht, bei dem euch der Lesestoff garantiert nicht ausgeht.

Stylish übernachten & im Museum frühstücken

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© The Qvest Hideway Design-Klassiker im The Qvest Hideaway

Stil hat einen Namen. Und er wohnt im Kölner Gereonsquartier, genauer gesagt im ehemaligen Gereonskloster. Zwar lässt sich über Geschmack bekanntlich selten streiten. Darüber, dass das The Qvest Hideaway eine eklektische Aneinanderreihung ausgesprochen schöner Dinge und Zimmer ist, sind sich Interior Design-Affictionados allerdings ziemlich einig. Dieser gute Geschmack hat natürlich auch seinen Preis. Glücklich der, der ihn zahlen kann. Eingerichtet mit den großen Design-Ikonen des 20. Jahrhunderts und ausgestattet mit den Annehmlichkeiten der heutigen Post-Moderne, kann man hier in Räumlichkeiten wie aus dem Wohnmagazin schlafen. Die geräumigen Zimmer sind mit einer Minibar und Bademänteln samt passendem puristisch-schönen Bad ausgestattet. Außerdem beherbergt das imposante neo-gotische Gebäude eine eigene Kunstgalerie und ein hauseigenes Restaurant, in dem abends auch perfekt gemixte Drinks serviert werden. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist dies das nonchalanteste Hotel der Stadt.

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© Christin Otto Schlemmen im Museum Ludwig

Während "Nachts im Museum" ein Filmklassiker ist, könnte "Morgens im Museum" der Titel für einen kölschen Frühstücksklassiker sein. Die wichtigste Mahlzeit des Tages könnt ihr nämlich auch im Museum Ludwig zu euch nehmen – oder besser gesagt: im Ludwig im Museum. Ab 10 Uhr gibt es hier Leckereien mit regionalen Zutaten, Bio-Eiern, hausgemachten Marmeladen, Würsten vom Metzger und vieles mehr. Ja, sogar Pancakes bekommt ihr hier. Wer kein Frühstücksmensch ist, sollte den Business Lunch testen – der überzeugt durch seine günstigen Preise. Abends gibt es dann verschiedene à la Carte-Gerichte, darunter auch immer vegane und vegetarische Optionen. Die Speisekarte wechselt regelmäßig, sodass es nie langweilig wird.

Galerien, Museen & Shops in der Innenstadt

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© Bernhard Riedl | Erzbistum Köln Das Kolumba Museum von außen und innen bestaunen

Das Kolumba Museum mag zwar nicht so bekannt sein wie beispielsweise das Museum Ludwig – auf der Beliebtheitsskala der Kölner*innen rangiert es trotzdem ganz weit oben. Grund dafür ist vor allem die beeindruckende Architektur des Museums. Es wurde nämlich auf den Überresten der Pfarrkirche St. Kolumba erbaut und vereint die alten Gemäuer perfekt mit den neuen. So wurde zum Beispiel um die Madonnen-Statue der 1945 zerstören Kirche eine Kapelle gebaut, die in das Museum integriert ist. Auch die Kunst, die hier gezeigt wird, ergibt eine spannende Mischung. Da das Kolumba das Museum des Erzbistums Köln ist, liegt der Fokus zwar auf christlicher und spiritueller Kunst, aber auch moderne und zeitgenössische Werke sind hier zu finden. Von romanischen Skulpturen bis zum Gebrauchsgegenstand des 20. Jahrhunderts ist alles dabei.

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© 30works Pop-Art und Street-Art bei 30works

30works bringt Streetart direkt nach Köln – als eine der ersten Galerien in Deutschland könnt ihr euch bei 30works "Pop-Art des 21. Jahrhunderts" bestaunen. Die Galerie von Gérard Margaritis bietet eine hochkarätige Sammlung von Meisterwerken aus Popart, Streetart und zeitgenössischer Kunst. Pop-Art-Künstler wie Van Ray und Jörg Döring, aber auch Bananensprayer Thomas Baumgärtel haben hier schon ihre Werke präsentiert. Der Eintritt in die wechselnden Ausstellungen ist übrigens frei.

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© Pixabay Kunst, Design und mehr in der Buchhandlung Walther König

Alle, die schon mal in der Ehrenstraße shoppen waren, werden diesen Buchladen kennen. Ihr wisst schon, der, der so vollgepackt aussieht, als würden gleich alle Bücher aus ihm herausquellen. Buchhändler Walther König gründete seinen Buchladen 1969 in Köln. Weil er in der Kölner Kunstszene so gut vernetzt war, wurde sein Laden zum Treffpunkt der Kunstszene und das schlägt sich noch heute nieder. Die Buchhandlung verkauft alles rund um Kunst, Architektur, Design, Mode und Fotografie. Und tatsächlich gibt es hier so viele tolle Bücher, dass man beim Stöbern schnell mal die Zeit vergessen kann – vor allem, wenn das Wetter draußen gerade nicht ins Freie lockt. Mittlerweile ist Walther König übrigens nicht nur in Köln, Bonn, Düsseldorf, Dresden, Frankfurt, Münster, Stuttgart und München zu finden, sondern auch in Wien, London und Amsterdam.

Kaffeepause & Street-Art in Ehrenfeld

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© Sophie Franz Kaffee und Kuchen für Bücherwürmer im Goldmund

Im Café Goldmund in Ehrenfeld ist es nicht nur ziemlich gemütlich, sondern auch noch ziemlich lecker – und das zu jeder Tageszeit. Sowohl das Frühstücks-, Mittags- als auch das Abendangebot kann sich sehen lassen: Vom Bauernfrühstück und Pfannkuchen über Linsensalat und Thunfischwrap bis hin zu Pasta und Schnitzel ist hier wirklich für jeden etwas dabei. In den warmen Monaten kann man es sich auf der Terrasse gut gehen lassen. Aber auch in dem Café ist es wahnsinnig gemütlich. Hier könnt ihr quatschen, arbeiten oder aber auf eins der zahlreichen Bücher zurückgreifen, die im Goldmund überall verteilt sind.

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© Christin Otto Auf Street-Art-Entdeckungstour in Ehrenfeld

Zeigt sich das Wetter von seiner freundlichen Seite, wollen wir an die frische Luft. Nur weil Museen dann bei der Freizeitplanung oft außen vor bleiben, müsst ihr aber noch längst nicht auf Kunst verzichten. Die passende Alternative: eine kleine Street-Art-Tour durch Ehrenfeld. Das Veedel ist schließlich so etwas wie die Kölner Street-Art-Hochburg. In kaum einem anderen Viertel gibt es so viele Murals auf so kleinem Raum. Wer aufmerksam durch die Straßen läuft, wird hier Arbeiten von international bekannten Grafitti- und Street-Art-Künstler*innen entdecken. Vor allem an der Helios-, Licht- und Körnerstraße, aber auch am Ehrenfelder Bahndamm gibt es viel zu entdecken. Keine Lust zu suchen? In unserem Guide zeigen wir euch, wo ihr tolle Murals in Ehrenfeld findet.

Konzert, Theater, Kino – Abendprogramm für jeden Geschmack

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© Holger Talinski Ein Konzert in der Philharmonie

Ziemlich schade, dass kurzfristige Karten zu klassischen Konzerten oft recht teuer sind, wenn man nicht gerade einen Studi-Ausweis vorzeigen kann. Der kostenlose Philharmonie-Lunch, bei dem man früher immer donnerstags Punkt 12 Uhr zum 30-minütigen Probenbesuch vorbeischauen konnte, pausiert aktuell zwar, doch ein paar Termine bei freiem Eintritt gibt es trotzdem immer wieder. Wann die sind, könnt ihr hier nachschauen. Wer Blut geleckt oder die Eltern zu Besuch hat, sollte sich und seinen Liebsten dann vielleicht doch mal eine Konzertkarte gönnen. Dafür muss man kein Beethoven- oder Mozart-Fan sein, denn in der Philharmonie treten auch angesagte junge Künstler*innenn wie Nils Frahm oder Ólafur Arnalds auf – ein echtes Erlebnis!

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© Christin Otto Carlswerk-Gelände: Grüne Oase, Schauspiel & Gastro

Theater-Fans kennen das Carlswerk-Gelände in Mülheim natürlich. Schließlich befindet sich hier die Hauptspielstätte des Schauspiel Köln. Auf insgesamt drei Bühnen – dem Depot 1, Depot 2 und der Grotte – bekommt ihr von Klassikern, Stücken der Gegenwart bis hin zum Festival ein buntes Kulturprogramm geboten. Ein Besuch lohnt sich aber längst nicht nur für Theatergänger*innen, denn der angeschlossene Carlsgarten ist eine wahre Oase. Inmitten all der Beete, die fleißige Großstadtgärtner*innen mit viel Liebe angelegt haben, könnt ihr bei einem kühlen Drink laue Abende genießen. Eignet sich das Wetter nicht zum Draußensitzen, könnt ihr natürlich auch ins Offenbach am Carlsgarten flüchten. Ohnehin ist es im Restaurant des Schauspiel Köln so schön, dass man gar nicht weiß, ob man nun lieber drinnen oder draußen sitzen will. Besonderes Schmankerl: Am 4. September 2022 feiert das Schauspiel Köln den Beginn der neuen Spielzeit mit einem Theaterfest für Groß und Klein.

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© Christin Otto Luxus mit Retro-Charme im Residenz

Einen Kinobesuch der Extraklasse könnt ihr im Residenz erleben. Denn: Das Lichtspielhaus mit drei Sälen versprüht nicht nur den Glanz der großen Kino-Ära der 50er- und 60er-Jahre. Hier sitzt ihr auch in Ledersesseln, habt besonders viel Beinfreiheit, werdet am Platz bedient und könnt euch den Abend mit Champagner und Snacks versüßen. Da überrascht es kaum, dass die Karten zu den teuersten Kinotickets der Stadt gehören. Zwischen 12 und 17 Euro kostet der Besuch. Das Programm reicht von Mainstream-Filmen bis hin zu alten Klassikern und Originalversion mit deutschen Untertiteln.

Absacker samt Jazz-Konzert

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© Christin Otto Jazz in der Altstadt: Papa Joe’s Jazzlokal

Wer Fan von abendlicher Live-Musik ist, sollte bei Papa Joe's in der Altstadt vorbeischauen.  In Papa Joe’s Jazzlokal „Em Streckstrump“ am Buttermarkt spielen jeden Abend wechselnde Jazzbands, sonntags sogar zwei. Und das seit 45 Jahren. Genau genommen hat „Papa Joe“ – damit ist die kölsche Legende Joe Buschmann gemeint – gleich zwei Jazzmusik-Locations gegründet: Zum „Em Streckstrump“ gehört noch der Biersalon „Klimperkasten“ direkt um die Ecke, der vor allem für seine Sammlung altmodischer Musikinstrumente bekannt ist, die nach Münzeinwurf von selbst spielen. Reichlich Auswahl für anspruchsvolle Jazzliebhaber*innen – und der Eintritt ist in beiden Locations frei.

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Ab ins Museum!
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Spannende Galerien
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